Tür in der St.-Martinus-Kirche
Ausschließlich den Drücker verwenden

Nottuln -

Im Zuge der Barrierefreiheit im Ortskern hat die St.-Martinus-Kirche elektrische Türöffner erhalten. Das Problem: Viele Besucher des Gotteshauses haben die Funktionsweise der beiden Drücker noch nicht verstanden.

Donnerstag, 03.12.2020, 09:22 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:30 Uhr
Maria Vos, Küsterin der St.-Martinus-Kirche Nottuln, macht es vor: Ausschließlich durch das Drücken des Tasters im unteren Bereich öffnen sich die elektrischen Türen – sowohl die schweren Eichentüren außen als auch die gläsernen Türen im Innenraum.
Maria Vos, Küsterin der St.-Martinus-Kirche Nottuln, macht es vor: Ausschließlich durch das Drücken des Tasters im unteren Bereich öffnen sich die elektrischen Türen – sowohl die schweren Eichentüren außen als auch die gläsernen Türen im Innenraum. Foto: Johannes Oetz

„Nein, mit Corona hat das ausnahmsweise mal nichts zu tun. Das haben wir gemacht, damit Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen einfacher in die Kirche hinein- und auch wieder herauskommen“, erklärt Maria Vos . Die Küsterin der St.-Martinus-Kirche steht vor dem Hauptportal des Gotteshauses und zeigt auf die schweren Eichentüren: „Seit dem 1. November gibt es für diese Türen und die gläsernen Windfangtüren dahinter eine elektrische Türöffnung. Wer in die Kirche möchte, kann das ausschließlich durch das Betätigen des Türdrückers im unteren Bereich auf der rechten Seite des Eingangsportals.“ Und dann demons­triert sie es. Mit etwas Druck – es ist kein Softtouch – betätigt sie den Schalter. Wie von Geisterhand öffnen sich zunächst die Eichentüren, dann gehen nacheinander auch die beiden Glastüren auf.

„Viele Leute versuchen immer noch, per Hand die Türen zu öffnen. Leider kommt es dann direkt zu einer Störung, und die elektrische Öffnung funktioniert nicht mehr.“ Manchmal, erzählt Maria Vos, sei jemand nach korrekter Öffnung in die Kirche getreten. Im Anschluss gingen zunächst die gläsernen Türen zu. „Und dann kommt jemand anderes genau in diesem Moment durch die noch geöffneten Eichentüren und stößt die Glastüren mit der Hand auf.“ Die Folge? Richtig! Nichts funktioniert mehr.

Umgekehrt läuft es im Übrigen genauso. Wer aus der Kirche wieder ins Freie möchte, muss zuerst auf einen Knopf drücken. Der befindet sich auf einer Sandsteinstele hinter der letzten Bankreihe. Auch hier gilt: An die frische Luft sollte nur der gehen, der vorher den Knopf gedrückt hat. „Wir sprechen momentan jeden auf diese Funktion an und hoffen, dass das bald bei allen angekommen ist“, weiß Maria Vos auch, dass alle Schilder an den Eichentüren und der Stele das Problem wohl nicht alleine lösen werden.

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