Buslinie C85
Neues Angebot, das ankommt

Nottuln -

Seit einem Jahr verkehrt zwischen Appelhülsen und Nottuln der Citybus C85 anstelle des Taxibusses T85. Die Erwartungen, dass dieses Angebot gut genutzt wird, haben sich bestätigt.

Donnerstag, 09.01.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 16:09 Uhr
Seit einem Jahr zwischen Appelhülsen – hier die Haltestelle am Bahnhof – und Nottuln unterwegs: Der Stadtbus C85 kommt bei den Buskunden gut an und wird rege genutzt.
Seit einem Jahr zwischen Appelhülsen – hier die Haltestelle am Bahnhof – und Nottuln unterwegs: Der Stadtbus C85 kommt bei den Buskunden gut an und wird rege genutzt. Foto: Martina Hindricksen

„Wir sind mit dieser Entwicklung sehr zufrieden.“ Ein positives Fazit ziehen die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) und die Gemeinde Nottuln ein Jahr nach dem Start der neuen Stadtbuslinie C85 (Citybus), die im Januar 2019 die Taxibuslinie T85 zwischen Appelhülsen und Nottuln abgelöst hat. „Die jüngsten Zählungen bestätigen, dass die Entscheidung zur Umwandlung der Linie ganz offenbar richtig war“, fassen RVM-Pressesprecher Dr. Christoph Hagebeucker und Hansjörg Teubner von der Nottulner Gemeindeverwaltung zusammen.

Im Oktober wurden für den durchschnittlichen Werktag 75 Fahrgäste bei den insgesamt 15 Fahrten gezählt, die zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends angeboten werden. Der Taxibus brachte es bei seinen elf Fahrten damals auf 28 Fahrgäste. „Das bedeutete für den Taxibus einen Schnitt von etwas mehr als zweieinhalb Fahrgästen pro Fahrt“, rechnet Christoph Hagebeucker vor. „Beim neuen Citybus sind es jetzt fünf Fahrgäste pro Fahrt. Wir sprechen hier also von einer Verdoppelung.“

Die Resonanz der Kunden, so Hagebeucker weiter, sei positiv. Einzig, dass man am Bahnhof in Appelhülsen bei Verspätung des Zuges den Bus, der fahrplanmäßig fährt, manchmal verpasst, sei kritisiert worden. „Aber da kann der Bus nicht ‚auf Verdacht‘ warten“, bittet die RVM um Verständnis.

Vor allem für Pendler sei der C85 offensichtlich interessant, sagt Christoph Hagebeucker. Das könne man daran ablesen, dass die Linie werktags wie beschrieben intensiv genutzt wird, am Wochenende hingegen die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Taxibus in etwa gleich geblieben seien (rund drei Kunden pro Fahrt).

Die Entscheidung für die Umwandlung der Taxibuslinie in eine Citybuslinie war also offensichtlich richtig. Der Gemeinderat hatte sie im Mai 2018 einstimmig getroffen, nachdem vor allem die SPD für dieses Projekt geworben hatte. Die Linie soll der Ratsentscheidung zufolge zunächst zwei Jahre lang getestet werden, ehe über eine Fortsetzung gesprochen wird.

Zugleich hatte man sich damals in der praktischen Feinjustierung dazu entschieden, zunächst auf die drei werktäglichen Fahrten zu verzichten, die zeitgleich zu den Fahrten der Linie 685 (die vornehmlich, wenn auch nicht ausschließlich dem Schülerverkehr dient) durchgeführt worden wären. Damit wurden die zusätzlichen Kosten, die für den C85 anfallen – die Gemeinde zahlt mit 170 000 Euro rund 25 000 Euro mehr als beim Taxibus – etwas gedeckelt. Im Frühjahr soll auf der Basis der nun vorliegenden Fahrgastzahlen politisch darüber beraten werden, ob die drei Fahrten parallel zur Linie 685 mit aufgenommen werden sollen, erläutert Hansjörg Teubner. Eine entsprechende Beschlussvorlage, auch mit den dann entstehenden zusätzlichen Kosten, werde der Politik zur Entscheidung vorgelegt.

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