Antrittsrede von Dr. Dietmar Thönnes
Alles auf Anfang setzen

Nottuln -

Nottulns neuer Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes hat in seiner Antrittsrede noch einmal skizziert, was er sich für die Gemeinde wünscht. Die Agenda ist umfangreich.

Mittwoch, 04.11.2020, 21:22 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 21:30 Uhr
Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes dankte Karl Hauk-Zumbülte (l.) und Paul Leufke für ihre Arbeit als stellvertretende Bürgermeister. Während Leufke später wiedergewählt wurde, ist Hauk-Zumbülte ausgeschieden..
Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes dankte Karl Hauk-Zumbülte (l.) und Paul Leufke für ihre Arbeit als stellvertretende Bürgermeister. Während Leufke später wiedergewählt wurde, ist Hauk-Zumbülte ausgeschieden.. Foto: Frank Vogel

Zwei große Aufgaben sieht Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes in den kommenden Wochen für Rat und Verwaltung: Nach „einer Art Kassensturz“ müsse man sehen, was die Gemeinde im nächsten Jahr investieren kann, wie groß ihr Handlungsspielraum ist. Die zweite Aufgabe sei die Erstellung eines Planes „Nottuln 2030“, der möglichst alle größeren Projekte und Themen beschreibt. Das erklärte Thönnes in seiner Antrittsrede nach seiner Vereidigung in der konstituierenden Ratssitzung am Dienstagabend.

Und die Projekte und Themen führte er Ratsmitgliedern und Zuhörern im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums vor Augen. Das begann mit dem bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen, mit nachhaltigem, klimaneutralem Bauen, das auch ein Mobilitätskonzept berücksichtigt, überplante und neue Gewerbegebiete mit Ansiedlungen, bei denen qualitative Kriterien wie Flächenverbrauch und Effekt für den Arbeitsmarkt berücksichtigt werden.

Abschiede und Neuanfang

1/7
  • Paul Leufke vereidigte Dr. Dietmar Thönnes und gratulierte ihm anschließend als Erster.

    Foto: Frank Vogel
  • Paul Leufke vereidigte Dr. Dietmar Thönnes und gratulierte ihm anschließend mit einem Strauß Blumen.

    Foto: Frank Vogel
  • Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes verabschiedete die beiden scheidenden Ausschussvorsitzenden Claudia Jürgens und Klaus Overesch.

    Foto: Frank Vogel
  • Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes verabschiedete die Ratsmitglieder (v.l.) Günter Dieker, Dr. Julian Allendorf und Friedhelm Timpert.

    Foto: Frank Vogel
  • Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes verabschiedete die Ratsmitglieder (v.l.) Brigitte Kleinschmidt, Jürgen Jendroska, Ludger Jaxy und Roswitha Roeing-Franke.

    Foto: Frank Vogel
  • Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes verabschiedete die Ratsmitglieder Markus Wrobel (l.) und Klaus Teichmann.

    Foto: Frank Vogel
  • Hatte bei der konstituierenden Ratssitzung seinen Spaß: Nottulns neuer Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes.

    Foto: Frank Vogel

Freiräume für Kinder und Jugendliche im Ort, Inklusion und Integration, die Fortsetzung der Ortskernsanierung und ein neues Verwaltungsgebäude, das eine multifunktionalen Veranstaltungsraum beherbergt, sollen auf die Agenda. Beim wichtigen Thema Bildung soll in die Pädagogische Architektur des Gymnasiums investiert werden, und der Liebfrauenschule wolle die Gemeinde „ein verlässlicher Partner sein“, wie Thönnes sagte. Und „Beide Schulen brauchen dringend und schnell einen Glasfaseranschluss und WLAN.“ Das die Glasfaser im Ortsteil Nottuln nicht genug Interessierte gefunden hat, müsse man unbedingt ändern.

Die Bürgerbeteiligung soll durch Veranstaltungen in den Ortsteilen mit den dortigen Ratsmitgliedern gestärkt werden. Auch werde es in Zukunft Live-Übertragungen der Ratssitzungen auf der Homepage der Gemeinde zu geben – technisch sei das Ganze bereits vorbereitet.

„Ein ehrgeiziges Ziel“ sei, die Gemeinde bis 2030 klimaneutral zu machen. Fördermittel gebe es, die Gemeinde als Vorreiter, die Idee einer Energiegenossenschaft soll die Bürger mit ins Boot holen. „Für mich sind die Baumberge eine der schönsten Landschaften Deutschlands“, begeisterte sich Thönnes. Gemeinsam mit Landwirten, Jägern und Naturschützern wolle er für den Erhalt arbeiten.

Den Radverkehr fördern, den „Hauptbahnhof Nottuln“ in Appelhülsen zum Mobil-Hub – „vielleicht sogar mit einem Post-Häuschen“ – ausbauen, bei der S-Bahn Münsterland mitmachen, einen Mobilitätsmanager einstellen, das waren Stichworte zur Mobilität. Der Traum vom „Großen Nottulner Musiksommer“, eine hauptamtliche Kulturförderung, eine Kulturschule für Nottuln, aber auch die Förderung der Sportvereine und der Erhalt der Sportstätten waren weitere Punkte der Themenliste.

Schließlich erklärte Thönnes: „Die Verwaltung, von der ich nun ein Teil bin, verstehe ich als Dienstleister für die Menschen in der Gemeinde. Bürgerinnen und Bürger sollen erfahren, dass ihre Anliegen ernst genommen und schnell bearbeitet werden.“

Wichtig sei, dass man die vorhandenen Fördertöpfe nutze. Dazu soll es „eine Stelle geben, die diesem Thema gewidmet ist“, wünschte er sich. Er sei überzeugt, dass sich dieses Investment „bereits in den ersten Monaten Tätigkeit“ refinanziere.

„Heute ist der Tag, der uns, den neuen Rat der Gemeinde Nottuln ‚auf Anfang‘ setzt und uns zugleich in die Verantwortung nimmt“, endete Thönnes.

Doch nicht nur um den Anfang ging es in der Ratssitzung. Bürgermeister Thönnes dankte Paul Leufke und Karl Hauk-Zumbülte für ihre Arbeit als stellvertretende Bürgermeister. Während Hauk-Zumbülte ausschied, wurde Leufke später wiedergewählt, neu gewählt wurde Dr. Susanne Diekmann. Mit Claudia Jürgens und Klaus Overesch verabschiedete Thönnes zwei Ausschussvorsitzende, und mit Klaus Teichmann, Roswitha Roeing-Franke, Markus Wrobel, Brigitte Kleinschmidt, Ludger Jaxy, Jürgen Jendroska, Günter Dieker, Dr. Julian Allendorf und Friedhelm Timpert eine ganze Reihe scheidende Ratsmitglieder.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7663810?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker