Verbraucherzentrale mahnt
Nur Toilettenpapier darf ins Klo

Nottuln/Dülmen -

Auch wenn für manche Bürger Toilettenpapier wegen der Hamsterkäufe anderer Menschen Mangelware ist, sind Küchen- und Kosmetiktücher kein passender Ersatz. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin und nennt gute Gründe.

Sonntag, 22.03.2020, 11:37 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 17:42 Uhr
Verbraucherberater Uli Mensing warnt davor, als Alternative zu Toilettenpapier andere Papiere wie Küchenrollen oder Kosmetiktücher zu verwenden. Es droht eine Verstopfung der Abwasserrohre.
Verbraucherberater Uli Mensing warnt davor, als Alternative zu Toilettenpapier andere Papiere wie Küchenrollen oder Kosmetiktücher zu verwenden. Es droht eine Verstopfung der Abwasserrohre. Foto: Verbraucherzentrale

Hamsterkäufe führen derzeit auch im Kreis Coesfeld immer wieder zu Engpässen bei Toi­lettenpapier. Doch der Griff zu Küchenrollen, Tempos, Feucht- und Kosmetiktüchern oder Zeitungspapier ist keine prima Alternative für eine Entsorgung übers stille Örtchen. „Diese Haushaltspapiere können aufgrund ihrer großen und festen Beschaffenheit die Toiletten verstopfen“, warnt Uli Mensing von der Dülmener Verbraucherzentrale : „Nur das normale, trockene Toilettenpapier darf ins Klo. Alle anderen Haushaltspapiere müssen nach Gebrauch in die Tüte und dann ab in die Tonne.“

Die im Vergleich zu dünnem Toilettenpapier sehr dicken und festen Papiere lösen sich im Wasser nicht auf, sondern verstopfen die Rohre. Feuchttücher enthalten neben Papier zudem auch Kunstfasern, die nicht ins Abwasser gelangen sollten, betont Mensing.

Steigen jetzt viele Nutzer auf den Gebrauch anderer Reinigungspapiere um, drohen die WCs überzulaufen. Im schlimmsten Fall muss ein Fachmann ran, um den Abfluss wieder freizulegen. Auch die Pumpen im Abwassernetz können verstopfen und müssen kostenintensiv gereinigt werden. Fällt ein Pumpwerk aus, kann sich das Abwasser bis in die privaten Keller zurückstauen. „Solch ein Abpump- und Reinigungsaufwand sollte in der allgemein angespannten Lage möglichst vermieden werden, da er nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern auch zu einer zusätzlichen Belastung aufgrund der dann erforderlichen Beseitigung führt“, mahnt die Verbraucherzen­trale in Dülmen.

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen geben die Dülmener Verbraucherschützer bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch: 0 25 94/8 40 68 01. Eine Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle ist auch über ein Kontakformular auf der Seite www.verbraucherzentrale.nrw/duelmen möglich.

Hilfreiche Hinweise rund um Corona-Fragen im Verbraucheralltag gibt es ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

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