Gemeindewerke
E-Pkw und neue Fotovoltaikanlage

Nottuln -

Die Nottulner Gemeindewerke mit ihren Betriebszweigen Abwasserwerk, Wasser- und Energieversorgung, Bäder und Baubetriebshof planen für 2021 eine ganze Reihe von Maßnahmen. Soll soll unter anderem die neue Dreifachsporthalle eine Fotovoltaikanlage erhalten.

Mittwoch, 25.11.2020, 20:19 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:38 Uhr
Das Wasserwerk Nottuln und die Energieversorgung decken mit ihren Gewinnen die Verluste der Bäder.
Das Wasserwerk Nottuln und die Energieversorgung decken mit ihren Gewinnen die Verluste der Bäder. Foto: Frank Vogel

„Wirtschaftliches Handeln mit Augenmaß“ – diesen erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre verfolgen die Nottulner Gemeindewerke auch im nächsten Jahr. In allen Betriebszweigen der Gemeindewerke – Abwasserwerk, Wasser- und Energieversorgung, Bäder und Baubetriebshof – sind 2021 Investitionen zum Ausbau und zum Erhalt der Infrastruktur geplant. Zugleich werden Gewinne erwirtschaftet, um Rücklagen für kommende Investitionen zu bilden und auch die Verluste der Bäder abzudecken. Und nicht zuletzt fließen auch wieder Gelder in beträchtlicher Höhe als Konzessionsabgabe oder Eigenkapitalverzinsung in den Gemeindehaushalt.

Abzulesen ist das alles in den Wirtschaftsplänen der Gemeindewerke für 2021. Im Betriebsausschuss der Gemeinde standen die Zahlenwerke am Dienstagabend zur Beratung und Beschlussfassung an. Kritik an den Plänen gab es im Ausschuss nicht, lediglich einige informative Nachfragen wurden gestellt. Folglich: Alle Wirtschaftspläne wurden einstimmig verabschiedet. Die Betriebszweige:

Abwasserwerk

Für 2021 kalkulieren die Gemeindewerke beim Abwasserwerk Erlöse in Höhe von 3 358 088 Euro und Aufwendungen in Höhe von 3 031 670 Euro. Es verbleibt ein Gewinn von 326 417 Euro. Wichtigste Investitionen in 2021 sind die Erneuerung der Kanalisation Burgstraße/Tiefe Straße (insgesamt 2,7 Mio. Euro), die Kanalerneuerung Friedensstraße (480 000 Euro) und die Anschaffung eines Elektro-Pkw (25 000 Euro).

 

Wasser- und

Energieversorgung

Die Gemeindewerke kalkulieren mit Erlösen in Höhe von 3 113 277 Euro und Aufwendungen in Höhe von 2 374 091 Euro. Es verbleibt ein Gewinn in Höhe von 739 186 Euro, der mit den Bäderverlusten verrechnet wird. Die Erlöse generieren sich unter anderem aus dem Wasserverkauf (2,39 Mio. Euro), aus dem Energieverkauf des Nahwärmeverbunds (388 000 Euro) und aus Nebenleistungen, zum Beispiel der Einspeisevergütung der Fotovoltaikanlagen des Wasserwerkes (66 500 Euro). Wichtigste Investitionen sind Maßnahmen zur Erneuerung des Wasserleitungsnetzes (120 000 Euro), der Bau einer Wassertransportleitung vom Abzweig Beisenbusch nach Schapdetten (450 000 Euro) und die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Dreifachsporthalle an der Rudolf-Harbig-Straße (90 000 Euro). Mit dieser Investition wird sich der Ausschuss noch einmal detailliert in der März-Sitzung befassen. Nach Aussage von Werkeleiter Peter Scheunemann wird geprüft, ob bei dieser Fotovoltaikanlage auch Stromspeichersysteme sinnvoll und wirtschaftlich verwendet werden können. Damit greifen die Gemeindewerke auch eine Anregung der UBG auf, die den Aspekt der Stromspeicherung mit einem Antrag vor einiger Zeit zum Thema gemacht hatte. Die neue Fotovoltaikanlage auf der Dreifachsporthalle wäre dann die achte Anlage der Gemeindewerke.

Bäder

Im Bäderbereich sind trotz der unbefriedigenden, Corona-bedingten Einnahmesituation keine Erhöhungen der Eintrittspreise für 2021 vorgesehen. Werkeleiter Scheunemann informierte den Ausschuss, dass aus dem Gemeindehaushalt ein 50 000-Euro-Zuschuss gezahlt wird, um die Einnahmeverluste zu kompensieren. Zwar konnte die Bäder in diesem Jahr aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht unter Volllast betrieben werden, doch wurde das Wellenfreibad im Sommer trotz der Einschränkungen gut angenommen. „Die Entscheidung zur Öffnung unseres Freibades unter Corona-Bedingungen war richtig“, betonte Scheunemann. Zumal durch den Badebetrieb kein Infektionsgeschehen ausgelöst worden sei. Der Wirtschaftsplan 2021 der Bäder schließt mit Erlösen in Höhe von 298 850 Euro und Aufwendungen in Höhe von 1 025 280 Euro ab. Unterm Strich entsteht ein Verlust von 726 430 Euro (Verrechnung mit Gewinn Wasserversorgung). Insgesamt 95 000 Euro sollen in die Ausstattung und Technik der Bäder investiert werden.

 

Baubetriebshof

Die Gemeindewerke kalkulieren für den Baubetriebshof ein neutrales Jahresergebnis. Erlöse und Aufwendungen sind mit jeweils 2 845 550 Euro beziffert.. Wichtigste Investition ist die Ersatzbeschaffung für einen Winterdienststreuer und ein Schneeschild (40 000 Euro).

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