Wilder Müll
Die Kosten trägt jeder einzelne Bürger

Nottuln -

Wilder Müll ist nicht nur ein Ärgernis, sondern er verursacht auch Kosten. Die Gemeinde Nottuln erklärt (noch einmal) die Hintergründe.

Sonntag, 02.08.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 19:42 Uhr
Autoteile und Abfälle in blauen Müllsäcken: Illegal abgeladen auf dem Parkstreifen an der Rudolf-Harbig-Straße in Höhe des Wellenfreibades. Mitarbeiter des Bauhofes sammeln regelmäßig wilden Müll ein. Das ist arbeitsaufwendig und kostenintensiv.
Autoteile und Abfälle in blauen Müllsäcken: Illegal abgeladen auf dem Parkstreifen an der Rudolf-Harbig-Straße in Höhe des Wellenfreibades. Mitarbeiter des Bauhofes sammeln regelmäßig wilden Müll ein. Das ist arbeitsaufwendig und kostenintensiv. Foto: Gemeinde Nottuln

Es ist ärgerlich, sieht überhaupt nicht gut aus, macht obendrein viel unnötige Arbeit, und am Ende zahlt jeder einzelne Bürger die Zeche: Wilder Müll, der im Gemeindegebiet achtlos abgekippt wird, weil sich die Verursacher die Kosten der Entsorgung sparen wollen oder weil sie schlicht keine Lust haben, zum Wertstoffhof zu fahren, um dort ihren Müll abzugeben.

Die Gründe seien wahrscheinlich genauso vielfältig wie die Zusammensetzung des wilden Mülls, schreibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung: Bauabfälle und Schutt, Baum-, Strauch- und Rasenschnitt oder wie jüngst Siedlungsabfälle und Autoteile. Abgelegt auf dem Gehweg an der Rudolf-Harbig-Straße in Nottuln und an der Detterheide in Schapdetten. Jedes Mal sind es Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Nottuln, die herausfahren, um den Müll einzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Entdeckt wird dieser Müll bei den regelmäßigen Kon­trollfahrten des Baubetriebshofes und des Ordnungsamtes. Hin und wieder gibt es auch Hinweise aus der Bevölkerung, die auf eine solche Müllkippe aufmerksam machen.

Dingfest gemacht werden die Verursacher nur selten. Die Kosten, die ein solcher Einsatz verursacht, verbleiben bei der Gemeinde Nottuln, die dann gezwungen ist, sie an jeden einzelnen Bürger durch höhere Abfallgebühren weiterzugeben.

Abgesehen davon können auch Umwelt und Natur durch den unsachgemäß abgeladenen Müll Schaden nehmen, erklärt die Gemeinde. Eine Überdüngung und Übersäuerung des Bodens durch Bioabfälle oder eine Vergiftung des Grundwassers durch illegal entsorgte Farben, Lacke oder Motorenöle sind mögliche Folgen eines solchen Verhaltens.

Die Verursacher handeln zudem wider geltendes Abfall- und Naturschutzrecht. Ein Verstoß gegen das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sowie gegen die Abfallsatzung der Gemeinde Nottuln gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden.

Die Gemeinde Nottuln appelliert mit Nachdruck an ihre Bürgerinnen und Bürger, den Müll ordnungsgemäß über die jeweiligen Müllgefäße oder beim Wertstoffhof zu entsorgen. Umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe wie Farben, Lacke, Öle oder alte Batterien können beim Schadstoffmobil abgegeben werden, das in regelmäßigen Abständen am Frenkingshof in Appelhülsen, am Friedhof Schapdetten, am Sportplatz in Darup und auf dem Wertstoffhofes zu finden ist.

Weitere Infos zur sachgemäßen Müllentsorgung gibt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.nottuln.de (Stichwort Abfall in die Suchmaske eingeben).

Wer jemanden dabei beobachtet, wie er seinen Müll illegal entsorgt, sollte sich nicht scheuen, sich bei der Gemeindeverwaltung unter der Mail-Adresse info@nottuln.de zu melden, damit der Verursacher ermittelt werden kann, heißt es abschließend.

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