Gemeindeverwaltung zum Thema „Schule Darup“
„Alle arbeiten mit Hochdruck“

Darup -

Der Teilneubau der Daruper Grundschule bleibt ein Thema: Die Gemeindeverwaltung hat auf die zum Teil sehr kritischen Äußerungen in der Öffentlichkeit reagiert.

Donnerstag, 03.09.2020, 22:07 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 17:00 Uhr
Der Abbruch des durch ein Feuer zerstörten Kopfgebäudes der Daruper Sebastianschule ist mittlerweile vollzogen. Die Nachricht, dass wohl erst 2024 mit der Fertigstellung eines Neubaus zu rechnen ist, hat in der Elternschaft zu großen Diskussionen geführt.
Der Abbruch des durch ein Feuer zerstörten Kopfgebäudes der Daruper Sebastianschule ist mittlerweile vollzogen. Die Nachricht, dass wohl erst 2024 mit der Fertigstellung eines Neubaus zu rechnen ist, hat in der Elternschaft zu großen Diskussionen geführt. Foto: Christine Tibroni

„Eine Beschulung in Containern steht nicht zur Diskussion.“ Energisch hat Beigeordnete Doris Block in dieser Woche im Sozialausschuss Äußerungen in der Öffentlichkeit widersprochen, wonach die Daruper Grundschüler in mobilen Modulen (Containern) unterrichtet werden sollen. Das sei in keinerlei Weise geplant. Alle Kinder könnten in den vorhandenen und vom Feuer nicht betroffenen Klassenräumen wie bisher unterrichtet werden. Provisorien seien vielmehr notwendig, um ein Lehrerzimmer, einen Raum für die Schulleitung und um ein Sanitärgebäude zu schaffen. Dafür stehe man in einem fortwährenden engen Kontakt mit der Schulleitung. „Alle Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck an diesem Thema“, betonte die Beigeordnete.

Das Thema Teilneubau der Daruper Sebastianschule steht derzeit im besonderen Blickpunkt von Eltern und Politikern. Grund dafür ist der kürzlich von der Verwaltung vorgelegte Zeitplan, wonach das neue Kopfgebäude wahrscheinlich erst im Sommer 2024 zur Verfügung stehen wird (wir berichteten). Das hat viele Eltern und auch Politiker aufgeschreckt. Sie fordern mehr Tempo bei diesem Projekt.

Die eigentliche Bauzeit, derzeit mit rund 14 Monaten kalkuliert, ist dabei noch das kleinere Zeitfenster. Viel Zeit hat die Verwaltung für die Planung und Beratung, für Ausschreibungen und Genehmigungen eingeplant. Und das nicht ohne Grund.

Im Sozialausschuss betonte Doris Block, dass auch die Gemeindeverwaltung über diese lange Zeitachse erschrocken gewesen sei. Die Beigeordnete verwies aber darauf, dass es eben nicht um einen 1:1-Wiederaufbau des durch das Feuer zerstörten Kopfgebäudes gehe. Nach Aussage der Versicherung hätte das Schulgebäude saniert werden können. Man sei sich aber einig gewesen, neu zu planen und zu bauen, um bislang vorhandene Nachteile wie zum Beispiel die fehlende Barrierefreiheit nun zu beheben.

Der Zeitfaktor wird nach Aussage der Beigeordneten wesentlich bestimmt durch die Vergabe- und Ausschreibungsrichtlinien (europaweite Ausschreibung), durch die Erarbeitung von drei Alternativentwürfen, durch die Beratungszeit darüber sowie nicht zuletzt durch die eigentliche Bauzeit (rund 14 Monate). Block kündigte für die kommende Ratssitzung weitere Informationen an.

Intensiv bemühe man sich auch darum, die nun nach Abschluss der Abbrucharbeiten notwendigen Provisorien zu schaffen. Angebote für die Container würden eingeholt, Maßnahmen wie Wegeführung und Pflasterung mit der Schule besprochen.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir die Situation so schnell wie möglich hinbekommen“, beendete die Beigeordnete ihre Ausführungen.

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