Kontrolle der Biotonnen im Frühjahr
Das kann im Zweifel teuer werden

Nottuln -

Wer seine Biotonne falsch befüllt, kann demnächst Ärger kriegen. Die Wirtschaftsbetriebe im Kreis Coesfeld wollen eine flächendeckende Kontrolle durchführen.

Dienstag, 04.02.2020, 22:34 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 22:40 Uhr
Im Frühjahr werden die WBC in Nottuln die Biotonnen kontrollieren. Grund ist der hohe Fehlwurfanteil. Wer seine Tonne – wie in unserem gestellten Bild – nahe der Straße stehen hat, muss damit rechnen, dass Passanten auch nicht zulässigen Müll darin entsorgen.
Im Frühjahr werden die WBC in Nottuln die Biotonnen kontrollieren. Grund ist der hohe Fehlwurfanteil. Wer seine Tonne – wie in unserem gestellten Bild – nahe der Straße stehen hat, muss damit rechnen, dass Passanten auch nicht zulässigen Müll darin entsorgen. Foto: Frank Vogel

Die Wirtschaftsbetriebe im Kreis Coesfeld (WBC) haben angekündigt: Demnächst wird in die Biotonne geguckt. Die Redakteure Markus Michalak und Frank Vogel fragten WBC-Prokuristin Ursula Kleine Vorholt, warum kon­trolliert wird und was genau auf die Nottulner zukommt.

 

Wird außerhalb dieser Aktion nie kontrolliert?

Ursula Kleine Vorholt: Grundsätzlich obliegt die Kontrolle den Städten und Gemeinden. Nach unseren Kenntnissen fanden Kontrollen in der Vergangenheit aber nur anlassbezogen statt, also zum Beispiel nach konkretem Hinweis.

Warum ist diese Aktion aus Ihrer Sicht notwendig? Wird schlecht getrennt?

Kleine Vorholt: Anlass der Kontrollmaßnahmen ist der hohe Fehlwurfanteil in den gesammelten Bioabfällen.

Wann genau ist Nottuln an der Reihe?

Kleine Vorholt: In Nottuln werden wir im Frühjahr starten, einen genauen Termin haben wir noch nicht abgestimmt.

Was passiert, wenn etwas beanstandet wird?

Kleine Vorholt: Entspricht der Inhalt nicht den Sortiervorschriften, wird ein roter Anhänger angebracht, und die Tonne bleibt ungeleert stehen. Wenn das Behältervolumen bis zur nächsten Abfuhr reicht, sollten die Fehlwürfe aussortiert und der Behälter in 14 Tagen wieder herausgestellt werden. Bei dieser Möglichkeit fallen keine zusätzlichen Entsorgungskosten an. Wir weisen aber darauf hin, dass Nachkontrollen erfolgen und nicht nachsortierte Gefäße nicht geleert werden.

Warum werden auffällige Tonnen der Gemeinde gemeldet?

Kleine Vorholt: Die Kon­trollen werden in Abstimmung mit der jeweiligen Kommune durchgeführt. Die Mitarbeiter sind dabei erste Ansprechperson für ihre Bürger. Zudem müssen sie als zuständige Behörde über die Ergebnisse der Kontrollen informiert werden, um weitere ordnungsrechtliche Maßnahmen ergreifen zu können, wie Bußgelder in Wiederholungsfällen.

Was, wenn nach 14 Tagen noch nicht alles passt?

Kleine Vorholt: Entweder wird die nachsortierte Biotonne für 40 Euro kurzfristig abgeholt oder die fehlbefüllte Biotonne wird als Restmüll bei der nächsten Restmüllabfuhr für 60 Euro geleert. Die Kontrollen sind so gelegt, dass in der folgenden Woche eine Restmüllabfuhr stattfindet.

Die meisten Biotonnen stehen so, dass jeder etwas reinwerfen kann. Oder Hausgemeinschaften nutzen sie. Werden da nicht die Falschen bestraft?

Kleine Vorholt: Grundsätzlich ist jeder Bürger bis zur Leerung für die ordnungsgemäße Befüllung verantwortlich. Das gilt auch für Hausgemeinschaften. Damit nicht Passanten Abfälle in diese werfen können, empfehlen wir, die Behälter an einem nur für die Benutzer zugänglichen Platz abzustellen. Ist dies nicht möglich, müssten die Fehlwürfe regelmäßig, in jedem Fall vor der Abfuhr, aussortiert werden. Bei Hausgemeinschaften empfiehlt sich die Benennung eines Verantwortlichen oder die Ausstattung jedes Haushaltes mit eigenen Behältern.

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