Neubau Nonnenbachbrücke
„Frühzeitige Bürgerbeteiligung ist sinnvoll“

Nottuln -

Der Neubau der Nonnenbachbrücke beschäftigt die Anlieger. Bei einem Treffen mit der CDU brachten sie Bedenken und Sorgen vor.

Samstag, 06.06.2020, 12:09 Uhr
Zahlreiche Ortskernanlieger trafen sich mit der CDU.
Zahlreiche Ortskernanlieger trafen sich mit der CDU. Foto: CDU

Der Ortskern muss auch mit Fahrzeugen erreichbar bleiben, bestehende Verkehrsbeziehungen sollen erhalten bleiben und die Aufenthaltsqualität darf nicht leiden. Das sind die Wünsche, die die Anlieger des Ortskerns der CDU-Fraktion bei einem Ortstermin am Donnerstagabend mit auf den Weg gaben. „Uns ist wichtig“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle , „hier vorab das ungefilterte Stimmungsbild der Hauptbetroffenen aufzunehmen.“

Gerade für die Gewerbetreibenden sei es wichtig, die Kurze Straße nicht abzubinden, erklärt die CDU in einer Pressemitteilung. Viele Kunden aus den umliegenden Orten haben den Wunsch, mit dem Auto möglichst nah an die Einkaufsstätte fahren zu können, berichteten die Geschäftsinhaber.

„Jeder kleine Eingriff, der an dieser Ecke vorgenommen wird, hat im 500-Meter-Umkreis an anderer Stelle im Dorf wieder Auswirkungen“, warnte Dirk Kentrup und riet dazu, die Verkehrsbeziehungen nicht zu verändern.

Sorge um den Erhalt seiner Außengastronomie äußerte Robert Menke (Ratsschänke). Eine der Planvarianten sieht einen Straßenverlauf quer durch seinen Biergarten mit Fällung von zwei Platanen dort vor. „Es macht überhaupt keinen Sinn, hier die jungen, gesunden Bäume für eine Straße zu opfern, während wir uns unten an der Stiftsstraße gerade für den Erhalt der Platanen entschieden haben“, sagte Georg Schulze Bisping. Außerdem widerspreche das auch dem Ziel, mehr Aufenthaltsqualität ins Dorf zu holen.

Um die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bekommen, will die CDU am Montag (8. Juni), wenn sich der Ausschuss für Gemeindeentwicklung mit dem Thema beschäftigt, die verschiedenen Aspekte in die Diskussion einbringen. Auch die Anregung eines Anliegers, die Brücke schmal zu bauen und dann nur wechselseitigen Verkehr zuzulassen, schien interessant. Den Autoverkehr abzubinden oder auszuschließen, lehnt die CDU genau so ab wie den Verkehr in in eine „Mausefalle“ zu führen, die letztlich Chaos auslösen würde.

Die CDU könne sich den Bedenken und Sorgen der Anlieger gut anschließen. Hartmut Rulle: „Eine frühzeitige, breite Bürgerbeteiligung ist deshalb wünschenswert und sinnvoll.“

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