FI Nottuln wirbt für eine Spende für Shina
Corona bringt Familien in Gefahr

Nottuln -

Die Corona-Pandemie hat das afghanische Dorf Shina in eine Krise gestürzt. Die Friedensinitiative Nottuln bittet die Bevölkerung daher um Hilfe – und geht mit gutem Beispiel voran.

Montag, 29.06.2020, 19:15 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 18:10 Uhr
Das Leben vieler Familien im Dorf Shina ist in Gefahr, denn sie können sich keine Lebensmittel mehr leisten.
Das Leben vieler Familien im Dorf Shina ist in Gefahr, denn sie können sich keine Lebensmittel mehr leisten. Foto: Verein Moshtameh Refahe Shina

Viele Jahre hat die Friedensinitiative Nottuln (FI) das kleine afghanische Dorf Shina – ganz in der Nähe von Kabul – finanziell unterstützt. Auch mit dem Geld der Nottulner Bürgerinnen und Bürger – nach Auskunft von Norbert Wienke , Geschäftsführer der FI, rund 28 000 Euro – konnte dieses Dorf nach zwei Jahrzehnten Krieg wieder auf die Beine kommen und zum Schluss eigenständig ohne fremde Hilfe existieren, schreibt die FI in einer Presseinformation.

Nun ist die Not wieder groß. Die Corona-Krise bringt viele Familien im Dorf in Gefahr. Die FI wirbt deshalb noch einmal für eine Spende, die an die Private Hilfe Afghanistan in Münster und dann direkt an den Verein „Moshtameh Refahe Shina“ im Dorf Shina geht. Sabine Tecklenburg-Khorosh und Mahmoud Khorosh, der aus dem Dorf Shina stammt, bürgen für diese Hilfe. Sie waren oft in Nottuln bei der FI in der Alten Amtmannei zu Gast und berichteten über Fortschritte in der Entwicklung des Dorfes. Die Spende geht also direkt an Bewohner des Dorfes Shina.

Sabine Tecklenburg-Khorosh weiß: „In Shina leben viele Pendler, die jeden Tag nach Kabul fahren, um dort als Straßenverkäufer etwas zu verdienen und ihren Familien das Leben zu ermöglichen. Sie sind Landlose und haben eine Möglichkeit zur Eigenversorgung, obwohl sie in einem Dorf wohnen. Wegen der Corona-Pandemie gibt es jedoch auch dort Ausgangssperren und sie können nicht zur Arbeit. Dadurch ist das Überleben dieser Familien in Gefahr, denn sie können sich keine Lebensmittel mehr leisten.“

Mit jedem Spendenbetrag könne man vor Ort helfen. 92 Familien hätten im April durch Spenden schon Unterstützung erhalten. Mehl, Reis, Linsen, Öl, Zucker und Seife wurden von den Vereinsmitgliedern vor Ort eingekauft und gerecht verteilt. Die Friedensinitiative Nottuln geht mit gutem Beispiel voran und spendete schon 400 Euro aus der Vereinskasse.

Mehr Informationen über das Dorf und vergangene Projekte gibt es unter: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/jugend-schreibt/hilfe-fuer-afghanistan-15885436.html

Das Spendenkonto lautet:

Private Hilfe Afghanistan-Initiativgruppe, Sparkasse Münsterland Ost, IBAN DE89 4005 0150 0136 3044 09, BIC WELADED1MST

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