Kommunalwahl
Eine Kandidatur mit vielen Fragezeichen

Nottuln -

Die Bürgermeisterin kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt. Diese Nachricht hat nun CDU, FDP und Grüne zu einer kritischen Stellungnahme veranlasst.

Mittwoch, 01.07.2020, 07:33 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 18:11 Uhr
In den Kuriengebäuden am Stiftsplatz hat die Gemeindeverwaltung ihren Sitz. Wer dort in der nächsten Ratsperiode Chef oder Chefin werden wird, entscheiden die Bürger bei der Kommunalwahl am 13. September.
In den Kuriengebäuden am Stiftsplatz hat die Gemeindeverwaltung ihren Sitz. Wer dort in der nächsten Ratsperiode Chef oder Chefin werden wird, entscheiden die Bürger bei der Kommunalwahl am 13. September. Foto: Maxi Krähling

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat die letzte Ratssitzung dazu genutzt, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass sie für eine weitere Amtszeit als Bürgermeisterin in Nottuln antreten wird (wir berichteten). „Grundsätzlich begrüßen CDU , FDP und Grüne natürlich im demokratischen Sinne eine weitere Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Nottuln“, erklären die drei Parteien, vertreten durch die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden, in einer gemeinsamen Presseerklärung und stellen fest: „Dennoch ist die Kandidatur mit vielen Fragezeichen verbunden.“

Kritisch merken die drei Parteien an: „Allein die Tatsache, dass sich die Amtsinhaberin in der laufenden Amtsführung ‚um der Liebe wegen‘ in einer anderen Kommune beworben hat, zeigte, dass sie im Zweifel bereit ist, ihr persönliches Glück über das Wohl unserer Gemeinde zu stellen. Gibt es irgendeine Gewähr, dass sich das nicht wiederholen wird? Steht eine Kandidatin, die Nottuln nach nur drei Jahren bereits wieder verlassen wollte, dann in Apensen nicht gewählt wurde, glaubhaft für Kontinuität und hat nun tatsächlich ihr Herz an Nottuln verloren?“

Kritisch merken CDU, FDP und Grüne außerdem an: „Jetzt endlich sollen Ortskernsanierung, neues Rathaus, neue Feuerwehrgerätehäuser, Schulgebäudesanierung und Digitalisierung der Verwaltung mit neuem Schwung fortgeführt werden. Aber: Wie viele Jahre diskutieren wir schon über all diese Themen, ohne sie zu Ende zu bringen? Wo soll der neue Schwung herkommen?

Und nun das: Aktuell sei es ihr gelungen, das Projekt Bahnunterführung Appelhülsen mit neuem Leben zu füllen. Was die Bürgermeisterin verschweigt: Diese Impulse sind von den heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie dem Landrat des Kreises Coesfeld ausgegangen. Will sich die Bürgermeisterin jetzt auch noch mit fremden Federn schmücken?“

CDU, FDP und Grüne setzen angesichts dieser vielen Fragezeichen auf einen eigenen Kandidaten, der seit 20 Jahren in Schapdetten beheimatet sei, Land und Leute kenne und die letzten Monate sich schon in viele Sachthemen habe einarbeiten können. „CDU, FDP und Grüne wollen wieder eine Politik mit Stil und klaren Perspektiven“, heißt es in der Erklärung weiter.

Die drei Fraktionsvorsitzenden Hartmut Rulle von der CDU, Richard Dammann von den Grünen und Helmut Walter von der FDP sind sich einig: „Wir haben mit Dr. Dietmar Thönnes einen kompetenten Kandidaten, der zuhören und führen kann, in Dialoge geht, moderiert und Themen kraftvoll vorantreibt, anstatt den Stillstand der letzten Jahre zu verwalten.“

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