25 Jahre Seniorenpflegeheim Haus Margarete
„Leben Hand in Hand“

Nottuln -

Seit 25 Jahren gibt es das Seniorenheim Haus Margarete in Nottuln. Ein Jubiläumsfest war geplant, doch das Coronavirus bringt alles durcheinander.

Samstag, 04.04.2020, 11:01 Uhr aktualisiert: 04.04.2020, 11:20 Uhr
Seit 25 Jahren gibt es das Seniorenheim Haus Margarete an der Heriburgstraße in Nottuln.
Seit 25 Jahren gibt es das Seniorenheim Haus Margarete an der Heriburgstraße in Nottuln. Foto: Ludger Warnke

Eigentlich wollten Hubert und Daniela Lenter mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern feiern. Denn vor 25 Jahren, am 4. April 1995, ist das Seniorenpflegeheim Haus Margarete an der Heriburgstraße eröffnet worden. Doch das Coronavirus hat alle Jubiläumspläne zunächst einmal zunichte gemacht. „Auch bei uns herrschen strengste Hygienebestimmungen und Kontaktbeschränkungen“, berichtet Hubert Lenter. „Die Einrichtung ist bis auf Weiteres für Angehörige und Gäste geschlossen“, ergänzt Gattin Daniela.

Die Coronakrise ist für Bewohner und Mitarbeiter Belastung und Herausforderung zugleich. Natürlich vermissen die Senioren die Besuche Angehöriger. „Wir ermöglichen daher jetzt auch eine Videotelefonie über einen Tablet-PC“, berichtet Daniela Lenter.

Das Mitarbeiterteam um die Einrichtungsleitung Martin Kösters und Katharina Morgenthum, geb. Lenter, versieht auch in Coronazeiten hoch motiviert seine Arbeit und ist bestrebt, den Bewohnern und Bewohnerinnen „das Leben so schön wie möglich zu machen“, betont Familie Lenter. Dabei ist vor allem auch der Soziale Dienst gefordert, der in Corona-Zeiten natürlich keine Gemeinschaftsangebote mehr durchführen kann und daher bestrebt ist, mit einem individuell zugeschnittenen Angebot das Leben der Senioren anregend und abwechslungsreich zu gestalten. „Wir sind sehr froh, dass wir so engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und möchten ihnen ausdrücklich unseren Dank aussprechen“, betonen Hubert und Daniela Lenter.

Das vom Nottulner Architekten Friedrich Kramer geplante und 1995 eröffnete Seniorenpflegeheim war die zweite Einrichtung der Familie Lenter. Bereits am 1. August 1991 ging das Seniorenheim Haus Stevertal mit 36 Bewohnern in Betrieb.

Die Entscheidung für ein zweites Seniorenpflegeheim war goldrichtig, denn sowohl damals als auch heute ist die Nachfrage nach Plätzen groß. „Es gibt nach wie vor Wartelisten“, bestätigt Familie Lenter.

Das Haus Margarete verfügt heute über 64 Zimmer (56 Einzel- und acht Doppelzimmer), 72 Senioren leben hier. Die Zimmer verteilen sich auf drei Wohnebenen und bilden kleine Wohngruppen, in denen sich die Bewohner und das Personal sehr gut kennen und vertraut miteinander leben und arbeiten. Dieser vertrauensvolle Umgang sei „das Maß aller Dinge“, denn er steigere das Wohlbefinden eines jeden Beteiligten und passe damit auch zum Leitbild des Hauses Margarete: „Leben Hand in Hand“.

Im Jahr 2014 erfolgte ein Umbau und Anbau, sodass die Tagespflege Alte Mühle mit zehn Plätzen entstand. Die dort angebotenen Tagespflegeplätze werden ebenfalls stark nachgefragt. In der momentanen Corona-Situation ruht allerdings dieses Angebot. Wann die Heimaufsicht die Tagespflege wieder freigibt, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise ab.

Von Anfang an dabei: Christiane Webelspiep, Leiterin des Bereiches Hausreinigung, beging nun ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

Von Anfang an dabei: Christiane Webelspiep, Leiterin des Bereiches Hausreinigung, beging nun ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Foto: Haus Margarete

Erfreut ist Familie Lenter, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über viele Jahre und sogar Jahrzehnte dem Familienunternehmen die Treue halten. Für beide Häuser zusammen gibt es rund 140 Beschäftigte. Unter ihnen ist Christiane Webelsiep, Leiterin des Bereiches Hausreinigung. Sie ist seit 25 Jahren im Unternehmen und wurde dafür vor Kurzem auch geehrt.

Und bei einem Familienbetrieb verwundert es auch nicht, dass weitere Familienmitglieder dort beschäftigt sind. Neben Mutter Daniela arbeitet auch Tochter Jasmin in der Verwaltung mit. Tochter Christin ist im Sozialen Dienst und der Betreuung beschäftigt, Sohn Jens kümmert sich unter anderem um die Fahrdienste für Personen und Waren, und um den Einkauf.

Auch wenn wegen der Corona-Krise das 25-jährige Bestehen des Hauses Margarete nicht taggenau gefeiert werden kann, ersatzlos gestrichen werden soll das Jubiläum aber nicht. Da in diesem Jahr sowieso die komplette Erneuerung des Mobiliars im Bestandsgebäude an der Heriburgstraße ansteht, plant die Familie anschließend einen Tag der offenen Tür aus Anlass des Jubiläums, „vielleicht schon im Sommer“, hoffen Hubert und Daniela Lenter.

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