Kleines deutsch-polnisches Gipfeltreffen
Die Chemie stimmt

Nottuln -

Kurz vor Weihnachten trafen sich die beiden Bürgermeister aus Chodziez und Nottuln im Rahmen einer Videokonferenz. Und sie stellten viele Ähnlichkeiten fest.

Sonntag, 27.12.2020, 19:48 Uhr aktualisiert: 27.12.2020, 19:50 Uhr
Kurz vor Weihnachten trafen sich die beiden Bürgermeister aus Chodziez und Nottuln im Rahmen einer Videokonferenz – mit dabei die Vorsitzenden der beiden Komitees (von links oben im Uhrzeigersinn): Beata Roguszka, Robert Hülsbusch, Jacek Gursz und Dr. Dietmar Thönnes.
Kurz vor Weihnachten trafen sich die beiden Bürgermeister aus Chodziez und Nottuln im Rahmen einer Videokonferenz – mit dabei die Vorsitzenden der beiden Komitees (von links oben im Uhrzeigersinn): Beata Roguszka, Robert Hülsbusch, Jacek Gursz und Dr. Dietmar Thönnes. Foto: Partnerschaftskomitee Nottuln

Die Chemie stimmt. Das wurde schnell deutlich. Kurz vor Weihnachten trafen sich zum ersten Mal die beiden Bürgermeister: aus Nottuln Dr. Dietmar Thönnes , seit November neu im Amt, und Jacek Gursz, seit 2006 schon Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Chodziez. Geplant war dieses Treffen schon für November in Nottuln. Beide hatten sich darauf gefreut. Doch die Entwicklung der Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. Und da auch in den nächsten Wochen ein reales Treffen unwahrscheinlich ist, trafen sich beide online im Videoraum des Komitees für Städtepartnerschaft der Gemeinde Nottuln. Mit dabei auch Beata Roguszka, Vorsitzende des Komitees aus Chodziez und Übersetzerin, und Robert Hülsbusch , Vorsitzender des Nottulner Komitees.

Ganz zwanglos und ohne Tagesordnung redeten die beiden Bürgermeister, stellten sich vor und sprachen auch über ihre beruflichen Erfahrungen und Perspektiven, berichtet das Partnerschaftskomitee in einer Pressemitteilung. Jacek Gursz machten seinem Amtskollegen Mut: „Egal, ob man in Polen oder Deutschland Bürgermeister ist, wichtig ist es, ein Ziel zu haben und zu wissen, was für die Kommune zu tun ist.“ Das Bürgermeisteramt verlange großes Engagement, aber die Arbeit mache viel Spaß. Gursz: „Es gibt immer wieder wunderbare Treffen mit vielen netten Menschen. Begegnungen der besonderen Art!“

Dr. Thönnes konnte nach wenigen Wochen Bürgermeistertätigkeit diese Erfahrung schon teilen. Er gehe jeden Morgen mit Freude und Schwung ins Rathaus und treffe dort auf sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit denen habe er viele Pläne: „Nottuln wird sich verändern, wird zukunftsfähig!“ Die Verwaltung wolle er transparenter, bürgerfreundlicher und effizienter machen. Die Neugestaltung der Internetseite der Gemeinde sei dazu schon ein erster Schritt. In allen Ortsteilen sollen demnächst Bürger-Politiker-Gespräche stattfinden. Ein großes Thema sei natürlich der Klimaschutz, verbunden mit einer zukunftsorientierten Politik der Ansiedlung, der Schaffung von Wohnraum und Gewerbeflächen. Die weitere Digitalisierung von Schulen und Verwaltung sowie eine Neuausrichtung der Mobilität in der Gemeinde ständen weiter auf der Agenda ganz oben.

Schnell wurde klar, dass beide Bürgermeister in Sachen großer Politik, bezogen auf Demokratie und Weltoffenheit, ähnlich „ticken“. Jacek Gursz berichtete von seinem Engagement auf diesem Gebiet und lobte dabei die Rede von Bürgermeister Thönnes, die dieser auf der Kundgebung aus Anlass des AfD-Treffens in Nottuln gehalten hatte. Er hätte diese engagierte Rede gelesen und sich über die große Resonanz bei dieser Kundgebung für ein buntes Nottuln gefreut. Und natürlich drückten die beiden Verwaltungschefs ihre Sorgen bezüglich der Corona-Krise aus, zeigten sich aber beide – bezogen auf die Zukunft – optimistisch. Auch eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Bürgermeistern.

Blieb noch der private Austausch. Was machen beide, wenn sie mal Zeit haben? Dr. Dietmar Thönnes liebt die Musik und musiziert, Jacek Gursz liebt das Reisen. Seine große Leidenschaft: Asien. Und zum Schluss drückten beide ihre Freude darüber aus, sich bald auch real treffen und sich dann noch besser kennenlernen zu können. Der Anfang einer guten partnerschaftlichen Beziehung ist gemacht, freut sich das Partnerschaftskomitee. Die Chemie stimmt.

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