Christophorus-Kliniken
Noch gibt es freie Betten

Nottuln/Dülmen -

Am Standort Dülmen haben die Christophorus-Kliniken die Behandlung von Corona-Patienten konzentriert. Dafür wurden die Behandlungskapazitäten erhöht.

Mittwoch, 01.04.2020, 19:15 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 19:30 Uhr
Der Eingang zu den Christophorus-Kliniken Dülmen. Am Standort Dülmen werden die Corona-Patienten versorgt.
Der Eingang zu den Christophorus-Kliniken Dülmen. Am Standort Dülmen werden die Corona-Patienten versorgt. Foto: Claudia Marcy

In den Christophorus-Kliniken mit den Standorten Coesfeld, Nottuln und Dülmen werden Patienten mit Coronavirus-Erkrankungen vor allem in Dülmen behandelt. „Noch“, so betont Thomas J. Hellmann , „gibt es hier freie Betten.“ Und selbst wenn sich das einmal ändert: „Wir haben einen Stufenplan erstellt. Das heißt, in dem Moment, wo unsere Kapazitäten aktuell erschöpft sind, gibt es Möglichkeiten, Stationen umzuorganisieren“, betont der Leiter der Kardiologie in Dülmen. „Das ist alles schon vorbereitet, sodass wir unsere Kapazitäten nach und nach steigern können, so wie der Bedarf da ist.“

Die Kliniken selbst haben sich nach eigenen Angaben intensiv auf die Behandlung von Corona-Patienten vorbereitet. So wurden alle planbaren Operationen, sofern vertretbar, abgesagt. „Zudem wurden für medizinisch nicht aufschiebbare Tätigkeiten wie insbesondere Notfall-OPs, die Behandlung von Krebserkrankungen, aber auch Geburten und Frühchen-Versorgung besondere Vorkehrungen getroffen“, erläutert Sprecherin Claudia Koller. Gleichzeitig wurden die Behandlungskapazitäten besonders für schwerkranke Corona-Patienten erhöht. Und: Durch die interne Verlegung von Patienten schufen die Kliniken weitere Kapazitäten.

Die Corona-Erkrankten, die derzeit in den Kliniken behandelt werden, kommen zum größten Teil aus dem Kreis Coesfeld. Die Infektion verlaufe bei ihnen mittelschwer bis schwer, berichtet das Krankenhaus. Zustand und Verlauf der Genesung seien von Patient zu Patient verschieden. Dies richte sich nach der Schwere der Erkrankung sowie nach körperlicher Verfassung und Vorerkrankungen. „Dementsprechend behandeln wir die Betroffenen individuell nach ihrem Bedarf, von einzelnen Sauerstoffgaben bis zur maximalen Intensivtherapie“, erklärt Hellmann.

Der Intensiv- und Notfallmediziner koordiniert im Team mit Martin Bökamp, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik 1, die Behandlung der Patienten mit Corona-Infektionen. Die Verdachtsfälle sind dabei von den gesicherten Corona-Patienten getrennt untergebracht – und beide wiederum vollständig unabhängig von den nicht-infektiösen Patienten.

Übrigens: Corona-Fälle (und Patienten mit Verdacht auf eine Infektion) kommen mit dem Rettungswagen direkt in den Isolierungsbereich, eingewiesene Patienten ebenfalls. Und der Rettungsdienst weiß, dass er mit Corona-Fällen das Dülmener Krankenhaus anfahren soll.

Hellmann spricht der Bevölkerung des Kreises insgesamt ein dickes Lob aus: „Die allermeisten wählen den richtigen Weg und rufen erst beim Hausarzt und Notdienst an. Kaum einer kommt noch zum Krankenhaus und möchte direkt bei uns untersucht werden.“

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