Ausbildung zur Tourismuskauffrau
Maxine Sophie Lengers: „Glaube an die Zukunft der Touristik“

Schapdetten -

Die Tourismusbranche leidet enorm in der Corona-Krise. Das hält Maxine Sophie Lengers nicht von ihrem Berufswunsch ab: Die Schapdettenerin möchte Tourismuskauffrau werden. Einen Ausbildungsplatz hat die 18-Jährige bereits gefunden.

Mittwoch, 11.11.2020, 06:13 Uhr aktualisiert: 11.11.2020, 06:20 Uhr
Corona zum Trotz: Maxine Sophie Lengers glaubt an die Zukunft der Reisebranche und beginnt im kommenden Jahr eine Ausbildung zur Ausbildung zur Tourismuskauffrau.
Corona zum Trotz: Maxine Sophie Lengers glaubt an die Zukunft der Reisebranche und beginnt im kommenden Jahr eine Ausbildung zur Ausbildung zur Tourismuskauffrau. Foto: Annette Rabert

Maxine Sophie Lengers aus Schapdetten ist happy: Sie beginnt am 1. August nächsten Jahres eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau im alltours Reisecenter Coesfeld bei Inhaberin Annette Rabert .

Die 18-jährige reisebegeisterte, junge Frau aus Schapdetten steckt aktuell im Abiturjahrgang der Friedensschule in Münster. Ihre Begeisterung für die Ausbildung entstand 2017. Damals absolvierte sie ein dreiwöchiges, schulbegleitendes Praktikum in dem Coesfelder Reisebüro.

Warum sie sich gerade für dieses Reisecenter entschieden hat? Maxine Lengers: „2017 war meine erste Überlegung: Wo würde ich selber mit gutem Gewissen eine Reise buchen? Schließlich soll der Urlaub ja die schönste Zeit des Jahres werden. Persönliche, freundliche und qualifizierte Beratung waren für mich genauso ausschlaggebend wie eine gewisse Größe des Unternehmens, um zeitnah immer jemanden erreichen zu können. In Coesfeld wurde ich dann in allen Bereichen fündig.“ Als die Familie eine Reise dort buchte, konnte die junge Maxine quasi inkognito in das Reisecenter reinschnuppern. Der gute Eindruck, den sie gewann, blieb auch in den nächsten Jahren bestehen.

Während des Praktikums habe sie dann bereits viele Teile der Touristikbranche erkunden und auch selber an Vorgängen arbeiten können, erzählt die Schapdettenerin: „Eine Praktikantin in so vielen Bereichen mit einzubeziehen ist nicht selbstverständlich. Das hat mich unfassbar gefreut. Zudem waren meine Kolleginnen immer hilfsbereit.“

Ihre damalige und zukünftige Chefin erinnert sich noch gut an die Zeit des Praktikums: „Wir haben in jedem Jahr viele Anfragen von Schülern, die ein Praktikum bei uns machen möchten. Bei genauerem Nachfragen entpuppen sich die Interessenten leider sehr oft als begeisterungsunfähige gelangweilte Teenager, die gar keine Lust haben, in einen serviceorientierten Dienstleistungssektor hineinzuschnuppern und geben oftmals offen zu, dass sie keine Ahnung von Geografie haben. Maxine brannte von Anfang an darauf, die Welt kennenzulernen, hatte von vielen Ländern tolle Geografie- und vor allem auch Politikkenntnisse und keine Scheu, auf Kunden zuzugehen.“ Jeden Morgen sei sie pünktlich und strahlend aufgetaucht. „Am Ende der Praktikumszeit überraschte sie mein Team mit einem selbst gemachten Geschenk als Dankeschön für den Praktikumsplatz. Das war selbst für mich absolutes Neuland!“

In den Jahren nach dem Praktikum im Reisebüro schnupperte Maxine noch in andere Berufszweige hinein, aber für sie war ziemlich schnell klar: wenn sie ihr Abi in der Tasche hat, geht es ab ins Reisebüro.

Sie verabredete sich mit der Reisebüroinhaberin Annette Rabert und besprach mit ihr die Zukunftsvisionen. Schnell wurde ihr klar, dass zwar die Corona-Pandemie der Reisebranche mit am schlimmsten zugesetzt hat, aber die zukünftige Chefin den Neustart und die Zukunft der Touristik mit klaren Visionen und Zielsetzungen plant. Gerade die Deutschen waren immer Reiseweltmeister. In diesem Jahr wurden sie daran gehindert, ihren Titel zu verteidigen. Doch genau aus diesem Grunde erwartet Maxine an ihrer zukünftigen Ausbildungsstelle freudig eine Menge Arbeit im kommenden Jahr.

So wurde der Ausbildungsvertrag geschlossen. Klar gab es Unkenrufe aus den Reihen skeptischer Bekannter, berichtet die Schapdettenerin. Aber davon lässt sich Maxine nicht abbringen. Und sie weiß, dass ihr zukünftiges Kolleginnenteam schon einiges für sie vorbereitet: „Ich habe bereits ein eigenes Ablagefach, in dem ein Urlaubsreisebuch schlummert. Das schreiben meine Kolleginnen für mich und bestücken es ständig mit vielen Länderinformationen, Buchungscodes der Flughäfen, Einreisebestimmungen, Sehenswürdigkeiten und besonderen Geheimtipps. Und dadurch erhalte ich eine tolle, ganz persönliche Grundlage für meine Ausbildung. Ich glaube an die Zukunft der Touristik und der Reisebüros“, freut sich Maxine Sophie Lengers auf die Zeit nach ihrem Abitur.

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