Christophorus-Kliniken
Der Vorteil der kurzen Wege

Dülmen/Nottuln -

Die Christophorus-Kliniken erweitern ihr medizinisches Angebot am Standort Dülmen. Die Bereiche Pneumologie (Lungenheilkunde) sowie Rhythmologie und Elektrophysiologie (Kardiologie) kommen neu hinzu bzw. werden ausgebaut.

Dienstag, 14.07.2020, 17:23 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 18:32 Uhr
Mit den beiden Neuzugängen Dr. Klaus-Peter Czudaj (r.) und Dr. Christian Reiner (l.) sowie Thomas Hellmann (2.v.r.), der seit einem Jahr in Dülmen tätig ist, erweitern die Christophorus-Kliniken an diesem Standort ihr Angebot, betont Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer.
Mit den beiden Neuzugängen Dr. Klaus-Peter Czudaj (r.) und Dr. Christian Reiner (l.) sowie Thomas Hellmann (2.v.r.), der seit einem Jahr in Dülmen tätig ist, erweitern die Christophorus-Kliniken an diesem Standort ihr Angebot, betont Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer. Foto: Kristina Kerstan

Die Lunge und das Herz – diese beiden Organe sind es, die Dr. Klaus-Peter Czudaj und Dr. Christian Reiner in den Blick nehmen. Die beiden Ärzte arbeiten seit Anfang Juli beziehungsweise Juni an den Christophorus-Kliniken. Und sie sind die Leiter der neuen beziehungsweise erweiterten Abteilungen, die es jetzt am Dülmener Standort gibt. Czudaj ist Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin, Reiner der Leiter des Bereiches Rhythmologie und Elektrophysiologie, der zur Kardiologie gehört. „Wir haben unser Leistungsspek­trum vertieft und erweitert“, betont Dr. Jan Deitmer, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken, mit Blick auf die Veränderungen. „Das ist für Dülmen ein guter Tag.“

Die Innere Medizin sei am Dülmener Standort bereits gut aufgestellt gewesen, so der Geschäftsführer. Nachdem die bisherige Chefärztin Dr. Irmgard Greving 2019 in den Ruhestand gegangen war, habe man sich bewusst Zeit gelassen bei der Suche nach einem Nachfolger. „Es geht uns darum, die Allgemeine Innere Medizin zu stärken“, betont Deitmer. Dies geschehe, indem die Pneumologie, also die Lungenheilkunde, nun ausgebaut werde. Dafür kommt mit Dr. Klaus-Peter Czudaj ein Fachmann auf diesem Gebiet nach Dülmen.

Der 50-Jährige, zuvor leitender Oberarzt am Clemenshospital in Münster, hat sich in seinem beruflichen Werdegang an verschiedenen Krankenhäusern in diesem Bereich spezialisiert. „Ich freue mich, diese neue Aufgabe übernehmen zu können. Als Chefarzt hat man mehr Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume.“ Gerade die Chance, etwas Neues in Dülmen aufzubauen, habe ihn motiviert.

Dem kann sich Dr. Christian Reiner nur anschließen. Auch ihn habe gereizt, etwas Neues zu entwickeln. Der 50-Jährige wechselt ebenfalls aus Münster, allerdings vom St.-Franziskus-Hospital, zu den Christophorus-Kliniken. Sein neuer Bereich, die Rhythmologie und Elektrophysiologie, wird die nicht-invasive Kardiologie in Dülmen ergänzen. Hier steht die Behandlung von Herzrhythmusstörungen im Mittelpunkt. Denn: „Ohne einen elektrischen Impuls schlägt das Herz nicht“, betont Reiner.

Er ist bereits dabei, Personal auszuwählen und zu schulen für ein Katheterlabor, das bis Jahresende am Dülmener Krankenhaus geschaffen werden soll. Erst einmal in Containern in Modul-Bauweise, ergänzt Deitmer. „Im Inneren ist das aber teilweise luxuriöser als ein OP-Saal“, betont Reiner, dass es trotz Container keinerlei Einschränkungen gebe.

Innerhalb von zwei Jahren, so der Plan, soll das Katheterlabor dann im Haus selbst eingerichtet werden. „99 Prozent der Untersuchungen können wir dann hier machen, für die man vorher in ein Herzzentrum musste“, verspricht Reiner. Er wird künftig eng mit Thomas Hellmann zusammenarbeiten. Der ist seit Mitte 2019 Leiter der nicht-invasiven Kardiologie in Dülmen.

Was Deitmer betont: Mit den jetzigen Neuerungen seien die Spezialisierungen am Standort Dülmen abgeschlossen. Neben Innere Medizin und nicht-invasiver Kardiologie (Gefäßerkrankungen am Herzen werden in Coesfeld behandelt) ist hier zudem die Neurologie angesiedelt. Und das macht aus Sicht von Hellmann Sinn: Diese drei Bereiche seien sehr eng miteinander verzahnt – kurze Wege zwischen den Abteilungen seien da ein großer Vorteil.

Pneumologie

In der Klinik für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin am Standort Dülmen bleibt einerseits das bisherige Leistungsspektrum komplett erhalten, andererseits wird der Bereich Pneumologie (Lungenheilkunde) ausgebaut. Zusätzliche Untersuchungstechniken sollen hier bald möglich sein, auch dank Investitionen in neue Geräte. Ein Beispiel ist ein endobronchialer Ultraschall, bei dem etwa Lymphknoten nahe der Luftröhre untersucht werden können. Auch eine Kryo-Sonde, eine Vereisungssonde, schaffen die Christophorus-Kliniken an. Möglich wird es dann etwa sein, größere Proben von Tumoren zu nehmen.

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Kardiologie

Die Klinik der Kardiologie ist spezialisiert auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Gefäße und auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Es gibt dabei zwei Kardiologie-Standorte: In Coesfeld werden Gefäßerkrankungen behandelt, in Dülmen Rhythmusstörungen. Für den neuen Bereich Rhythmologie und Elek­trophysiologie wird bis Jahresende ein Katheterlabor in Dülmen eingerichtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Therapie von Vorhofflimmern. Auch Herzrhythmusaggregate bei Herzschwäche, sogenannte CRT-Geräte, und Vorhofschirmchen werden hier zukünftig eingesetzt.

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