Steverschule
Kultur überwindet Grenzen

Nottuln -

Die Steverschule hat wieder am NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ teilgenommen und weltumspannende Projekte entwickelt. Eine tolle Sache.

Donnerstag, 25.06.2020, 20:15 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 19:24 Uhr
Die Schülerinnen und Schüler der Steverschule erstellten Kulissen und Figuren in Scherenschnitt-Technik, mit denen dann ein Trickfilm gedreht wurde.
Die Schülerinnen und Schüler der Steverschule erstellten Kulissen und Figuren in Scherenschnitt-Technik, mit denen dann ein Trickfilm gedreht wurde. Foto: Steverschule

Im bereits zehnten Jahr in Folge nahmen Schülerinnen und Schüler der Steverschule am NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ teil. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne mit dem Titel „Fantasiewesen“ stand das Kennenlernen und die künstlerische Darstellung unterschiedlicher Kulturen der Welt. Die verbindenden Aspekte der Kulturen sollten den Jugendlichen dabei als Beispiele grenzenloser Verständigung näher gebracht werden. Im kulturellen Dialog galt es Grenzen und Vorurteile zu überwinden, schreibt die Steverschule in einer Pressemitteilung.

In einem ersten Schritt machten sich die Jugendlichen auf die Suche nach kulturellen Besonderheiten und beispielhaften Werken namhafter Künstler aus der ganzen Welt. Mit Unterstützung der Projektleiterin Ursula Sprakel konnten sie dann direkt Kontakt zu Personen aus unterschiedlichen Ländern aufnehmen. Als Gastgeberin beherbergt Ursula Sprakel bereits seit vielen Jahren regelmäßig junge Akademiker, die Deutschland besuchen, um hier Sprache und Kultur kennenzulernen. So konnten die Schüler über Skype mit Menschen aus Pakistan, Brasilien, der Türkei und Japan in Kontakt treten und aus erster Hand Eindrücke und Informationen zu der jeweiligen Alltagskultur gewinnen. Durch die Werke unterschiedlicher Künstler aus den Ländern angeregt, entstanden eigene Interpretationen der Schüler.

In einen besonders engen Austausch konnten sie mit der japanischen Pianistin Natsumi treten, die gegenwärtig an der Musikhochschule Münster studiert. Natsumi besuchte die Steverschule und stellte den Jugendlichen kulturelle Besonderheiten ihrer Heimat vor. Anschließend kochten sie typisch japanische Spezialitäten und aßen diese gemeinsam – mit Stäbchen, versteht sich. Aus erster Hand konnten die Schüler sich über die literarische Tradition Japans informieren und lernten so japanische Märchen kennen. Aus diesen Eindrücken entstanden Kulissen und Figuren in Scherenschnitt-Technik, mit denen dann ein Trickfilm gedreht wurde. Als besonderes Highlight konnten die Schülerinnen und Schüler Natsumi bei ihren Proben für ein Klavierkonzert an der Musikhochschule Münster zusehen und dieses als Gäste besuchen.

Selbst der Corona-Lockdown ab März konnte die Kreativität der Jugendlichen nicht ausbremsen. Dieser ganz besonderen Situation stellten sie sich mit künstlerischen Mitteln: Es entstand ein Film, der als Chronologie der Corona-Pandemie die Einschränkungen des Alltags von der Schulschließung bis zur vorsichtigen Wiedereröffnung der Schulen in Szene setzt. So nahm die digitale Weltreise zu Beginn des Projekts unverhofft vorweg, was die Schülerinnen und Schüler im Lernen auf Distanz etwas später als Teil der „neuen Normalität“ erfahren konnten.

Auch am neuen Standort plant die Steverschule für das kommende Schuljahr, die erfolgreiche Tradition fortzusetzen und mit der Teilnahme am NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ die künstlerischen Talente ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern, so Schulleiterin Brigitte Siehoff.

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