Grundschüler in Nottuln gehen souverän mit den Hygiene-Vorschriften um
„Hauptsache, wir haben Schule“

Appelhülsen/Nottuln/Darup -

Die Grundschüler in Nottuln haben mit der Einhaltung der Corona-Regeln keine großen Probleme. Das berichten die Schulleitungen aller vier Nottulner Grundschulen.

Montag, 30.11.2020, 06:23 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:33 Uhr
„Hauptsache, wir haben Schule.“ Die Nottulner Grundschulen gehen nach Aussage der Schulleitungen ganz pragmatisch mit der Corona-Situation um.
„Hauptsache, wir haben Schule.“ Die Nottulner Grundschulen gehen nach Aussage der Schulleitungen ganz pragmatisch mit der Corona-Situation um. Foto: dpa

„Es hat sich eingespielt“, beschreibt Udo Lösel , kommissarischer stellvertretender Schulleiter der St. Martinus Grundschule, den Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen an Nottulns größter Grundschule. „Die Kinder machen das ganz ordentlich“, bestätigt Lösel die Eindrücke der Schulleitungen aller vier Nottulner Grundschulen. Zum Glück ist bisher an keiner ein Coronafall aufgetreten. Alle tun mit dem Einhalten aller Corona-Regeln ihr Bestes, damit dieser Fall möglichst auch nicht eintritt. In der ganzen Zeit mussten Nottulner Grundschulkinder lediglich wegen erkrankter Personen in ihrer Umgebung kurzfristig in Quarantäne. „Wir hoffen, dass der Schulbetrieb weiterläuft.“

„Hauptsache, wir haben Schule“, hat auch Angelika Wiedau-Gottwald schon häufig von den Kindern gehört. „Kinder sind da sehr unproblematisch!“, fasst die Schulleiterin der St. Marienschule Appelhülsen ihren Eindruck vom aktuellen Schulbetrieb zusammen. „Sie sind sehr willig, sehr bemüht, die Regeln einzuhalten“, berichtet sie. Wenn die Schülerinnen und Schüler auf ihren Plätzen die Masken nicht aufsetzen müssten, trügen sie diese am Arm, um sie griffbereit und sauber zu halten, so Wiedau-Gottwald. Auch das Lüften der Klassenräume werde problemlos akzeptiert. Einige Kinder hätten Decken oder Jacken an ihren Plätzen, um sich bei Bedarf damit zu wärmen. „Generell hatte ich mir das schwieriger vorgestellt“, freut sie sich.

„Kinder gehen erstaunlich souverän mit den Hygiene-Vorschriften um, hat Marion Roperz, Konrektorin der Astrid-Lindgren-Schule, ebenfalls festgestellt. Deren Einhaltung sei mittlerweile selbst für die Erstklässler selbstverständlich. „Wir tun unser Möglichstes und freuen uns über jede Woche Unterricht“, weiß Roperz sowohl aus Gesprächen mit den Schülern und Lehrern. „Auch die Eltern verhalten sich vorbildlich“, lobt sie, dass Kinder mit Erkältungssymptomen sicherheitshalber schneller als bisher zuhause behalten würden. Lobende Worte hat sie auch für die gute Betreuung durch das Schulamt. Dessen Mitarbeiter seien bei Fragen immer um schnelle Hilfe bemüht.

„Keine Probleme“, kann auch ihre Rektorin Ursula Wippich vermelden. Und das, obwohl die Sebastianschule Darup nach dem Brand im Sommer noch mit weniger Platz zurechtkommen muss. „Wir halten das sehr genau mit den Abstandsregelungen“, erklärt die Schulleiterin. Deshalb seien auch die Pausen geteilt und würden in zwei Gruppen eingelegt. Nach wie vor kommen die Schülerinnen und Schüler mit dem Schulbus, selbstverständlich mit Masken. Und auch in Darup wird sehr viel gelüftet. Dass es dabei ziemlich kalt wird, lasse die Erwachsenen mehr frieren als die Kinder, stellt Ursula Wippich schmunzelnd fest.

Abschließend ist Udo Lösel noch etwas wichtig: „Es ist genial, dass wir schwimmen gehen dürfen.“ Ausdrücklich bedankt er sich bei der Gemeinde, die das Schulschwimmen weiterhin ermöglicht. Schließlich könne damit ein wenig die fehlende Bewegung der Kinder in der Pandemiezeit, die sich bereits gravierend bemerkbar mache, ausgeglichen werden.

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