Blickpunkt Kommunalwahl
Alle Mobilitätsarten in den Blick nehmen

Nottuln -

Bei der Arbeit an einem zukünftigen Mobilitätskonzept für Nottuln spielt der ADFC eine wichtige Rolle. Davon ist Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes überzeugt. Er traf sich mit ADFC-Vertretern zu einem Ideen- und Meinungsaustausch.

Freitag, 24.07.2020, 22:44 Uhr aktualisiert: 26.07.2020, 18:58 Uhr
Dr. Dietmar Thönnes (l.) traf sich zum Ideen- und Meinungsaustausch mit den Mitgliedern des ADFC.
Dr. Dietmar Thönnes (l.) traf sich zum Ideen- und Meinungsaustausch mit den Mitgliedern des ADFC. Foto: Sammlung D. Thönnes

Donnerstagabend, 18.30 Uhr, Ratsschänke Böcker-Menke: Endlich, nachdem die Corona-bedingten Einschränkungen etwas lockerer geworden sind, konnte Bürgermeisterkandidat Dr. Dietmar Thönnes Vertreter des ADFC in Nottuln treffen. Mit Wolfgang Lange , Günter Dieker, Peter Dammann und Günter Leffers hat er sich über viele Fragen der Mobilität unterhalten. „Vor allem aber haben wir über den Radverkehr gesprochen: über Bodenbeläge, die Frage, wo und wie ein Radweg sinnvoll geführt wird, über die Anbindungen und Pendlerrouten, den historischen Ortskern, Velorouten, Touristen und Freizeitradler und vieles mehr“, fasst Thönnes die vielen Themen zusammen.

Nachdem das Radverkehrskonzept des Kreises Coesfeld öffentlich wurde, gibt es nun Aufgaben für die Gemeinde: Die Nahtstellen müssen beschrieben und die eigenen Strecken innerhalb der Gemeinde geplant werden. Thönnes beschreibt laut Pressemitteilung den ADFC dabei als wichtige Stimme beim zukünftigen Mobilitätskonzept: „Der ADFC hat hierbei aus meiner Sicht nicht nur eine aktive, politische Rolle, sondern auch eine beratende. Die vielen guten Ideen und die große Erfahrung werden uns nützen, wenn wir Konzepte umsetzen und das Thema in Nottuln erfolgreich ausbauen wollen.“

„Wir haben uns lange und konstruktiv über Aktivitäten, auch über Wünsche für konkrete Strecken in Nottuln und über das Velo-Routen-Konzept ausgetauscht“, bestätigen Günter Dieker und Wolfgang Lange. „Die Ansprüche an Radwege sind sowohl durch die höheren Geschwindigkeiten und das höhere Gewicht von E-Bikes gestiegen. Abknickende Wegführungen im 90 Grad-Winkel sind nicht sinnvoll und Wege, die an jeder Grundstückseinfahrt abgesenkt sind, führen zu sehr ungemütlichem Fahren.“

Allen Gesprächsteilnehmern war klar: Man wird nicht getrennt voneinander die einzelnen Mobilitätsarten betrachten können. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer müssen gleichermaßen in den Blick genommen und in einem größeren Mobilitätsplan betrachtet werden. Dabei kann es nur um ein möglichst reibungsloses und gutes Miteinander gehen. „Wenn wir den Radverkehr fördern wollen, werden anderen Mobilitätsformen weiterhin wichtig bleiben – je nach Lebenssituationen. Lastenräder beispielsweise oder ein insgesamt höheres Radverkehrsaufkommen stellen uns vor neue Herausforderungen, denen wir begegnen müssen“, gibt Thönnes zu bedenken.

Im gemeinsamen Austausch wurden viele gute Beispiele über die Region hinaus (z.B. aus den Niederlanden oder aus dem Osten Deutschlands) betrachtet, wie man den Radverkehr aufwerten und gleichzeitig sicherer machen kann. Thönnes ist sicher, dass Gemeinde und ADFC gemeinsam im Gespräch bleiben. Er selbst überlegt, als Bürgermeister ein Auto abzuschaffen und möglichst viele Strecken mit dem Rad zu erledigen.

„Am Ende des Gesprächs habe ich mich gefreut, dass mein Rad, das in Zeiten des Wahlkampfes mit Werbe-Flags an den Speichen bestückt ist, von den Fachleuten des ADFC wohlwollend betrachtet wurde. Und nach einem „Radler“ bin ich sicher über einen gut ausgebauten Radweg von Nottuln zurück nach Schapdetten gefahren!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7507689?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker