„Ein Lächeln für Togo“
Hilfsgüter sind da – Geld fehlt noch

Nottuln -

Der Verein „Ein Lächeln für Togo“ denkt auch in der Corona-Krise an die Menschen in Afrika. Jetzt aber gibt es ein Problem.

Freitag, 20.03.2020, 22:08 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 22:10 Uhr
Vorsitzender Hubert Laakmann und Kassenwartin Kathrin Laakmann mit den landwirtschaftlichen Maschinen, die der Verein „Ein Lächeln für Togo“ zusammengetragen hat. Insgesamt können zwei Container gepackt und zwei Fahrzeuge verschickt werden. Zurzeit fehlt jedoch das Geld dafür.
Vorsitzender Hubert Laakmann und Kassenwartin Kathrin Laakmann mit den landwirtschaftlichen Maschinen, die der Verein „Ein Lächeln für Togo“ zusammengetragen hat. Insgesamt können zwei Container gepackt und zwei Fahrzeuge verschickt werden. Zurzeit fehlt jedoch das Geld dafür. Foto: Frank Vogel

Auch in Zeiten, in der die Corona-Krise Deutschland beherrscht, vergisst der Verein „Ein Lächeln für Togo“ die hilfsbedürftigen Menschen in dem westafrikanischen Land nicht. Das Engagement ist groß, jetzt aber gibt es ein Finanzierungsproblem. Doch zuerst die guten Nachrichten:

Intensiv haben die Vereinsmitglieder in den vergangenen Monaten rund 50 Tonnen Hilfsgüter zusammengetragen und können so wieder zwei Container mit Solartaschenlampen für die Kinder (ihr großer Wunsch, um abends lernen zu können), mit Fotovoltaikanlagen, landwirtschaftlichen Maschinen, hochwertigen Stoffbahnen für die Schneiderei, Schulmaterial und vielem mehr füllen. Außerdem sind ein zweites Müllfahrzeug und weitere Mülltonnen sowie ein Lkw dazugekommen.

Der Nottulner Verein unterstützt sowohl die Kinder in dem Waisendorf Yovokope als auch Projekte in der Hauptstadt Lomé (Müllsystem, Berufsschule).

Zurzeit ist Hermann Schulze Herking aus Südlohn vor Ort in Togo, um dort die landwirtschaftlichen Projekte zu betreuen und weiterzuentwickeln. „Hermann ist erst seit Kurzem dabei, aber er geht voll in der Aufgabe auf“, freut sich Vorsitzender Hubert Laakmann über den aktiven Helfer. „Wir unterstützen mit unserem Know-how und den Hilfsgütern in Togo die Hilfe zur Selbsthilfe, das ist das wichtigste Ziel für eine nachhaltige Entwicklungshilfe“, betont Kassenwartin Kathrin Laakmann.

„Zudem unterstützen wir eine Gruppe engagierter Studierender und Lehrender des Overberg-Kollegs Münster, die auch seit vielen Jahren ein Waisenhaus und eine Schule sowie ebenfalls eine Schneiderei im äußersten anderen und völlig verarmten Zipfel dieses Landes, in dem Dorf Dapaong, mit tatkräftiger personeller Hilfe vor Ort sowie mit Hilfsgütern zur Selbsthilfe unterstützen“, berichtet Vereinsmitglied Anke Zandman. So habe man in Dapaong mittlerweile die Schulbildung sichern können. Die Studierenden des Kollegs haben vor allem Idealismus, jedoch keine finanziellen Mittel. Ihre Hilfsgüter transportiert der Verein „Ein Lächeln für Togo“ kostenlos.

Soweit, so gut. Doch nun zu der schlechten Nachricht: Dem Nottulner Verein sind Fördergelder für den Transport, also die Verschiffung der Container und der beiden Fahrzeuge, in Höhe von 20 000 Euro verloren gegangen, weil ein engagierter Förderverein kurzfristig seine Unterstützung abgesagt hat. „Unsere Container sind aber voll, wir haben geplant, sie in zwei bis drei Wochen zu verschiffen. Unsere Hilfsgüter werden dort erwartet“, bedauert der Verein.

Wie man in der Kürze der Zeit das Geld auftreiben soll, ist Hubert und Kathrin Laakmann ein Rätsel. „In Corona-Zeiten können wir keine Parties veranstalten, keine Spenden von Feierlichkeiten erwarten. Und doch benötigen wir die Spenden. Vielleicht hat jemand eine gute Idee, wie es gelingen kann, das Geld zusammenzubringen.“

Eine Möglichkeit ist natürlich, die Arbeit von „Ein Lächeln für Togo“ direkt mit einer Spende zu unterstützen. Dazu gibt es ein Konto: Ein Lächeln für Togo e.V., Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE96 4015 4530 0038 4637 74.

 

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