Nachbarschaft Hellersiedlung
Ein Brunnen für die Kapelle

Appelhülsen -

Die Kapelle in der Hellersiedlung ist eine bemerkenswerte Gemeinschaftsleistung der Nachbarn. Jetzt ist sie noch weiter verbessert worden.

Donnerstag, 23.07.2020, 08:11 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 19:46 Uhr
Freuen sich über den neuen Brunnen (v.l.): Norbert Börger, Peter Klosterkamp, Arnd Rutenbeck, Udo Gispert, Norbert Ratert und Richard Schölling. Im Bild der fleißigen Unterstützer fehlen Albert Görtz, Björn Effing, Stefan Hollenhorst und Richard Temme.
Freuen sich über den neuen Brunnen (v.l.): Norbert Börger, Peter Klosterkamp, Arnd Rutenbeck, Udo Gispert, Norbert Ratert und Richard Schölling. Im Bild der fleißigen Unterstützer fehlen Albert Görtz, Björn Effing, Stefan Hollenhorst und Richard Temme. Foto: Nachbarschaft Hellersiedlung

Dank des großen Engagements der Nachbarschaft sowie der Firma Mall Umweltsysteme hat die kleine Kapelle in der Hellersiedlung in der vergangenen Woche einen Brunnen erhalten.

Zur Geschichte der Kapelle: Die Idee für den Bildstock, der im Jahr 1994 nach Plänen des technischen Zeichners Martin Klosterkamp entstand, wurde im Rahmen des Osterfeuers der Hellersiedlung im Jahr 1993 ins Leben gerufen. Im „Laternchen“ in Appelhülsen trafen sich damals Heinz Scheipers , Albert Görtz , Heinrich Lörmann und Werner Zimmer und konkretisierten diese Idee, damit sie Realität werden konnte.

Mit viel Engagement wurde 1993 geplant, gezeichnet, wurden Baugenehmigungen beantragt, Spenden von Privatleuten, der Kolpingsfamilie, der Kirchengemeinde und der Volksbank sowie den Firmen Mertens, Hagemeister und Benning eingeworben, bevor am 13. November 1993 die Grundplatte gefertigt werden konnte. Im Spätherbst wurde dann die Kapelle gebaut und verklinkert. Im Winter 1993/94 entstanden das Dach, die Holzvertäfelung im Innern der Kapelle, das Kapellenkreuz und die Fenstergitter. Im Frühjahr 1994 schließlich wurde das Außengelände gepflastert und gestaltet.

Abschließend wurde die vom Nottulner Bildhauer Josef Thorwesten gefertigte Mutter-Gottes-Statue am 2. April 1994 aufgestellt. Thorwesten hatte aus einem 1,60 Meter hohen, von Anton Scheipers gespendeten Eichenstamm die Madonna mit Jesuskind geschnitzt.

Die offizielle Einweihung des Bildstocks erfolgte am 13. August 1994. Am Bau wirkten Peter Klosterkamp, Heinrich Lörmann, Anton Klosterkamp, Heinz Scheipers, Olaf Zimmer, Dieter Wewering, Axel Wiemann, Rudi Nolte, Alain Strehle, Werner Zimmer, Rolf Andresen und Albert Görtz aktiv mit. Die Frauen der „Bauarbeiter“ sorgten für die entsprechende Verpflegung.

Seit der Fertigstellung im Jahr 1994 kümmert sich mittlerweile über 25 Jahre die Nachbarschaft der Hellerstraße ehrenamtlich um die Pflege und Reinigung der Kapelle. Im Mai eines jeden Jahres findet eine Marienandacht statt. Die Kapelle wird von vielen Appelhülsenern, aber auch von Auswärtigen gerne besucht und als Ort der Ruhe angenommen, schreiben die Nachbarn. „Manchmal sehe ich Menschen dort, die ich aus dem Ort gar nicht kenne“, sagt Maria Klosterkamp, die seit vielen Jahren den Innenbereich der Kapelle ehrenamtlich pflegt. „Immer wieder werden von Besuchern Blumen und Kerzen aufgestellt, was uns zeigt, dass die Kapelle gerne angenommen wird. Das war 1993 unser Ziel“, so Maria Klosterkamp.

Im Jahr 2012 entstand das Neubaugebiet Hellersiedlung, das auf Vorschlag der Kapellengründer den Namen „Kapellenweg“ erhielt. Seit gut zwei Jahren unterstützen Anwohner des Kapellenwegs die Helfer bei der Pflege des Außengeländes und haben auf der Rasenfläche Blumen angepflanzt. Anwohner Norbert Ratert: „Wir sind dankbar und freuen uns täglich, wenn wir an der Kapelle vorbeifahren. Das ist ein richtiges Schmuckstück. Da war es für mich, aber auch für meinen Nachbarn Richard Temme selbstverständlich, dass wir uns einbringen und helfen und auch andere Nachbarn um Unterstützung bitten. Durch die Anpflanzung der Blumen ist die Fläche vor der Kapelle noch schöner geworden.“

Die Blumen jedoch müssen in den Sommermonaten täglich gegossen werden. Das war zum einen immer mühselig, zum anderen aber auch teuer, da Trinkwasser aus den Privathaushalten geholt und zum Gießen genutzt wurde. Deshalb entstand im Frühjahr die Idee, einen Brunnen zu bohren, der für eine kostenfreie und nachhaltige Versorgung des Außengeländes mit Grundwasser sorgt. Norbert Ratert sprach CDU-Politiker Arnd Rutenbeck an, der sich um die zeitnahe Genehmigung bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises und bei der Gemeinde Nottuln kümmerte, zum anderen die Firma Mall, die die Brunnenbohrung und die Schwengelpumpe spendete. Durch diese Unterstützung und wiederum ehrenamtliches Engagement der fleißigen Helfer konnte der Brunnen in der vergangenen Woche gebohrt und die Pumpe aufgebaut werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7504856?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker