Bundesweiter Warntag
Auf Notfälle vorbereitet sein

Nottuln -

Notfälle gibt es viele: Unwetter, Chemieunfälle, Hochwasser... Wie man davor warnt und was die Bevölkerung im Fall der Fälle tun sollte, darüber soll der bundesweite Warntag am 10. September aufklären.

Montag, 07.09.2020, 20:48 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 14:16 Uhr
Am Donnerstag (10. September) ertönen die Sirenen, die von der Kreisleitstelle der Feuerwehr zentral angesteuert werden. Unser Foto zeigt die auf dem Dach der Astrid-Lindgren-Schule.
Am Donnerstag (10. September) ertönen die Sirenen, die von der Kreisleitstelle der Feuerwehr zentral angesteuert werden. Unser Foto zeigt die auf dem Dach der Astrid-Lindgren-Schule. Foto: Ludger Warnke

Den landesweiten Warntag gab es schon. Ab sofort gibt es nun einen bundesweiten. Und das jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September. Premiere feiert er am Donnerstag (10. September). Die Probewarnung wird um 11 Uhr erfolgen, um 11.20 Uhr wird Entwarnung gegeben.

An diesem gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen soll die technische Infrastruktur der Warnung in ganz Deutschland getestet werden. In Nottuln heißt das konkret: Die Sirenen im Gemeindegebiet, die zentral von der Kreisleitstelle der Feuerwehr angesteuert werden, ertönen. „Außerdem werden wir mit dem Fahrzeug des Ordnungsamtes – vorausgesetzt es ist nicht in einem dringenden anderen Einsatz – durch die Gemeinde fahren und Lautsprecherdurchsagen machen“, erklärt Bürgermeisterin Manuela Mahnke .

Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung zu sensibilisieren. Er soll Warnprozesse transparenter machen, die verfügbaren Warnmittel (zum Beispiel Sirenen, Warn-Apps, Lautsprecherwagen, Radio, Fernsehen und Internet) ins Bewusstsein rücken sowie notwendiges Wissen zum Umgang mit Warnungen vermitteln, um die Bevölkerung in ihrer Fähigkeit zum Selbstschutz zu unterstützen, heißt es in einer Presseerklärung zu dem Bund-Länder-Projekt.

Die Liste der Themen, bei denen eine Warnung erfolgen kann, ist lang. Am bekanntesten sind sicherlich die Warnungen bei schwereren Verkehrsunfällen, aber auch die vor „gefährlichen Wetterlagen“ wie schweren Stürmen oder Gewittern sind in der Bevölkerung geläufig. Gewarnt werden kann aber auch vor Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben, vor Waffengewalt und Angriffen, vor Betriebsunfällen, bei denen gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden, vor flächendeckenden Stromausfällen, beim Ausfall der Versorgung zum Beispiel mit Trinkwasser oder bei der Telekommunikation sowie bei besonders ansteckenden Infektionskrankheiten.

Bürgermeisterin Mahnke empfiehlt vor allem auch die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA. Hier erhält man wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand, Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen sind ebenfalls in die Warn-App integriert. „Diese App kann man auf sein Smartphone laden und ortsgenau einstellen, sodass man immer aktuell und gezielt informiert ist“, so Mahnke.

Mit jeder Warnung erhalten die Bürgerinnen und Bürger in der Regel Empfehlungen, was sie zu ihrem Schutz tun können oder wo sie weitere Informationen erhalten. Darüber hinaus hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Tipps und Checklisten für die Vorsorge zusammengestellt. Alle Broschüren kann man sich von der Webseite des BBK ( www.bbk.bund.de) herunterladen. Weitere Infos finden sich im Internet:

 

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