CDU-Gemeindeverband stellte Ratkandidatinnen und Ratskandidaten auf
Ziel: Alle Mandate direkt gewinnen

Nottuln -

Die CDU geht mit großem Optimismus in die Kommunalwahlen. Sie will 40 Prozent plus X holen, schwor Gemeindeverbandsvorsitzender Dirk Mannwald seine Parteifreunde ein.

Donnerstag, 18.06.2020, 19:23 Uhr
Mit dieser Mannschaft wirbt die CDU in der Gemeinde Nottuln bei den kommenden Kommunalwahlen um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Links am Bildrand Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (2.v.l.) und der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Rulle (4.v.l.), der als Spitzenkandidat die Parteiliste anführt.
Mit dieser Mannschaft wirbt die CDU in der Gemeinde Nottuln bei den kommenden Kommunalwahlen um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Links am Bildrand Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (2.v.l.) und der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Rulle (4.v.l.), der als Spitzenkandidat die Parteiliste anführt. Foto: Ludger Warnke

Die CDU in der Gemeinde Nottuln geht hoch motiviert in den Kommunalwahlkampf. In der Mitgliederversammlung zur Nominierung der Ratskandidaten am Mittwochabend im Saal Denter gab es lauter einvernehmliche Entscheidungen. Spitzenkandidat seiner Partei auf Listenplatz 1 ist der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Rulle aus Appelhülsen. Mit viel Beifall bedacht wurde Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes aus Schapdetten, der gleich mehrmals im Laufe der Versammlung gelobt wurde. Viel Beifall gab es auch für Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr aus Darup. Er kann mit einem einstimmigen Votum „seines“ Gemeindeverbandes in den am Samstag stattfindenden Nominierungsparteitag der Kreis-CDU gehen.

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dirk Mannwald (Nottuln) sprach zum Abschluss der Versammlung von starken Kandidaten, die für Kontinuität und Zukunftsausrichtung stehen. Und mit Blick auf das in der Versammlung einstimmig verabschiedete Kommunalwahlprogramm „Wir gestalten Zukunft!“ reklamierte Mannwald für die CDU, die richtigen Antworten und das richtige Personal zu haben. Die CDU stehe für Verlässlichkeit, Fairness und Bürgernähe.

Klar gesteckt sind die Wahlziele: Die CDU wolle alle 16 Ratsmandate in den Wahlbezirken erringen, wolle wieder stärkste Fraktion werden und werbe für ein Ergebnis von 40 Prozent plus X, betonte Mannwald.

42 stimmberechtigte Mitglieder waren zu der Versammlung erschienen, die natürlich unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen stattfand. In seiner Begrüßung zog der Vorsitzende ein positives Resümee der bisherigen Arbeit. Er erinnerte unter anderem an die gemeinsame Bürgermeisterkandidatensuche mit Grünen und FDP, an das mit FDP und Grünen beschlossene Sportstättenkonzept, an die Verdoppelung des Kulturetats. „Die CDU hat eine hohe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung“, betonte Mannwald.

Von vielen Formalien geprägt war die geheime Wahl der Ratskandidaten. Für Auflockerung sorgten die persönlichen Vorstellungen, bei denen vor allem die Neuen unter den Kandidaten mit hoch spannenden Biografien und Qualifikationen aufwarteten. Den einvernehmlichen Entscheidungen zu den örtlichen Kandidaten folgten einvernehmliche Entscheidungen zu den Besetzungsvorschlägen für die Kreiswahlbezirke. Die letzte Entscheidung trifft der Kreisparteitag am Samstag in Coesfeld. Vorgeschlagen für den Kreistagswahlbezirk XX (Ortslage Nottuln) wurde Josef Lütkecosmann (persönlicher Vertreter Hartmut Rulle); für den Kreistagsbezirk XXI (Außenbereich, Darup, Appelhülsen) Dr. Julian Allendorf (Ingeborg Kummann) und für den Kreistagsbezirk XV (Havixbeck, Schapdetten) Marco Upmann als persönlicher Vertreter des Havixbecker Kandidaten Andreas Lenter.

Zwischen den Wahlgängen nutzten Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes die Gelegenheit zu sprechen. Dabei verwies Schulze Pellengahr als amtierender Landrat auf verschiedene erfolgreiche Kreisprojekte.

Dietmar Thönnes vermied es, zum wiederholten Male seine Ziele und sein Programm vorzustellen. Stattdessen präsentierte er den Zuhörern „zehn anstrengende Minuten über Moral und Politik“. Thönnes analysierte, dass moralische Auswüchse und gegenseitige Vorwürfe in der heutigen Zeit ein inflationäres Ausmaß angenommen haben, auch weil jeder Einzelne seine moralischen Ansprüche und Vorwürfe ungefiltert im Internet verbreiten könne. Als Folge verlören die herrschenden Verhältnisse ihre Selbstverständlichkeit: „Was Normalität war, wird plötzlich Moral.“

Die Moralisierung des privaten Handelns sei ein direkter Reflex auf die Entpolitisierung der Politik, sagte Thönnes und betonte: „Einen klaren Kompass, eine Orientierung und einen Rahmen für unser politisches, christliches, soziales und ökologisches Handeln zu erarbeiten – das ist unsere Aufgabe.“ Diese Aufgabe wolle er gemeinsam mit den Politikerinnen und Politikern angehen.

Thönnes fasste das zum Schluss mit drei Wörtern zusammen, die auch seine Wahlplakate zieren werden: „Zuhören, entscheiden, handeln!“ Dafür gab es lautstarken Beifall der Anwesenden.

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