Steverschule Nottuln
Siehoff: „Ich bin relativ beruhigt“

Nottuln -

Die Schülerinnen und Schüler der Steverschule Nottuln sind noch in den Sommerferien. Die Schulleitung und die Lehrerschaft ist hingegen schon vor Ort.

Donnerstag, 06.08.2020, 06:20 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 17:45 Uhr
Freuen sich schon auf ihre Schüler: Schulleiterin Brigitte Siehoff (l.) und Konrektorin Sandra Willems.
Freuen sich schon auf ihre Schüler: Schulleiterin Brigitte Siehoff (l.) und Konrektorin Sandra Willems. Foto: Johannes Oetz

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass es bei uns gut laufen wird. Unser größtes Problem wird sein, dass viele unserer Schülerinnen und Schüler Körperkontakt suchen. Da wir aber auf den Abstand achten müssen, wird das eine enorme Herausforderung. Letztlich widerspricht das nämlich unserem pädagogischen Leitbild“, erklärte jetzt Brigitte Siehoff . Die Schulleiterin der Steverschule Nottuln hatte am Mittwoch gemeinsam mit Konrektorin Sandra Willems zu einem Pressegespräch in die Förderschule des Kreises Coesfeld mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung eingeladen, um über den Stand der Vorbereitungen für das neue Schuljahr zu informieren.

Das Thema „Corona“ stand auch bei Brigitte Siehoff ganz oben auf der Tagesordnung. „Am nächsten Mittwoch beginnen wir wieder mit dem Präsenzunterricht“, erklärte die Schulleiterin. 115 Schüler werden am Standort Nottuln zum Schulstart erwartet, 45 im Martinistift. „Ich bin mir heute aber schon sicher, dass wir im Schuljahresverlauf eine Steigerung der Schülerzahlen sehen werden.“

30 Lehrkräfte, die momentan schon im Schulgebäude ihre Klassenräume vorbereiten, empfangen die Schüler. Weitere 15 Mitarbeiter – Schulsozialarbeiter, Hausmeister, Sekretärin und die Schulverwaltungsassistentin – unterstützen das pädagogische Team.

Neu ist natürlich an der Steverschule, dass für Schüler und Lehrer ab sofort auch während des Unterrichtes eine Maskenpflicht besteht. Ausgenommen von dieser Pflicht sind allerdings die Grundschüler.

„Wir waren schon vor den Sommerferien in Bezug auf die zu beachtenden CoronaHygieneregeln gut aufgestellt, da das unsere Schüler schon erlebt haben. Wir lassen die Maßnahmen nun nur wieder neu aufleben und nehmen die Maskenpflicht für die Klassen fünf bis zehn während des Unterrichts noch hinzu“, sagte Brigitte Siehoff.

In den großen Klassenräumen, in denen maximal zehn Schüler gleichzeitig unterrichtet werden, sei der Abstand leicht einzuhalten. Zudem ließen sich die Zimmer hervorragend lüften. Desinfektionsmittel stehen im Eingangsbereich, auf den Toiletten und in den Klassenzimmern zur Verfügung. Natürlich gebe es auch täglich eine Flächendesinfektion. Und sollte tatsächlich einmal ein Schüler seine Maske vergessen haben, so ist das auch kein Problem, wie die Schulleiterin erklärte: „Wir haben sehr viele Ersatzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Unsere Lehrer haben FFP 2-Masken erhalten.“

Der organisatorische Ablauf sei während der Corona-Pandemie ebenfalls gut zu handhaben, berichtet Brigitte Siehoff weiter: „Wir haben zwei Eingänge. Der eine ist für unsere Hauptschüler, der andere für die Grundschüler.“ Letztere kommen mit dem Schülerspezialverkehr zur Bildungseinrichtung am Niederstockumer Weg. „Die Lehrer nehmen die Grundschüler in Empfang und geleiten sie direkt zum Klassenraum.“ Die Pausensituation an der Steverschule sei ebenfalls nicht problematisch, da die Schüler versetzt Pausen machen. Die Klassen fünf bis zehn suchen ihre Erholung im Bereich vor dem Haupteingang, die Klassen eins bis vier hinter dem Gebäude. Eine Durchmischung finde, so die Schulleiterin, nicht statt. Das sei wichtig, um im Falle eines Krankheitsausbruchs die Infektionsquelle schneller nachvollziehen zu können.

„Aus all den genannten Gründen bin ich relativ beruhigt. Ich denke, dass es bei uns rund laufen wird“, sagte Brigitte Siehoff, die sich sehr auf ihre Schüler freut.

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