Thema „Liebfrauenschule“
UBG fordert Ehrlichkeit und fairen Umgang

Nottuln -

Die UBG setzt sich für den Erhalt der Vierzügigkeit der Liebfrauenschule ein. Vehement kritisieren die Unabhängigen in diesem Zusammenhang die CDU-Fraktion.

Samstag, 15.02.2020, 09:00 Uhr
Die Zukunft der Liebfrauenschule wird intensiv diskutiert. Auch die UBG meldet sich dazu kritisch zu Wort.
Die Zukunft der Liebfrauenschule wird intensiv diskutiert. Auch die UBG meldet sich dazu kritisch zu Wort. Foto: Johannes Oetz

Die UBG-Ratsfraktion unterstützt „konsequent, ohne rumzueiern“ den Bürgerantrag von Eltern, wonach Gemeinde und Bistum neue Verhandlungen mit dem Ziel führen, dass die Liebfrauenschule vierzügig bleibt. Das teilte die UBG am Freitagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Zugleich fordert die UBG in der Debatte Ehrlichkeit beim Thema und einen fairen Umgang mit den Eltern.

Sehr kritisch setzt sich die UBG mit der Position der CDU auseinander. Dass diese sich dafür einsetzen will, dass auch bei einer zukünftig dreizügig geführten Sekundarschule alle Nottulner Kinder an dieser Schule angenommen werden, kommentiert die UBG mit den Worten: „Das ist vielleicht lieb gemeint und auch Wunschdenken der CDU. Aber auch in den Reihen der CDU sollte so viel Sachverstand vorhanden sein, dass ein der CDU gut bekanntes Landesschulgesetz nicht einfach außer Kraft gesetzt werden kann.“

Die UBG verweist darauf, dass dieses Gesetz vorschreibe, dass man Schüler nicht aufgrund ihres Wohnortes bevorzugen dürfe. Ein Kind, das in Nottuln in der Burgstraße wohnt und nur 100 Meter bis zur Sekundarschule laufen könnte, müsse genauso behandelt werden wie ein Kind, das sich aus Havixbeck anmeldet. „Die CDU weiß genau, dass sie nichts ändern kann. Alles andere ist Augenwischerei.“

Die UBG erinnert daran, dass die Sekundarschule jahrelang Kinder aus Rorup und den Nachbargemeinden angenommen habe. Das sei auch positiv für die Kinder, für die Schule und für die Schullandschaft gewesen. Und: „Wenn wir alle Nottulner Kinder auch zukünftig in ihrem Heimatort beschulen wollen, dann sollten wir so ehrlich sein und auch ausreichend Schule vorhalten. Sprich: ein Gymnasium und die vierzügige Sekundarschule.“

Nach der Schließung der Hauptschule sei die vorher dreizügig geführte Realschule in eine vierzügige Sekundarschule umgewandelt worden. Damals sei es der Wunsch aller Parteien gewesen, dass alle Kinder vor Ort beschult werden. Warum müsse sich das jetzt ändern.

Für die UBG ist klar: „Wenn die CDU die Nöte der Eltern nicht ernst nehmen möchte, dann kann sie den Antrag der Eltern auf Neuverhandlung, um die Vierzügigkeit zu erhalten, natürlich ablehnen. Die UBG möchte den Nottulner Kindern eine Chance auf wohnortnahe Beschulung ermöglichen und unterstützt daher logischerweise auch konsequent, ohne rumzueiern, den Antrag der Eltern. Ein klares und ehrliches Ja zu Nottuln und unseren Kindern!“

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