Corona-Blick in die Partnerstadt Chodziez (P)
„Leider ist das Virus weit verbreitet“

Nottuln/Chodziez -

Die Corona-Pandemie beschäftigt auch die Menschen in Nottulns polnischer Partnerstadt. Im Freien gilt Maskenpflicht. Die Polizei kontrolliert verstärkt die Einhaltung der Maßnahmen.

Mittwoch, 21.10.2020, 19:18 Uhr
Bürgermeister Jacek Gursz berichtet von einer weiten Verbreitung des Virus.
Bürgermeister Jacek Gursz berichtet von einer weiten Verbreitung des Virus. Foto: Sammlung J. Gursz

Auch in Polen wird das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie zunehmend eingeschränkt, auch in Nottulns Partnerstadt Chodzież. Seit dem 8. August ist das Land in grüne, gelbe und rote Zonen je nach Anzahl der Erkrankungen eingeteilt, in denen dann unterschiedliche Einschränkungen gelten. Mittlerweile ist ganz Polen mindestens schon gelbe Region. Das bedeutet: Es gibt zwischen sechs und zwölf Infizierte pro 10 000 Einwohner in den letzten 14 Tagen.

Grundsätzlich gibt es dort die Maskenpflicht, auch im Freien. Die Einhaltung der Vorschriften wird von der Polizei verstärkt kontrolliert und bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Das Komitee für Städtepartnerschaft der Gemeinde Nottuln ist in ständigem Kontakt mit dem Komitee in Chodzież und auch mit Bürgermeister Jacek Gursz . Der schrieb nun dem Komitee aus Nottuln: „Leider ist das Virus in unserer Region weit verbreitet. In einer unserer Schulen befindet sich eine ganze Klasse in Quarantäne, da bei einem Kind das Virus festgestellt wurde. Mittlerweile sind in Chodzież mehr als 200 Personen in Quarantäne, 34 sind infiziert. Auch in meinem Büro wurde bei drei Personen Covid 19 diagnostiziert.“

Sein Stellvertreter, Piotr Witkowski, sei ebenfalls in Quarantäne, da dessen Frau positiv getestet wurde. Jacek Gursz: „Ich bin noch nicht krank, aber ich bin bei allem sehr vorsichtig. Ich habe keine Besprechungen, ich verwalte die Stadt von meinem Büro aus über das Internet und das Telefon.“

Geplant ist bislang, dass der polnische Bürgermeister am Wochenende 13. bis 15. November mit einer kleinen offiziellen Delegation nach Nottuln kommt. Dort wird er die Ansprache beim Gedenken zum Volkstrauertag in Nottuln halten und natürlich sich mit dem neuen Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes treffen. „Ob das möglich sein wird, steht angesichts der Pandemie-Entwicklungen in den Sternen“, sorgt sich das Nottulner Partnerschaftskomitee. Und auch Bürgermeister Gursz mag noch nicht eine Zusage geben. Eine Entscheidung wird möglicherweise Anfang November getroffen.

Bis dahin wünscht Bürgermeister Gursz den Nottulner Bürgerinnen und Bürgern alles Gute: „Bleibt warm und gesund!“

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