Nonnenbachbrücke: Anlieger sorgen sich
„Direkter Zugang zum Ortskern muss bleiben“

Nottuln -

Nicht nur Teile der Politik sehen die bislang vorgestellten Entwürfe für den Neubau der Nonnenbachbrücke kritisch. Auch die Anwohner haben große Sorgen, wie jetzt bei einem Treffen deutlich wurde.

Freitag, 22.05.2020, 19:19 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 19:24 Uhr
Bei einem Treffen am Mittwochabend diskutierten die Anlieger im Ortskern sehr kritisch die bisherigen Ideen zum Neubau der Nonnenbachbrücke.
Bei einem Treffen am Mittwochabend diskutierten die Anlieger im Ortskern sehr kritisch die bisherigen Ideen zum Neubau der Nonnenbachbrücke. Foto: Sammlung Robert Menke

Die bislang vorgestellten Ideen für den Neubau der Nonnenbachbrücke im Nottulner Ortskern und für die Neuordnung der Verkehrsbeziehungen in diesem Bereich (wir berichteten) haben bei den Anliegern große Sorgen ausgelöst. Am Mittwochabend trafen sich daher private und gewerbliche Anwohner und Anwohnerinnen von Kurze Straße, Kirchstraße, Kirchplatz und Stiftsplatz zu einem Meinungsaustausch direkt vor Ort. Und die Stimmungslage war schnell geklärt: „Wir fordern die Sanierung der Nonnenbachbrücke durch eine Bachunterführung. Wir sind strikt gegen einen Neubau der Brücke!“, fassten die Anwohner ihre Meinung zusammen.

Enorm wichtig ist aus Sicht der Anlieger: „Die Verkehrswege müssen in ihrer jetzigen Form unbedingt erhalten bleiben!“ Alle Bürger aus Nottuln, Appelhülsen, Darup, Schapdetten und den Bauerschaften sowie die Touristen müssen den Ortskern ohne Umwege besuchen können. Bisherige Einschränkungen durch vorhergegangene Umbaumaßnahmen hätten gezeigt, dass die Besucherzahlen in allen Bereichen drastisch zurückgegangen sind, berichteten die Anwohner.

Nicht zuletzt benötigten gerade auch ältere und gehbehinderte Personen kurze Wege zu den Ärzten und zum Gottesdienst, zu den Behörden, zum Einkauf auf dem Wochenmarkt und in den Geschäften, zum Besuch der Restaurants und der Gaststätten. „Für alle muss der direkte Zugang zum Ortskern möglich sein“, betonen die Anlieger und fordern daher eine Planung, die dies berücksichtigt.

Die Anwohner möchten nun schnellstmöglich einen Termin mit Fachbereichsleiter Jonas Sonntag von der Gemeindeverwaltung und mit einem Vertreter der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Coesfeld erreichen, um ihre Sorgen zu schildern und auch Vorschläge zu machen, wie eine Lösung aussehen könnte.

Von den Nottulner Grünen werden die bislang vorgestellten Entwürfe für diesen Bereich kritisch gesehen, wie aus einer ersten Stellungnahme der Grünen-Ratsfraktion hervorgeht. „Um zu einer Entscheidung zu kommen, die von der Nachbarschaft und der Bevölkerung getragen wird, ist eine ergebnisoffene frühe Bürgerbeteiligung für uns unerlässlich“, betonen die Grünen. „Wir hoffen auf weitere für uns vielleicht entscheidende Argumente, die wir nicht unberücksichtigt lassen wollen. Wir denken zudem, dass wird den Gewerbetreibenden im Ortskern in ihren Wünschen und Vorstellungen weit entgegenkommen sollten, um ihre Existenz nicht weiter zu gefährden.“

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