Brief der Bürgermeisterin
„Hamsterkäufe sind unsolidarisch“

Nottuln -

Bürgermeisterin Manuel Mahnke appelliert an die Bevölkerung, auf Hamsterkäufe zu verzichten. Und sie macht Mut: „Durch Ihr und unser aller besonnenes Verhalten wird es uns gelingen, die Corona-Krise in den Griff zu bekommen und die Zahl der Ansteckungen zu verringern.“

Mittwoch, 25.03.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 18:58 Uhr
Bürgermeisterin Manuela Mahnke.
Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Foto: Johanna Schindler

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat in einem Appell die Bevölkerung darum gebeten, von Hamsterkäufen Abstand zu nehmen. In ihrem Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Nottuln schreibt die Bürgermeisterin:

 

„Viele Menschen machen sich in diesen Tagen große Sorgen. Manche haben sogar Angst, weil die Situation, in der wir uns alle im Augenblick befinden, noch nie so da gewesen ist. Dennoch ist der besonnene Umgang mit der Corona-Krise und das rücksichtsvolle Verhalten im Umgang miteinander das Gebot der Stunde.

Ein besonnener und rücksichtsvoller Umgang mit den Mitmenschen bedeutet aber auch, seine Einkäufe mit dem gebotenen Maß zu erledigen.

Hamsterkäufe sind unsolidarisch: Wer deutlich mehr kauft, als er benötigt, nimmt anderen Menschen die Chance, sich ebenfalls mit diesen Artikeln zu versorgen – sie stehen dann nämlich tatsächlich vor leeren Regalen.

Ich appelliere an Sie und an Ihre Solidarität mit Ihren Mitmenschen: Nehmen Sie von einem derartigen Einkaufsverhalten Abstand!

Hamsterkäufe sind nicht notwendig – auch nicht in Zeiten der Corona-Krise. Die Lieferketten sind gesichert, so dass die Regale immer wieder aufgefüllt werden. Auch wenn es hier und da den Eindruck macht, dass es nicht sofort geschieht.

Die Verkäuferinnen und Verkäufer, die Kassiererinnen und Kassierer in den Supermärkten und im Einzelhandel tun in diesen Tagen ihr Äußerstes, um uns alle mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs in ausreichender Menge versorgen zu können.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn die Produkte nur in haushaltsüblichen Mengen abgeben werden können und fangen Sie bitte deswegen keine Diskussion mit den Angestellten der jeweiligen Geschäfte an: Es ist genug für alle da!

Ich weiß, dass sich die meisten Nottulnerinnen und Nottulner daran halten, keine Hamsterkäufe zu unternehmen. Anders verhält es sich im Augenblick in Hessen. In Frankfurt und Hanau wollen die Stadtverwaltungen hart gegen Hamsterkäufer durchgreifen. Während man in Frankfurt mit einer entsprechenden amtlichen Verfügung auf die Vermeidung von Hamsterkäufen reagierte, wollen die Stadtväter von Hanau nötigenfalls die Polizei zu Hilfe holen.

Ich bin mir sicher, dass derartige Maßnahmen in Nottuln nicht nötig sein werden.

Außerdem freut es mich sehr, dass die Nottulnerinnen und Nottulner die neue Regelung, die das Land NRW am vergangenen Wochenende verfügt hat, so gut umsetzen. Unter anderem müssen demnach die Restaurants und viele Geschäfte geschlossen bleiben; das Haus soll man nur noch verlassen, wenn es unbedingt nötig ist; Zusammenkünfte oder Versammlungen mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten.

Die Nottulnerinnen und Nottulner ziehen mit, zeigen sich sehr solidarisch mit ihren Mitmenschen – gerade auch mit den Älteren.

Weil sie nicht rausgehen und lieber zu Hause bleiben, schützen sie sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Virus.

Dafür möchte ich Ihnen allen ein großes Lob aussprechen!

Durch Ihr und unser aller besonnenes Verhalten wird es uns gelingen, die Corona-Krise in den Griff zu bekommen und die Zahl der Ansteckungen zu verringern.

Haben Sie meinen herzlichen Dank dafür!“

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