Friedensinitiative
„Geflüchteten Kindern helfen!“

Nottuln -

Die Nottulner FI hat an den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann geschrieben. Dieser möge sich in Berlin dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihre Zusage, 1600 Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen, jetzt wahr macht.

Montag, 06.04.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 18:40 Uhr
Flüchtlingskinder stehen vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos.
Flüchtlingskinder stehen vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. Foto: Panagiotis Balaskas/dpa

Es ist schon einige Zeit her. Da hat der Gemeinderat auf Initiative der Friedensinitiative Nottuln (FI) den Beschluss gefasst, in einem Brief an die Bundeskanzlerin deutlich zu machen, dass Nottuln bereit ist, weitere geflüchtete Menschen aufzunehmen. Darauf weist die FI noch einmal in einer Presseerklärung hin. Und gleichzeitig schrieb sie nun an den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann . Dieser möge sich in Berlin dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihre Zusage, 1600 Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen, jetzt wahr macht. Es gebe eine Aufnahmebereitschaft vieler Städte und Gemeinden in Deutschland und auch die Finanzierung der Überführung sei zum Teil geklärt. Heinz Böer für die FI an den Abgeordneten: „Nur die Bundesregierung blockiert noch. Setzen Sie sich bitte – nochmals – für ein Ende dieser Blockadehaltung ein!“

Die Lage der geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln spitze sich von Tag zu Tag zu. Böer: „Wir alle wissen um die grauenvollen Umstände, unter denen die Menschen in und um die Camps leben müssen. Es gibt keinerlei Schutz vor Gewalt, Krankheiten und psychischer und physischer Not. Die Europäische Union hat ihren Schwerpunkt allein auf bewaffnete Grenzsicherung gelegt.“ Und es gebe die ersten Meldungen über Coronafälle in griechischen Flüchtlingslagern.

Und dann berichtet die FI von der Initiative der Organisation Mission Lifeline eV. Diese habe die Hilfsmission „Charterflug Lesbos-Berlin für Kinder und Mütter“ für zunächst 50 bis 100 Menschen gestartet. Die Finanzierung sei gesichert. Böer: „Was fehlt, sind nur die Genehmigungen von Auswärtigem Amt und Bundesministerium des Inneren.“ Die FI hofft nun, dass sich Marc Henrichmann öffentlich und mit Nachdruck für den Evakuierungsflug einsetzt.

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