Hochwasserschutz Appelhülsen
„Der Stever ein neues Gesicht geben“

Appelhülsen -

Der Hochwasserschutz für Appelhülsen kommt wieder auf die politische Tagesordnung. Eine aktuelle Verwaltungsvorlage dazu wird von der CDU begrüßt.

Freitag, 05.06.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 20:00 Uhr
Das Infoschild über die Hochwasserschutzmaßnahmen in Appelhülsen ist in die Jahre gekommen. Die CDU fordert neue Maßnahmen, die den Hochwasserschutz für den Ort verbessern.
Das Infoschild über die Hochwasserschutzmaßnahmen in Appelhülsen ist in die Jahre gekommen. Die CDU fordert neue Maßnahmen, die den Hochwasserschutz für den Ort verbessern. Foto: CDU Appelhülsen

Am Montag (8. Juni) um 17.30 Uhr wird im Gemeindeentwicklungsausschuss (Schulze Frenkings Hof) auf Antrag der CDU neuerlich über das Thema Hochwasserschutz Appelhülsen gesprochen. In einer Pressemitteilung erklärt die CDU, dieses Thema sei so alt wie die entsprechende Hinweistafel am Roggenbach in Appelhülsen: „Hier baut die Gemeinde Nottuln mit Zuschüssen des Landes NRW Hochwasserschutzmaßnahmen für die Ortslage Appelhülsen“ ist auf dem mannshohen Schild zu lesen. Die Buchstaben sind bereits stark verwittert und belegen: Nach Beginn der Baumaßnahmen Anfang der 2000er-Jahre sind einige Jahre und viele Hochwässer über das Projekt am Rande von Appelhülsen gegangen. „Mehr schlecht als recht. Aber irgendwie funktioniert der Hochwasserschutz aufgrund des damaligen Maßnahmenbündels. Dennoch ist das Projekt wie das Hinweisschild in die Jahre gekommen und muss auf neue Füße gestellt werden“, fordert deshalb Markus Böker, Vorsitzender der CDU Appelhülsen.

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat hat deshalb das letzte Hochwasser am 24. Februar zum Anlass genommen, um zum wiederholten Male eine Optimierung des Hochwasserschutzes für Appelhülsen zu fordern (wir berichteten). So soll insbesondere das Streichwehr von der Stever zum Roggenbach abgesenkt werden, um mehr Hochwasser um die Ortslage Appelhülsen herumzuleiten und den Steverdurchlass unter dem Bahndamm zu entlasten. Außerdem soll die Stever zwischen Autobahn und Bahngleisen renaturiert werden, um auf diese Weise natürliche Überflutungsflächen zu schaffen.

Diese neuen Maßnahmen würden weit über das bisherige Schutzprogramm hinausgehen und zudem den Natur- und Artenschutz im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie fördern. Arnd Rutenbeck aus dem CDU-Vorstand: „Der Stever-Flusslauf soll um mehrere Retentionsflächen erweitert werden. Hier kann sich die Stever ihr Bett dann selbst suchen und es werden neue Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen geschaffen. In der Nachbarschaft haben Senden und Olfen der Stever auf diese Weise ein völlig neues Gesicht gegeben“.

Die CDU-Fraktion begrüßt deshalb die Verwaltungsvorlage und eine Machbarkeitsstudie zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Appelhülsen.

Ein Planungsbüro aus Osnabrück komme hierin zum Ergebnis, dass durch eine Absenkung des Streichwehrs um 90 cm zum Roggenbach der Hochwasserschutz für die Ortslage verbessert werden könne, ohne am Roggenbach die Hochwassergefahr signifikant zu erhöhen. Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle: „Wir sehen uns in unserer Einschätzung durch die Machbarkeitsstudie eindrucksvoll bestätigt: Das Streichwehr sollte abgesenkt werden. Die Bürgerschaft in Appelhülsen wird das sehr begrüßen“.

Die CDU sieht ihre Forderungen damit jedoch nur zum Teil als erfüllt. Sie will weiterhin beharrlich an dem Projekt Stever-Renaturierung festhalten. Hartmut Rulle: „2021 oder 2022 wollen wir in Appelhülsen ein völlig neues Schild aufstellen: Europäische Union und Land NRW fördern die Renaturierung der Stever in der Ortslage Appelhülsen.“

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