Rupert-Neudeck-Gymnasium
Mehr Chancen für Kinder und Jugendliche

Nottuln -

Das Rupert-Neudeck-Gymnasium ist eine neue Kooperation eingegangen. Davon profitieren die Schüler der sogenannten Sprachförderklasse.

Samstag, 06.06.2020, 10:07 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 10:20 Uhr
Über die Kooperationsvereinbarung freuen sich (v.l.): Jutta Glanemann (stellv. Schulleiterin), Anja Hölscher (Beraterin für interkulturelle Schulentwicklung am KI in Coesfeld) und Christine Kuthe (Koordinatorin der Sprachförderung am Rupert-Neudeck-Gymnasium).
Über die Kooperationsvereinbarung freuen sich (v.l.): Jutta Glanemann (stellv. Schulleiterin), Anja Hölscher (Beraterin für interkulturelle Schulentwicklung am KI in Coesfeld) und Christine Kuthe (Koordinatorin der Sprachförderung am Rupert-Neudeck-Gymnasium). Foto: RNG Nottuln

Am Rupert-Neudeck-Gymnasium ist die Freude groß. Die Schule ist eine neue Kooperation mit dem Kommunalem Integrationszentrum (KI) des Kreises Coesfeld und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster eingegangen. Am Donnerstag wurde die Kooperation offiziell besiegelt, berichtete Jutta Glanemann , stellvertretende Schulleiterin.

Der Hintergrund: Das Rupert-Neudeck-Gymnasium beschult seit 2015 mit großem Engagement geflüchtete und neu zugewanderte Kinder und Jugendliche im Rahmen der sprachlichen Erstförderung. Kinder und Jugendliche, die älter als zehn Jahre alt sind, haben damit die Möglichkeit, vor Ort beschult zu werden und Deutsch zu lernen.

Seit 2018 wird die sogenannte Sprachförderklasse neben den Klassenlehrerinnen Christine Kuthe und Sarah Tenberge auch von Freiwillen im Bundesfreiwilligendienst unterstützt, die bei der Gemeinde Nottuln angestellt sind. Schon die Mitarbeit dieser Bundesfreiwilligendienstleistenden stelle eine große Bereicherung in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen dar, zumal die jungen Erwachsenen, die diesen Dienst tun, näher an den Schülern dran seien, berichtet die Schule.

Wegen der ohnehin schon engen Verzahnung des Gymnasiums mit dem KI in Coesfeld wird dieses Konzept der Beschulung jetzt noch erweitert und inhaltlich vertieft werden: ab dem Schuljahr 20/21 kooperiert das Rupert-Neudeck-Gymnasium mit der Uni Münster und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Coesfeld in dem Projekt „Sprachbildung nach dem Modell Mercator“.

Ziel dieses Projektes ist, „ . . ., dass eine gezielte und individuelle sprachliche Förderung dazu beitragen soll, die Bildungs- und Ausbildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern“, so die Stiftung Mercator. Zur Verwirklichung dieses Zieles erhalten Studierende des Lehramtes an der WWU Gelegenheit, eigenverantwortlich Unterrichts- und Schulpraxis in der Sprachförderklasse kennenzulernen und die Kollegen in der Klasse zu unterstützen. Ab August wird also eine Studierende aus Münster das Team der Sprachförderklasse für ein Schuljahr unterstützen und dabei von der Uni und vom KI begleitet.

„Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung der Arbeit unserer Kollegen in der Sprachförderklasse, die durch diese Kooperation ausgedrückt wird“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Jutta Glanemann. „Und letztendlich entsteht aus mehr Personal auch mehr Unterricht und damit entstehen mehr Chancen für die Kinder und Jugendlichen!“

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