Eichenprozessionsspinner
Kein Biozid-Einsatz in Nottuln

Nottuln -

Die Stadt Münster bekämpft derzeit mit einem Biozid die Larven des Eichenprozessionsspinners. Die Gemeinde Nottuln verzichtet darauf, was am Dienstagabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung zu einer Diskussion führte.

Mittwoch, 06.05.2020, 20:13 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 16:18 Uhr
Noch haben die Larven des Eichenprozessionsspinners keine solchen Brennhaare. Doch das wird sich bald ändern.
Noch haben die Larven des Eichenprozessionsspinners keine solchen Brennhaare. Doch das wird sich bald ändern. Foto: Große Hüttmann

Hartmut Rulle ( CDU ) kritisierte den Verzicht auf den Biozideinsatz und forderte die Verwaltung energisch auf, in dem noch verbleibenden Zeitfenster von rund zwei Wochen Biozide einzusetzen. Es gebe heute ein gutes Mittel, bei dem negative Folgewirkungen sehr gering seien. In der Güterabwägung zwischen dem Schutz der Gesundheit der Bürger und den Folgen des Biozideinsatzes spreche sich die CDU für den Biozideinsatz aus. Zudem sei dieses Vorgehen wahrscheinlich im Endeffekt auch preiswerter für die Gemeinde.

Bei dem in Frage kommenden Mittel handelt es sich nach Aussage von Dr. Susanne Diekmann (Grüne) um ein Mittel zur „biologischen Schädlingsbekämpfung“.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke erinnerte daran, dass man sich vor zwei Jahren darauf verständigt habe, auf Biozide zu verzichten. Daran habe sich die Verwaltung auch gehalten.

Einen formellen Antrag, wonach die Gemeinde zum sofortigen Biozideinsatz verpflichtet wird, zog Hartmut Rulle zurück. Rechtsrat Stefan Kohaus sah rechtliche Probleme, versprach aber eine intensive Prüfung, ob die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit dem Biozid noch kurzfristig organisiert werden kann.

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