Appell der Christophorus-Kliniken
Zuerst Hausarzt oder Hotline anrufen

Nottuln/Coesfeld -

Pflegekräfte, Ärzte und Mitarbeiter der Christophorus-Kliniken bitten um Solidarität mit den Schwerkranken.

Sonntag, 22.03.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 17:49 Uhr
Wegen der Corona-Krise gilt für die Christophorus-Kliniken ein Besuchsstopp.
Wegen der Corona-Krise gilt für die Christophorus-Kliniken ein Besuchsstopp. Foto: Frank Vogel

Es bleibt dabei: Personen mit Unwohlsein müssen sich zuerst immer telefonisch an den Hausarzt beziehungsweise die Patienten-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung ( 116 117) wenden und nicht direkt das Krankenhaus aufsuchen. Darauf weisen die Christophorus-Kliniken (Coesfeld-Nottuln-Dülmen) hin. Telefonisch wird eingeschätzt, was zu tun ist.

Im überregionalen Teil der Samstagsausgabe unserer Zeitung war durch eine verkürzte Formulierung der Eindruck entstanden, dass Patienten mit Corona-Verdacht die Christophorus-Kliniken in Dülmen aufsuchen sollen. Das ist so nicht richtig.

In allen Krankenhäusern werden ausschließlich Patienten behandelt, die vom Hausarzt/Notdienst aufgrund einer besonders schweren Erkrankung stationär eingewiesen wurden. Ausnahme: Wenn jemand akut starke Atemnot bekommt, kann er das Krankenhaus aufsuchen, und dann ist der Standort Dülmen für die Christophorus-Kliniken auch das richtige Krankenhaus.

Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken, appelliert eindringlich an alle Bürger: „Ernsthaft erkrankte Menschen finden immer Zugang zu uns. Um alle anderen können und dürfen wir uns nicht kümmern.“ Dafür seien andere Versorgungsstrukturen zuständig wie Hausärzte und Notdienstpraxen. Das Krankenhauspersonal müsse in den nächsten Wochen ausschließlich schwerkranke Patienten behandeln“, betont Lönnies: „Das ist unser Auftrag, und wir tun alles, um diesen zu erfüllen.“

Bürger, die das Krankenhaus mit milden oder sogar keinen Symptomen von sich aufsuchen und partout behandelt werden möchten, binden die Ärzte und Pflegekräfte. Diese können sich dadurch viel weniger um die ernsthaft erkrankten Patienten kümmern. Das möchte niemand.

Pflegekräfte, Ärzte und Mitarbeiter der Christophorus-Kliniken bitten daher um Solidarität mit den Schwerkranken.

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