CDU für Dreizügigkeit von Liebfrauenschule und Gymnasium
Keine „Hinterzimmerpolitik“

Nottuln -

Die CDU hält den Vorwurf der „Hinterzimmerpolitik“ nicht für gerechtfertigt. Gemeinde und Bistum hätten sich bei den Vertragsverhandlungen über die Liebfrauenschule viel Mühe gegeben.

Mittwoch, 12.02.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 19:40 Uhr
Die Liebfrauenschule Nottuln wird künftig als dreizügige Sekundarschule geführt.
Die Liebfrauenschule Nottuln wird künftig als dreizügige Sekundarschule geführt. Foto: Johannes Oetz

„Hinterzimmerpolitik“ – diesen öffentlich erhobenen Vorwurf aus der Bevölkerung hält CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle für nicht gerechtfertigt. Mit dem Begriff „Hinterzimmerpolitik“ hatte ein Bürger die Vertragsgespräche zwischen der Gemeinde Nottuln und dem Bistum Münster über die Zukunft der Liebfrauenschule kritisiert. Wie man seit Kurzem weiß, wird die Sekundarschule nicht mehr vierzügig, sondern vom kommenden Schuljahr an nur dreizügig geführt.

Das Thema spielte auch in der öffentlichen Fraktionssitzung der CDU in dieser Woche eine Rolle. Hartmut Rulle sprach von nicht ganz einfachen Gesprächen mit den Bürgern. Vertragsgespräche seien nun mal leider nicht öffentlich, daran könne auch die CDU nichts ändern. Er sei überzeugt, würde man mehr über die Verhandlungen informieren können, würden die Bürger mit Verständnis auf das Ergebnis reagieren. „Die Gemeinde und das Bistum haben sich viel Mühe gegeben, um zu einem einvernehmlichen Ergebnis zu kommen.“

Angesichts der Diskussionen in der Öffentlichkeit kündigte der CDU-Fraktionschef an, man werde die Verwaltung bitten zu prüfen, ob gewisse Rahmendaten der Vereinbarung zur Sekundarschule öffentlich gemacht werden könnten.

Rulle wies darauf hin, dass es auch schon in früheren Jahren vorgekommen sei, dass Nottulner Kinder keinen Platz in Nottuln bekommen haben. Beim Schulwahlverhalten der Eltern seien verschiedene Bewegungen erkennbar. Eltern meldeten ihre Kinder nicht nur in Nottuln, sondern auch in Dülmen, Coesfeld, Münster oder Havixbeck an. Dieses Wahlverhalten zu koordinieren, sei in der Vergangenheit nicht möglich gewesen und werde auch wohl in Zukunft nicht möglich sein.

Die CDU strebe daher für die Gemeinde ein gesichertes dreizügiges Gymnasium und eine dreizügige Sekundarschule an. „Das müsste möglich sein“, betonte Rulle.

Angesichts der Wiedereinführung von G 9 an den Gymnasien sei zudem damit zu rechnen, dass dort wieder mehr Kinder als bisher angemeldet werden. Das alles trage zu einer dauerhaften Sicherung des Schulstandortes Nottuln bei.

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