Vogelschutz
Ausweitung der Aktion auf den Steverpark geplant

Nottuln -

Der Nottulner Kai Post hat eine Wildvogelfütterung im Rhodepark initiiert. Das stößt auf viel Zustimmung bei Naturfreunden.

Dienstag, 14.01.2020, 20:00 Uhr
Die neuen Futterstationen im Rhodepark werden von den Wildvögeln gut angenommen. Auf diesem Bild picken sich gerade zwei Meisen ihren Anteil aus den Futterknödeln und dem Futterring.
Die neuen Futterstationen im Rhodepark werden von den Wildvögeln gut angenommen. Auf diesem Bild picken sich gerade zwei Meisen ihren Anteil aus den Futterknödeln und dem Futterring. Foto: Ole Gesmann

Der Erfolg gibt ihm recht: „Die neuen Futterstationen werden von den Vögeln prima angenommen“, hat Kai Post beobachtet. Der Nottulner hat an vier Stellen im Rhodepark Futterstationen für Wildvögel aufgehängt, dazu auch mehrere Meisenringe. Regelmäßig sorgt er für Futternachschub. Und für seine Aktion hat er schon viel Zustimmung von anderen Tierfreunden erfahren. „Die Winterfütterung der Wildvögel ist ein Muss“, ist Kai Post überzeugt. Und angesichts eines Rückgangs der Insekten von 70 bis 80 Prozent sei auch die Ganzjahresfütterung ein ernsthaftes Thema.

Der Nottulner, den viele auch von seiner mittlerweile zwölfjährigen Tätigkeit bei der Volksbank Nottuln kennen, wohnt seit fünf Jahren in Nottuln. Beim Spaziergang mit seinen Kindern im Rhodepark sind dem Vogelfreund die Wildvögel bei der Futtersuche aufgefallen. Da kam ihm die Idee, mit einer Winterfütterung den Tieren zu helfen. Post, seit einem Jahr auch aktives Mitglied beim Naturschutzbund Kreis Coesfeld, stieß mit seinem Vorschlag beim Nabu auf Zustimmung, der die Aktion als Modellversuch begleitet und unterstützt. Auch die Gemeinde Nottuln als Eigentümerin des Parks war sogleich einverstanden.

Kai Post beim Aufhängen der Futterstationen im Rhodepark.

Kai Post beim Aufhängen der Futterstationen im Rhodepark. Foto: Sammlung Kai Post

In drei bis vier Metern Höhe hat Post die Futterstationen in Bäumen aufgehängt, die nahe am Fußweg stehen. „So können alle Parkbesucher die Vögel aus der Nähe beobachten.“ Vier Futtermittelhersteller hat er als Spender für Wildvogelfutter gewinnen können. Wenn das über den Winter nicht ausreicht, springt noch der Naturschutzbund ein. Regelmäßig kontrolliert Post die Futterstationen und füllt sie bei Bedarf wieder auf.

Dass manche Menschen die Winterfütterung der Wildvögel kritisieren, weil man damit häufig nur die Arten erreiche, die nicht gefährdet seien, diese Kritik kennt Kai Post. Er hält sie aber für nicht zutreffend. Von der Veränderung des Lebensraumes sei die ganze Vogelwelt betroffen. Durch den massiven Rückgang der Insekten und durch die Verwendung von Zierpflanzen, die weder Samen noch Früchte bilden, verschlechtere sich die Nahrungsgrundlage für die Wildvögel massiv.

Gerne würde Kai Post die Wildvogelfütterung auch auf den Ortsteil Appelhülsen ausweiten. Im Steverpark hat er sich schon geeignete Stellen angeschaut. Hierfür werden aber noch Vogelfreunde gesucht, die sich ehrenamtlich einbringen möchten. Langfristig strebt Kai Post die Ausweitung der Wildvogelfütterung auf alle Ortsteile der Gemeinde an.

► Vogelfreunde, insbesondere aus Appelhülsen, die bei der Fütterungsaktion helfen möchten, wenden sich an den Kreisverband Coesfeld des Naturschutzbunds (Kontaktformular auf der Homepage im Internet), der die Nachricht an Kai Post weiterleiten wird.

 

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