Schützenverein Gemütlichkeit Stevern
Zeichen der Verbundenheit setzen

Nottuln -

Zehn Jahre nach den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Schützenvereins „Gemütlichkeit“ Stevern bleibt das Stevertal in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie schützenfestfrei.

Samstag, 16.05.2020, 11:52 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 11:58 Uhr
An den Zufahrten zum Stevertal hat der Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern diese Hinweistafeln aufgestellt.
An den Zufahrten zum Stevertal hat der Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern diese Hinweistafeln aufgestellt. Foto: Gemütlichkeit Stevern

Auf ein Zeichen der Verbundenheit und Anteilnahme soll gleichwohl nicht verzichtet werden. In einem „Offenen Brief“ an alle Mitglieder der Gemütlichkeit, an die Mitglieder der befreundeten Schützenvereine und Bruderschaften sowie an alle Bürger, die sich der Gemütlichkeit Stevern verbunden fühlen, bittet 1. Vorsitzender Ludger Gorke darum, am Mittwoch (20. Mai) vor Christi Himmelfahrt die Hausfahnen hervorzuholen und aufzuhängen. „Es soll ein Zeichen unserer Verbundenheit sein und zur Ehre und zum Gedenken unserer lieben verstorbenen Mitglieder der ‚Gemütlichkeit‘“, schreibt Gorke.

Der Vorsitzende erinnert daran, dass ein Virus, das in China seinen Anfang nahm, die Welt und somit auch auch das Leben in der Gemeinde und im Stevertal zum Stillstand gebracht habe. Viele Menschen erkranken, den Ärzten und Pflegern, die sich bis zur Erschöpfung um die Erkrankten kümmern, spricht Gorke seinen Dank aus.

Was zur lieben Gewohnheit geworden sei, das sei auf einmal ganz anders. „Viele Festlichkeiten, besonders zu Ostern und zum 1. Mai, der Schul- und Kita-Besuch, Fußball, Hochzeiten, Urlaub und vieles mehr war von Heute auf Morgen nicht mehr möglich. Auch die schönen Festtage im Stevertal und die schönen Schützenfeste unserer Nachbarvereine fallen dem Virus zum Opfer. Keine Freunde treffen, kein Gedankenaustausch, all dieses ist nicht mehr möglich. Traurig“, fasst der Vorsitzende der Gemütlichkeit zusammen.

Die Entscheidung, das Schützenfest abzusagen, sei nicht leicht gewesen. Die Gedanken seien beim Festwirt Albert Fimpeler, der den Verein nunmehr 40 Jahre bestens bewirtet habe, bei den Musikzügen, den Tanzkapellen, dem Vereinswirt Arno Arning. Zur Absage des Festes habe es keine Alternative gegeben, die Gesundheit gehe vor, erläutert Ludger Gorke und verweist auf eine Aussage von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: „Es geht um Leben und Tod.“

Den Mai und das Schützenfest aber gänzlich zu ignorieren, sei nicht in seinem Sinne. Gorke: „Darum haben wir uns dazu entschlossen, an den Ortseingängen zum Stevertal jeweils eine Hinweistafel aufzustellen, dass an unseren Verein und unsere Festwoche erinnert. Des Weiteren wird am Ehrenmal die Fahne aufgestellt und werden die grün-weißen Fähnchen aufgehängt. Am Schützenfest-Sonntag (24. Mai), der für uns ausfällt, soll im kleinen Kreis unserer Lebenden und Verstorbenen gedacht werden, besonders jenen, deren Licht im letzten Jahr erloschen ist. Aber auch allen, die an dem Virus verstorben sind.“ Dazu dann passend die Bitte des Vorsitzenden, ab Mittwoch die Hausfahnen als Zeichen der Verbundenheit aufzuhängen.

Ludger Gorke wünscht abschließend allen Mut und Zuversicht, Gottvertrauen und Gesundheit. „Dann können wir 2021 vielleicht ein umso schöneres Schützenfest feiern!“

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