Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt
Nur vereinzelt sind Hinweise nötig

Nottuln -

Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt: Polizei und Ordnungsamt haben nachgeschaut, ob sie eingehalten wird.

Freitag, 06.11.2020, 17:14 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 17:20 Uhr
Waren zufrieden mit den Marktbesuchern: Bezirksbeamtin Anne Frondziak und Ordnungsamtsmitarbeiter Hans-Jörg Teubner.
Waren zufrieden mit den Marktbesuchern: Bezirksbeamtin Anne Frondziak und Ordnungsamtsmitarbeiter Hans-Jörg Teubner. Foto: Johannes Oetz

„In Nottuln haben wir kein Problem mit Masken-Verweigerern“, sagt Anne Frondziak . Soeben hat die Bezirksbeamtin ihren Rundgang mit Hans-Jörg Teubner vom Ordnungsamt über den Nottulner Wochenmarkt beendet. Das Fazit der beiden: Es läuft gut im Stiftsdorf!

„Seit der ersten Corona-Schutzverordnung gilt auf dem Wochenmarkt die Maskenpflicht“, erklärt Teubner. Darauf weist die Gemeinde mit einem unübersehbar großen Schild auch hin. Die große Mehrheit der Besucher hält sich an die Vorschrift. Dennoch fällt dem Duo auf ihrem Weg immer wieder etwas auf. Zunächst nickt Teubner einem Marktbeschicker mit einer deutlichen Geste zu. Schwups ist der Mund-Nase-Schutz da, wo er auch hinmuss. Kurz darauf eilt ein junger Mann über den Platz. Er ist oben ohne. Kaum sieht er die Polizeiuniform, da ist der Mund-Nase-Schutz auch schon in Stellung gebracht. „Entschuldigung, ich war in Gedanken. Ich bin auf dem Weg zur Sparkasse.“ Kein Problem, sagt Anne Frondziak, und wünscht dem Davoneilenden einen schönen Feierabend.

Wenig später steuern die beiden Kontrolleure zwei Damen auf der Sitzbank am kleinen Brunnen an, die sich offensichtlich bestens unterhalten – nur leider ohne Masken. Anne Frondziak und Hans-Jörg Teubner sprechen das Paar sehr freundlich, aber auch bestimmt an. „Wir haben eben nur eine Kleinigkeit gegessen“, erklärt die eine Marktbesucherin entschuldigend. Teubner lässt Augenmaß walten. Zwar sage der Gesetzgeber, dass auf dem gesamten Marktgelände Maskenpflicht herrscht (und damit essen äußerst schwierig ist), doch darauf pocht der Ordnungsamtsmitarbeiter in diesem Fall nicht. „Die beiden Personen haben sich abseits des Geschehens befunden. Zudem war die ganze Zeit über niemand in der Nähe. Hier lag die Entscheidung in meinem Ermessen.“

In Münster sieht das beispielsweise ganz anders aus: Auf dem Wochenmarkt am Domplatz gilt seit dem vergangenen Mittwoch ein generelles Verbot des Verzehrs von Speisen und Getränken. „In Münster gibt es auch auf vielen Straßen der Innenstadt Maskenpflicht. Das müssen wir hier zum Glück nicht einführen“, sagt Anne Frondziak, die auf Wartende vor einem Stand zeigt: „Die Leute sind rücksichtsvoll und stehen mit viel Platz an. Sie lassen sogar Gassen frei, damit andere durchgehen können. Das ist vorbildlich.“

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