Neue Bezirksbeamtin
„Haben einen Glücksgriff getan“

Nottuln -

Mit Anne Frondziak hat Nottuln seine erste Bezirksbeamtin. Und die 54-Jährige aus Dülmen ist für diese Aufgabe wie gemacht. Bei Polizei und Gemeinde ist die Freude deshalb groß.

Donnerstag, 23.01.2020, 06:00 Uhr
Mit Anne Frondziak (Mitte) ist das Team des Polizeibezirksdienstes in Nottuln wieder komplett. Darüber freuen sich (v.l.) Oberkommissar Timm Brautmeier, Kriminaldirektor Thomas Eder, Rechtsrat Stefan Kohaus, Bürgermeisterin Manuela Mahnke, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Erster Polizeihauptkommissar Christian Sommer.
Mit Anne Frondziak (Mitte) ist das Team des Polizeibezirksdienstes in Nottuln wieder komplett. Darüber freuen sich (v.l.) Oberkommissar Timm Brautmeier, Kriminaldirektor Thomas Eder, Rechtsrat Stefan Kohaus, Bürgermeisterin Manuela Mahnke, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Erster Polizeihauptkommissar Christian Sommer. Foto: Ludger Warnke

Die ersten Erfahrungen von Anne Frondziak sind ausgesprochen positiv: Kinder besuchen wie selbstverständlich den Polizeiposten an der Stiftsstraße, beim Streifengang auf der Straße wird sie unbekümmert von den Bürgern angesprochen, in den Kitas freudestrahlend begrüßt. „Ich bin hier wirklich nett aufgenommen worden“, freut sich die Polizeihauptkommissarin. „Dieser Bürgerkontakt bereitet mir sehr viel Freude.“

Die 54-Jährige, die in Dülmen zu Hause ist, ist die erste Frau im Nottulner Polizeibezirksdienst, den sie zusammen mit dem Nottulner Polizeihauptkommissar Wendelin Rölle ausübt. Bürgermeisterin Manuela Mahnke freute sich am Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung der neuen Beamtin sehr über den Umstand, nun eine weibliche Kraft vor Ort zu haben. Das tue der Gemeinde sicherlich gut. Der Bezirksdienst senke die Hemmschwelle, Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Mahnke verwies auf den engen Kontakt zwischen Gemeinde Nottuln (Ordnungsamt) und Polizei. Diesen guten Kontakt wolle man auch in Zukunft pflegen.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr betonte die große Bedeutung des Bezirksdienstes als „Gesicht der Polizei vor Ort“. Der Bezirksdienst könne viele Dinge in Zusammenarbeit mit der Polizeiwache in Dülmen und der Gemeinde Nottuln unkompliziert regeln.

Kriminaldirektor Thomas Eder, ranghöchster Polizist im Kreis Coesfeld, wies darauf hin, dass es im Kreis derzeit 23 Stellen im Polizeibezirksdienst gebe und damit das Soll (pro 10 000 Einwohner eine Stelle) sogar übererfüllt sei. Für freie Stellen im Bezirksdienst gebe es ein großes Interesse der Kollegen. Eine von mehreren Voraussetzungen sei eine große berufliche Erfahrung.

Und die hat Anne Frondziak. 25 Jahre lang war sie im Wach- und Wechseldienst an Standorten im Rheinland und im Ruhrgebiet eingesetzt, unter anderem in Köln, Gladbeck und Recklinghausen. Sie habe alle Bereiche kennengelernt und erfahren: „Kein Tag ist wie der andere.“ Diese Abwechslung und die vielen Kontakte zu Menschen sind zwei Aspekte des Polizeiberufes, die der Hauptkommissarin sehr gefallen und weshalb sie ihren Beruf weiter mit großer Leidenschaft ausübt.

Um wieder näher an der Heimat zu sein, ließ sie sich nach Dülmen versetzen, wo sie ebenfalls im Wach- und Wechseldienst eingesetzt war. Von Dülmen ist sie nun nach Nottuln in den Bezirksdienst gewechselt. Und arbeitet damit in „einer der schönsten Dienststellen von Nordrhein-Westfalen“, kommentierte Kriminaldirektor Thomas Eder den Standort der Polizei im historischen Ortskern. Eder: „Wir haben mit Anne Frondziak einen Glücksgriff getan.“

Auch aus Sicht des Ersten Polizeihauptkommissars Christian Sommer, Leiter der Polizeiwache Dülmen, ist der Bezirksdienst Nottuln mit Wendelin Rölle und Anne Frondziak sehr gut besetzt: „Ich kann mich auf die Beiden hier blind verlassen!“

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