Christophorus Kliniken
Intensiv-Kapazitäten vorsorglich erhöht

Nottuln -

Die Christophorus Kliniken sind vorbereitet: Nicht nur die Zahl der Intensivbetten sind aufgestockt worden. Auch das Personal stellt sich auf mögliche Covid-Patienten ein.

Sonntag, 08.11.2020, 16:33 Uhr aktualisiert: 08.11.2020, 16:38 Uhr
Auf den Intensivstationen der Christophorus Kliniken in Coesfeld und Dülmen liegt aktuell kein Covid-19-Patient. Das kann sich mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen aber schnell ändern. Vor diesem Hintergrund wurde die Zahl der Intensivbetten vorsorglich von 18 auf 25 erhöht.
Auf den Intensivstationen der Christophorus Kliniken in Coesfeld und Dülmen liegt aktuell kein Covid-19-Patient. Das kann sich mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen aber schnell ändern. Vor diesem Hintergrund wurde die Zahl der Intensivbetten vorsorglich von 18 auf 25 erhöht. Foto: Christophorus Kliniken

Die rapide zunehmende Zahl an Corona-Infektionen sorgt für einen zunehmend besorgten Blick auf die Krankenhäuser, ihre Intensivbetten und ihre personellen Kapazitäten. An den Christophorus Kliniken mit Standorten in Nottuln, Coesfeld und Dülmen ist die Lage aktuell vergleichsweise entspannt. Regulär stehen in Coesfeld und Dülmen 18 Intensivbetten zur Verfügung, an zehn Plätzen kann eine Beatmungstherapie durchgeführt werden. „Wir haben die Kapazitäten bereits vorsorglich auf 25 Intensivbetten und zwölf Beatmungsplätze ausgeweitet. Darüber hinaus sind weitere Ausbau-Stufen vorbereitet“, informiert Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies auf Anfrage unserer Zeitung. Zurzeit (Stand Freitag) seien keine Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Zehn Betten seien mit Patienten mit anderen Erkrankungen belegt, davon würden zwei Patienten beatmet.

Die Personallage, insbesondere im Intensivbereich, haben die Christophorus Kliniken ebenfalls im Blick und wähnen sich auch hier für steigende Patientenzahlen gewappnet. Lönnies: „Eine Option ist, auf Anästhesiepflegekräfte zurückzugreifen. Diese haben die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege durchlaufen, sind jedoch normalerweise nicht auf der Intensivstation im Einsatz. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass nicht notwendige Operationen abgesagt werden.“

Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, auf Pflegepersonal zurückzugreifen, das bisher nicht im intensivmedizinischen Bereich tätig, aber schon im Frühjahr für die Pflege von Covid-19-Patienten geschult worden sei. Nicht zuletzt gebe es in der Christophorus Gruppe Intensivpflegepersonal, das sich inzwischen beruflich verändert habe, also in anderen Bereichen tätig sei, aber im Bedarfsfall auf der Intensivstation helfen würde.

Bereits in der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr wurde in den Kliniken ein Konzept entwickelt und erprobt, mit dem je nach Bedarf verschiedene Maßnahmen-Stufen aktiviert werden können. „Das hat sehr gut funktioniert und kann sehr schnell wieder in Gang gesetzt werden“, so Lönnies. In einem wesentlichen Punkt wurde das System geändert: Während im Frühjahr schwer erkrankte Patienten mit Covid-19-Infektionen vor allem am Standort Dülmen behandelt wurden, gilt aktuell: Patienten mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion werden an allen Standorten aufgenommen und behandelt. Entscheidend für den geeigneten Standort sind die Beschwerden und Begleiterkrankungen.

Die Standorte haben dafür separate Bereiche eingerichtet, die je nach Patientenaufkommen Teilbereiche oder eine ganze Station umfassen können. Grundsätzlich werden alle Patienten bei Aufnahme ins Krankenhaus auf SARS-CoV-2 getestet.

Wichtig sei, so Dr. Lönnies abschließend, dass alle – Personal, Patienten und Besucher der Krankenhäuser – die bekannten Hygieneregeln anwenden. Die Besuchsregeln wurden verschärft und werden gegebenenfalls weiter angepasst. Der vorgeschriebene, kon­trollierte Eingang in die Krankenhäuser wurde seit März beibehalten und, so der Geschäftsführer, habe sich bewährt.

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