Rupert-Neudeck-Gymnasium
Ab Dienstag kehren alle Schüler zurück

Nottuln -

Das Nottulner Gymnasium sieht sich gut gerüstet für den Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien. Die Vorbereitungen waren aber nicht einfach, wie Schulleiter Holger Siegler und seine Stellvertreterin Jutta Glanemann berichten.

Freitag, 22.05.2020, 17:16 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 19:22 Uhr
Ungewohntes Bild in der Mehrzweckhalle am Rupert-Neudeck-Gymnasium: Die Abiturienten schreiben ihre Abiklausuren.
Ungewohntes Bild in der Mehrzweckhalle am Rupert-Neudeck-Gymnasium: Die Abiturienten schreiben ihre Abiklausuren. Foto: Rupert-Neudeck-Gymnasium

Endlich kehrt wieder ein Stück mehr Normalität in die Schule ein, freut sich das Rupert-Neudeck-Gymnasium (RNG). „Ab Dienstag (26. Mai) wird die Hauptphase der Abiturprüfungen beendet sein und die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 kehren an die Schule zurück. Parallel dazu wird das Abitur mit den Nachschreibeklausuren und den mündlichen Prüfungen fortgesetzt“, berichtet die Schulleitung.

Allerdings wird alles anders als sonst sein: Wie von Schulministerin Gebauer angeordnet, sollen die Schüler bis zu den Sommerferien wenigstens noch für einige, „rollierende“ Präsenztage die Schule besuchen. Jede Jahrgangsstufe wird daher an einem Tag die Woche in der Schule sein.

Seit den Osterferien waren schrittweise der aktuelle Abiturjahrgang und dann die Abschlussjahrgänge der nächsten beiden Jahre an die Schule zurückgekehrt – zusätzlich folgt nun also die gesamte Sekundarstufe I. Die Schule sieht sich gut gerüstet: „Wir haben alle Vorgaben des Landes nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt“, betont Schulleiter Holger Siegler . Bei Ungereimtheiten oder Unsicherheiten im Hinblick auf die Durchsetzbarkeit der Hygiene- und Abstandsvorschriften standen die Gemeinde Nottuln und auch die Bezirksregierung Münster mit Rat und Tat zur Seite. „Die Vorgaben sind vielfältig und trotz unserer optimalen Situation, was unsere Räume angeht, nicht immer einfach umsetzbar“, erläutert Sieglers Stellvertreterin, Jutta Glanemann . So dürfen zum Beispiel Lerngruppen nicht geteilt werden und in verschiedenen Schichten die Klassen- und Kursräume nutzen: „Ein Schichtbetrieb ist nicht zulässig“, so Holger Siegler, „deswegen nutzen wir die größten Räume unserer Schule, damit immer nur eine Klasse am Tag einen Raum nutzt.“ Danach muss erst wieder gereinigt und desinfiziert werden. Das bedeutet eben auch, dass zum Beispiel alle drei Sporthallenteile und das Forum für den Unterricht genutzt und dementsprechend eingerichtet werden müssen.

Dieses Verfahren hat aber auch noch einen anderen Grund: „Nach so vielen Wochen ohne Mitschüler und Lehrer kommt es entscheidend darauf an, den Schülern wieder ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und dass sie sich in ihrer Gruppe aufgehoben fühlen“, sagt Jutta Glanemann. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die letzte Zeit aufarbeiten, beisammen sein können und sich einfach ein Stück vom normalen Alltag zurückholen“, verdeutlicht Holger Siegler.

Auch im Hinblick auf die Personaldecke bei den Lehrern wird es eng: Derzeit zählen Lehrer, die 60 und älter sind, zur Risikogruppe im Umgang mit Kindern. „Außerdem haben wir auch Kolleginnen und Kollegen an unserer Schule, die Covid-19-relevante Vorerkrankungen haben und deshalb zu Hause bleiben müssen“, so Siegler, „da müssen wir auch mit unserem Lehrereinsatz jonglieren.“

Das Lernen auf Distanz geht weiter, denn alle Schülerinnen und Schüler sind ja nur noch tageweise bis zu den Ferien in der Schule. „Wie es im neuen Schuljahr weitergeht, ob der Wechsel von Distanzlernen und Präsenzunterricht vielleicht über eine längere Zeit unsere schulische Realität werden wird, vermag derzeit noch keiner vorherzusagen“, sagt Jutta Glanemann.

Jetzt gilt es, den Wiederbeginn des Präsenzunterrichts für alle gut umzusetzen: Die Eltern sind über die Stundenpläne ihrer Kinder informiert worden. Das Kollegium und alle Mitarbeiter des Gymnasiums freuen sich über die Rückkehr der Schülerinnen und Schüler, denn: „Schule ohne Schüler: Das geht einfach nicht!“

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