Bundestagsabgeordneter Henrichmann antwortet der FI
„Not der Kinder so schnell wie möglich lindern“

Nottuln -

Die Friedensinitiative hat dem CDU-Abgeordneten Marc Henrichmann einen Brief zur Lage der Kinder in den Flüchtlingslagern geschickt. Ihr Schicksal berühre auch ihn, betont Henrichmann. „Das Thema beschäftigt uns seit Monaten, und auch während der Corona-Krise finden dazu nahezu täglich Telefon-Konferenzen statt“, erklärt er.

Mittwoch, 08.04.2020, 17:33 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 18:40 Uhr
Marc Henrichmann, Bundestagsabgeordneter der CDU.
Marc Henrichmann, Bundestagsabgeordneter der CDU. Foto: Teamfoto Marquardt

50 unbegleitete und behandlungsbedürftige Kinder sollen kommende Woche aus griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland kommen. Dies betont der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in einer Antwort an die Friedensinitiative Nottuln (FI). „Wir setzen uns darüber hinaus weiter für eine europäische Gesamtlösung ein, um die Not so schnell wie möglich zu lindern“, unterstreicht der CDU-Innenpolitiker.

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das Kinderhilfswerk UNICEF der Vereinten Nationen können kurzfristig 50 Kinder benennen, die ausreisen sollen. Luxemburg nimmt zusätzlich zwölf unbegleitete Minderjährige auf. Zudem wollen acht weitere EU-Staaten Kinder aufnehmen. Dass sich dies wegen der Corona-Pandemie verzögere, bedauert Henrichmann. „Wir erwarten ganz klar, dass auch diese Länder ihre Zusage einhalten“, erklärt er.

Die Friedensinitiative hat dem CDU-Abgeordneten einen Brief zur Lage der Kinder in den Flüchtlingslagern geschickt. Ihr Schicksal berühre auch ihn, betont Henrichmann. „Das Thema beschäftigt uns seit Monaten, und auch während der Corona-Krise finden dazu nahezu täglich Telefon-Konferenzen statt“, erklärt er. „ Bundestag und Bundesregierung arbeiten gemeinsam mit der EU, den Mitgliedsstaaten und dem UNHCR an Lösungen.“

„Um die Bedingungen in den Lagern erträglicher zu machen, hat Deutschland mit den europäischen Partnern schon einiges unternommen und hilft auch weiterhin“, erklärt Henrichmann weiter. Beispielsweise habe die Bundesrepublik im Dezember Hilfsgüter im Wert von rund 1,6 Mio. Euro nach Griechenland geschickt, darunter Betten und Bettzeug. Im März folgten Feldbetten und Zelte im Wert von 2,4 Mio. Euro. Weitere Lieferungen seien geplant, auch habe das THW Hilfe angeboten.

Henrichmann weist außerdem darauf hin, dass Deutschland seinen Anteil an den zugesagten 1600 Plätzen, insbesondere für dringend behandlungsbedürftige Kinder, übernehmen werde. „Dies muss im europäischen Rahmen geschehen“, betont er und warnt vor einem Alleingang. Dieser wecke falsche Erwartungen. „Ich befürchte, dass wir dann in wenigen Wochen wieder steigende Zahlen in den Flüchtlingslagern bekommen und die Not vergrößern.“

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