Glasfaser-Bilanz
Ortsteil Nottuln hinkt weiter hinterher

Nottuln -

Die starke Glasfasernachfrage in den kleineren Ortsteilen der Gemeinde Nottuln verhelfen dem Kreis Coesfeld zu einem Spitzenplatz bei den Glasfaseranschlüssen. Doch im Ortsteil Nottuln scheint das Interesse an Glasfaser gering zu sein.

Freitag, 03.07.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 11:40 Uhr
75 Prozent Glasfaser im Kreis Coesfeld, Platz 1 in NRW – darüber freuen sich (v.l.) Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld), René Fuchs (Deutsche Glasfaser) und Manuela Mahnke (Bürgermeisterin Gemeinde Nottuln).
75 Prozent Glasfaser im Kreis Coesfeld, Platz 1 in NRW – darüber freuen sich (v.l.) Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld), René Fuchs (Deutsche Glasfaser) und Manuela Mahnke (Bürgermeisterin Gemeinde Nottuln). Foto: wfc

Die Ortsteile Appelhülsen, Darup und Schapdetten schrauben die Glasfaserquote im Kreis Coesfeld hoch: Mit dem erfolgreichen Abschluss der von der Deutschen Glasfaser GmbH durchgeführten Nachfragebündelung zuletzt auch in Appelhülsen hat der Kreis Coesfeld zu 75 Prozent Zugang zu Glasfaser. „Ein doppelter Anlass, sich zu freuen“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr im Pressegespräch am Freitagnachmittag im Appelhülsener Bürgerzentrum.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hofft, dass nun auch noch Nottuln hinterher zieht. „Alle drei Ortsteile plus Außenbereiche haben Glasfaser, nur Nottuln selbst kriegt es nicht hin. Das geht gar nicht“, meinte sie. Noch einmal will sie die Werbetrommel für Glasfaser rühren. „Glasfaser kommt allen zugute, Privatleuten wie Unternehmen“, betonte sie.

Bislang können mangels Nachfrage im Ortsteil Nottuln keine Glasfaseranschlüsse durch die Deutsche Glasfaser GmbH eingerichtet werden. Nur 26 Prozent der Bevölkerung haben einen Antrag auf einen Glasfaseranschluss gestellt. 40 Prozent wären mindestens erforderlich, damit es sich für das Unternehmen rechnet. „Wir wollen Nottuln aber noch nicht fallen lassen“, betonte Rene Fuchs , Projektleiter beim Telekommunikationsunternehmen Deutsche Glasfaser.

Bis zum Baustart gelten weiterhin die vergünstigten Bedingungen, die während der Nachfragebündelung galten, brachte er eine gute Nachricht mit. Noch nächste und übernächste Woche ist der Service-Punkt in Nottuln an der Hagenstraße eingerichtet. Dort können sich Bürger informieren.

Laut Fuchs wird die Deutsche Glasfaser in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nottuln das Netz im dritten Quartal 2020 planen. Die Bauarbeiten sollen im vierten Quartal starten. Die Investitionssumme in den Ortsteilen Appelhülsen, Darup und Schapdetten liege bei ca. 3,5 Mio. Euro, informierte der Projektleiter.

„Damit haben die Netzbetreiber im Kreis Coesfeld bis zur 75-prozentigen Glasfaserabdeckung nach unseren Schätzungen insgesamt bereits rund 75 Mio. Euro investiert“, berichtete Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH. Fördergelder seien nicht zum Einsatz gekommen. So gebe der Kreis Coesfeld ein Beispiel, wie Glasfaser im ländlichen Raum in die Fläche gebracht werden kann, ohne dass die Steuerzahler belastet werden.

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