Fridays for Future und Friedensinitiative
„Der Netzstreik fürs Klima war ein voller Erfolg“

Nottuln -

Großdemonstrationen mit vielen Menschen sind derzeit nicht erlaubt. Der Einsatz für mehr Klimaschutz hat sich ins Netz verlagert.

Sonntag, 26.04.2020, 18:11 Uhr aktualisiert: 26.04.2020, 18:18 Uhr
Gabriele und Carl Mense-Viehoff warben beim globalen Netzstreik fürs Klima für das Klimanetz Nottuln.
Gabriele und Carl Mense-Viehoff warben beim globalen Netzstreik fürs Klima für das Klimanetz Nottuln. Foto: Friedensinitiative Nottuln

Anika Erfmann , Fridays-for-Future-Aktivistin aus Nottuln, freut sich: „Der Netzstreik fürs Klima war ein voller Erfolg. Aus ganz Deutschland haben sich Menschen beim bundesweiten Netzstreik vernetzt und geschworen nicht aufzugeben, solange echte Klimagerechtigkeit nicht erreicht ist.“ Am Freitag hatte Fridays for Future (FFF) zum fünften globalen Klimastreik aufgerufen und auf der ganzen Welt wurde dieser Aufruf befolgt. Coronabedingt konnte dieser Streik nur im Internet stattfinden. Mehrere zehntausend Aktivitäten sind bundesweit in der Netzkarte von FFF eingetragen, fast 200 Aktivitäten im Kreis Coesfeld, davon 22 in der Gemeinde Nottuln.

Barbara und Hermann Tieke-Mürmann beteiligten sich am globalen Netzstreik fürs Klima mit einem selbstgemalten Plakat.

Barbara und Hermann Tieke-Mürmann beteiligten sich am globalen Netzstreik fürs Klima mit einem selbstgemalten Plakat. Foto: Friedensinitiative Nottuln

Den ganzen Tag verfolgten Zehntausende den Livestream von FFF, in dem über Aktivitäten in ganz Deutschland berichtet wurde. Auch Prominente traten in dem Livestream auf, so der Moderator Eckart von Hirschhausen, die Sänger Clueso und Lena, die Schauspielerin Katja Riemann. Alle mahnten, jetzt nicht nachzulassen beim Schutz des Klimas. Und immer wieder spielte die aktuelle Coronakrise in den Stellungnahmen und den vielen Transparenten und selbstgemalten Schildern eine Rolle: „Die Reaktion auf Covid-19 muss nachhaltig und sozial fair sein“, heißt es in einer Pressemitteilung von FFF. „Das heißt: kein Geld für fossile Brennstoffe.“ Und: „Fight every Crisis!“.

In Nottuln hatte auch die Friedensinitiative (FI) zum Netzstreik aufgerufen. So schrieb Heinz Böer (FI) auf seinem Plakat: „Corona – Krise für ein Jahr. Umwelt – Krise ein Leben lang!“ Und Barbara und Hermann Tieke-Mürmann schrieben: „Wenn wir auch Corona können, können wir auch Klima & Krieg!“

Weitere Fotos sind auf der Facebook-Seite der FI Nottuln. Die jungen Leute von Fridays for Future haben auf Instagram unter „#NetzstreikFürsKlima“ ihre Dokumentation des Netzstreiks.

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