Friedensinitiative
Atomwaffen abschaffen

Nottuln -

Mitglieder der FI trafen sich nun mit dem SPD-Landtagsabgeordneten André Stinka zum Meinungsaustausch. Dieser drückte seine Sorge wegen der Atomwaffen aus: „Diese unmenschlichen und abscheulichen Waffen gehören abgeschafft.“

Dienstag, 21.01.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 20:56 Uhr
Mitglieder der FI Nottuln – Udo Hegemann, Heinz Böer, Robert Hülsbusch und Norbert Wienke – trafen sich zu einem Austausch mit dem Landtagsabgeordneten André Stinka in Café am Stiftsplatz in Nottuln.
Mitglieder der FI Nottuln – Udo Hegemann, Heinz Böer, Robert Hülsbusch und Norbert Wienke – trafen sich zu einem Austausch mit dem Landtagsabgeordneten André Stinka in Café am Stiftsplatz in Nottuln. Foto: FI

Viele Abgeordnete aus dem Bundestag und aus den Landtagen haben mittlerweile die Bundesregierung aufgefordert, den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Dies tat nun auch André Stinka , Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Coesfeld und Mitglied des Landtages NRW.

Die Friedensinitiative Nottuln (FI) freut sich darüber, dass Stinka ihre Meinung vertritt: „Ich begrüße sehr die Annahme des Vertrags für ein Verbot von Atomwaffen vom 7. Juli 2017 in den Vereinten Nationen. Das ist ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung einer atomwaffenfreien Welt“, so Stinka.

Mitglieder der FI trafen sich nun mit dem Landtagsabgeordneten zu einem Gespräch. Dabei drückte Stinka seine tiefe Sorge über die katastrophalen humanitären Auswirkungen jeglichen Gebrauchs von Atomwaffen aus, berichtet die FI in einer Presseerklärung. Der Landtagsabgeordnete: „Diese unmenschlichen und abscheulichen Waffen gehören abgeschafft.“

Das Thema „Rüstung“ gehöre wieder stärker auf die Tagesordnung der Politik. Auch über das neue Wettrüsten in Europa müsse gesprochen werden. Ausführlich drückten die FI-Mitglieder ihre Sorgen bezüglich der neuen Eskalation zwischen Ost und West aus.

Auch über das militärische Großmanöver im Frühjahr, bei dem über 30 000 amerikanische Soldaten die Verlegung von Truppen und Waffen in den Osten üben werden, wurde gesprochen. Stinka machte in diesem Zusammenhang keinen Hehl aus seiner Ablehnung der Politik von Trump. Ausführlich berichtete der Abgeordnete von einer Reise in die USA. Ebenfalls ist Stinka Mitglied der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe des Landtags NRW.

Ein weiteres Thema des Treffens war die Klimapolitik. Stinka bemängelte, dass in den vergangenen zwei Jahren auch in NRW die Windenergie „systematisch kaputtgemacht“ worden sei. Er forderte von der Landesregierung eine Rechtssicherheit für die Windbranche. „Ohne die Windenergie können wir nicht die von uns selbst gesteckten Klimaziele erreichen. Das ist unmöglich.“ Gleichzeitig sei die Umstellung im Gebäudebereich dringend notwendig. Stinka berichtete von der klimaneutralen „Innovation City“ in Bottrop, die vormacht, wie die Energiewende möglich ist. Er forderte zum Handeln auf: „Wenn wir jetzt nicht in Klimaschutz investieren, wird es für uns richtig teuer werden!“

Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen.

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