Kirchengemeinde St. Martin
Alle drei Ferienlager sind abgesagt

Nottuln -

Die Corona-Pandemie führt zu weiteren Absagen. Jetzt hat die Kirchengemeinde St. Martin alle ihre Sommerferienlager abgesagt. Allen Beteiligten sei klar gewesen, wie wichtig die Fahrten besonders in diesem Jahr sind.

Dienstag, 05.05.2020, 07:12 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 07:20 Uhr
Die niederländischen Nordseeinseln sind bekannt für ihre Strände. Das Ferienlager in Ameland hat die Kirchengemeinde St. Martin ebenso wie die beiden anderen Ferienlager abgesagt.
Die niederländischen Nordseeinseln sind bekannt für ihre Strände. Das Ferienlager in Ameland hat die Kirchengemeinde St. Martin ebenso wie die beiden anderen Ferienlager abgesagt. Foto: Christoph Driessen/dpa

Insgesamt 216 Kinder aus Schapdetten, Appelhülsen und Nottuln haben sich ganz besonders auf den kommenden Sommer gefreut: Sie waren angemeldet für eines der drei Ferienlager der Kirchengemeinde St. Martin. Das Osnabrücker Land, das Sauerland und die Nordseeinsel Ameland waren die Ziele.

Doch nun ist die große Vorfreude vorbei: Wegen der Corona-Pandemie hat die Kirchengemeinde alle drei Ferienlager abgesagt, teilte Pfarrdechant Norbert Caßens mit. Die betroffenen Familien wurden zwischenzeitlich per E-Mail informiert.

Die „weitreichende Entscheidung“, wie der Pfarrdechant sie nennt, wurde am vergangenen Donnerstagabend getroffen, als Klaus Ahlers vom Kirchenvorstand, Dominik Bomholt vom Ferienlager des Panamateams Appelhülsen, Julia Greving vom Ferienlager Schapdetten und Jann Schnier vom Ferienlager Ameland aus Nottuln (alle drei jeweils mit Stellvertreterinnen) und Pfarrdechant Caßens die Situation besprachen. Allen Beteiligten sei klar gewesen, wie wichtig die Fahrten besonders in diesem Jahr sind. Wichtig für Eltern und Kinder, um mal voneinander „Pause“ zu haben, und um mal endlich wieder eine unbeschwerte Zeit, ein schönes Miteinander zu erleben.

„Ehrlich und auf Augenhöhe“, so der Pfarrdechant, habe man die Situation besprochen. Gemeinsam sei man zu der Entscheidung gekommen, alle drei Ferienfreizeiten für 2020 abzusagen. „Das ist schlimm und tut uns unendlich leid, sowohl für die Teilnehmenden und ihre Familien als auch für die Koch- und Leitungsteams“, heißt es im Brief der Kirchengemeinde an die Familien.

Die notwendigen Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabstände seien im Lager-Alltag am wenigsten zu gewährleisten. Wer wolle die Verantwortung tragen, wenn wirklich etwas „passiert“? Dazu kommt, so schildert die Kirchengemeinde weiter, dass wegen der „Ausbremsung“ durch die Pandemie die vielen Vorbereitungen für eine gelungene Ferienfreizeit wie auch die Treffen und die notwendigen Schulungen vorher nicht mehr durchführbar seien. Zumal immer mehr Betreuer und Betreuerinnen absagen, weil sie beruflich keinen (Sonder-)Urlaub mehr bekommen bzw. Klausuren im Studiensemester zeitlich nach hinten in die Zeit der Ferienlager verschoben wurden.

Pfarrdechant Caßens: „Auch im Namen der Lagerleitungen kann ich nur wiederholen, wie sehr uns die Absage leid tut. ... Wir hoffen sehr, dass es für die Kinder andere Möglichkeiten gibt, die sich dann ergeben, sich in den Wochen der Schulferien zu erholen und die Freude am Leben zu genießen.“

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