Betriebsausschuss
Ökologie-Konzept erfährt Unterstützung

Nottuln -

Die Verwirklichung des ökologischen Konzeptes im Wasserschutzgebiet des Nottulner Wasserwerkes erfordert einen langen Atem. Im Betriebsausschuss der Gemeindewerke gab es dazu Informationen von fachkundiger Stelle.

Dienstag, 30.06.2020, 19:10 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 18:10 Uhr
Für das Nonnenbachtal am Nottulner Wasserwerk gibt es ein ökologisches Konzept, dessen Umsetzung mehrere Jahre dauern wird.
Für das Nonnenbachtal am Nottulner Wasserwerk gibt es ein ökologisches Konzept, dessen Umsetzung mehrere Jahre dauern wird. Foto: Ludger Warnke

In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses der Nottulner Gemeindewerke (wir berichteten) standen auch Berichte zum ökologischen Konzept im Wasserschutzgebiet sowie zur Grundwassersituation im Wassereinzugsbereich des Wasserwerkes auf der Tagesordnung.

Eindrucksvoll und kompetent stellte zunächst die Diplom-Biologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Naturschutzschutzzentrums des Kreises Coesfeld, Kerstin Wittjen, die Umsetzung des ökologischen Konzeptes auf den Flächen des Wasserwerkes vor. Sie ging auf wesentliche Schwerpunktthemen wie Entwicklung artenreicher Grünlandflächen und Säume, Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen im Sinne des Vertragsnaturschutzes, Maßnahmen auf den Jagdpachtflächen, Umwandlung von Wildackerflächen, weitere Entwicklung und Optimierung der Säume, Anlage einer Streuobstwiese, Pflegearbeiten im Feuchtbiotop, Umgang mit Problempflanzen, Waldumwandlung des Fichtenforstes in eine heimische und durchmischte Laubwaldgesellschaft, Besucherlenkung und die Problematik des Hundekots in der Mahd ein.

Kerstin Wittjen verdeutlichte, dass die Umsetzung des Konzeptes langfristig zu sehen und mit einem hohen Arbeits-, Zeit- und Abstimmungsaufwand verbunden sei. Die Unterstützung – auch in finanzieller Hinsicht – durch die Untere Naturschutzbehörde, in der Ausschusssitzung vertreten durch Kerstin Bartsch, sei in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Vielfach würden, so Kerstin Wittjen, in der Öffentlichkeit die einzelnen Aspekte des Konzeptes falsch dargestellt, was sehr bedauerlich sei.

Nicht minder spannend war der sich anschließende Vortrag des Diplom-Geografen und wissenschaftlichen Mitarbeiters des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wasserforschung (IWW) gGmbH, Christof Nolte. Sein jährlicher Bericht über die Grundwassersituation im Wassereinzugsgebiet des Nottulner Wasserwerkes legte dabei seine Schwerpunkte auf die Betrachtung der Escherichia-coli-Problematik und auf die allgemeinen Trockenperioden über mehrere Jahre (wir berichteten).

Ergänzend berichtete Christof Nolte über den Ansatz eines neuen Leitwertes am 13. Mai durch das Umweltbundesamt für Triflour­acetat (TFA) auf 60 Mikrogramm/Liter. Da das Trinkwasser des Nottulner Wasserwerkes einen Wert von nur etwa zwei Mikrogramm aufweist, ergeben sich für das Versorgungsgebiet Nottuln keinerlei Probleme, hieß es in der Sitzung.

Auch der Grundwasserbericht des IWW-Vertreters wurde mit großem Interesse von den Mitgliedern des Betriebsausschusses zur Kenntnis genommen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7475129?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker