FI-Osterspendenaktion
Rund 12 000 Euro für Menschen in Not

Nottuln -

Nottuln hilft – auch in Krisenzeiten. Die Osterspendenaktion der Friedensinitiative für „Ärzte ohne Grenzen“ ist super angelaufen. Und sie ist nötig, wie die FI betont.

Sonntag, 19.04.2020, 16:27 Uhr aktualisiert: 19.04.2020, 16:48 Uhr
In der Kinderklinik außerhalb des Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos durchlaufen geflüchtete Patienten (Kinder und schwangere Frauen) ein erstes Screening. Wenn sie Husten, Durchfall, Erbrechen oder Fieber zeigen, werden sie weiter untersucht.
In der Kinderklinik außerhalb des Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos durchlaufen geflüchtete Patienten (Kinder und schwangere Frauen) ein erstes Screening. Wenn sie Husten, Durchfall, Erbrechen oder Fieber zeigen, werden sie weiter untersucht. Foto: Peter Casaer/MSF

Auch in Nottuln sind alle – unterschiedlich stark – von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. Und dennoch denken viele Bürgerinnen und Bürger auch an die Menschen, für die durch das Virus eine Katastrophe droht, für die Menschen in den Flüchtlingslagern und Favelas dieser Welt. Dies zeigt die große Resonanz auf die Osterspendenaktion der Friedensinitiative Nottuln (FI).

Rund 12 000 Euro gingen in den ersten Tagen der Aktion auf das Spendenkonto der FI ein, Geld, das die FI umgehend an die Organisation „ Ärzte ohne Grenzen “ für ihren weltweiten Corona-Einsatz weiterleitete. Bis Ende April läuft die Spendenaktion für den Verein „Ärzte ohne Grenzen“ weiter.

„Ärzte ohne Grenzen“ leistet weltweit Hilfe in Sachen Corona. Schon jetzt unterstützen die Mediziner in mehr als 40 Ländern Menschen im Kampf gegen das Coronavirus. „Die Zahl der Infektionen steigt in den meisten Ländern noch immer exponentiell an. Kliniken sind überlastet und Gesundheitssysteme zunehmend überfordert“, schreibt die Organisation auf ihrer Internetseite.

Ein Beispiel: Nach der Bestätigung des ersten Covid-19-Falls im Jemen fordert „Ärzte ohne Grenzen“ die Behörden auf, medizinisches Material und humanitäre Helfer dringend ins Land zu lassen. Nach fünf Jahren Krieg sei das Gesundheitssystem zusammengebrochen. „Es müssen dringend mehr Schutzkleidung und Covid-19-Tests in den Jemen importiert werden, sowohl für das Gesundheitssystem als auch für humanitären Organisationen“, sagt Caroline Seguin, Leiterin von Projekten von „Ärzte ohne Grenzen“ im Jemen. „Die verschiedenen jemenitischen Behörden müssen auch die Einreise von wichtigem medizinischen und nicht medizinischen Personal internationaler Organisationen erlauben.“ Alle Länder müssten dazu beitragen, humanitären Helfern die Reise ins Land zu erleichtern.

Mit der Spendenaktion unterstützen die FI und viele Bürgerinnen und Bürger aus Nottuln und der Region diese wichtige Arbeit. „Im Vergleich zu den bevorstehenden Corona-Katastrophen in vielen Teilen der Welt geht es in Deutschland mit der Pandemie noch relativ gut“, so Norbert Wienke, Geschäftsführer der FI. „Bevor dort jede Hilfe zu spät kommt, wollen wir tun, was wir tun können.“

Für den weltweiten Corona-Hilfseinsatz der „Ärzte ohne Grenzen“ bittet die FI weiter um Spenden auf das Konto der Friedensinitiative Nottuln bei der Sparkasse Westmünsterland; IBAN: DE49 4015 4530 0082 5027 17; Stichwort „Ärzte ohne Grenzen“. In Absprache mit „Ärzte ohne Grenzen“ wird das Geld zeitnah transferiert. Abzugsfähige Spendenquittungen schickt die FI unaufgefordert zu, wenn bei der Überweisung Name und Anschrift mitgeteilt werden.

Der Spendenbrief und weitere Informationen finden sich im Internet auf www.fi-nottuln.de und www.aerzte-ohne-grenzen.de

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