Impfung gegen Corona
Senioren bekommen Hilfe

Nottuln -

Einen Impftermin klar zu machen und sich dann impfen zu lassen – für Senioren über 80 kann das zu einer sehr hohen Hürde werden. In Nottuln gibt es Ehrenamtliche, die beim Überwinden helfen.

Dienstag, 26.01.2021, 17:57 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 18:00 Uhr
Auf Einladung von Carola König, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Nottuln (oben links), wurde über das Thema „Impfbegleitung“ gesprochen.
Auf Einladung von Carola König, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Nottuln (oben links), wurde über das Thema „Impfbegleitung“ gesprochen. Foto: Gemeinde Nottuln

Jetzt ist es also soweit: Seniorinnen und Senioren, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, das sind in der Gemeinde Nottuln 1055 Personen, können sich gegen Covid-19 impfen lassen. Aber das Verfahren hat seine Tücken. Eine Anmeldung zu einem Impftermin im Impfzentrum Dülmen ist telefonisch (08 00/ 11 61 17 02) oder über das Internet (www.116117.de) möglich. Theoretisch. Wie zu erwarten, war in der Praxis am Montag allerdings sowohl telefonisch wie auch online kein Durchkommen (wir berichteten).

„Warten Sie, bis neue Termine in den nächsten Tagen freigeschaltet werden“, so die Nachricht auf der Website. Wenn auch sicher viele noch fitte Seniorinnen und Senioren den Anmeldemarathon selbstständig bewältigen oder Verwandte, Freunde beziehungsweise Nachbarn helfen können, wird ein nicht unerheblicher Anteil hilflos vor den Anforderungen stehen. Das schreibt eine Gruppe von Aktiven, die sich um dieses Problem kümmern wollen.

Frühzeitig hatten sich der Vorsitzende der DJK Grün-Weiß Nottuln, Josef Dirks, und der Nottulner Günter Dieker zusammen mit dem Autohaus Gehrmann bei Carola König gemeldet und Hilfe angeboten. Die Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde hatte daraufhin die Kolpingsfamilie Nottuln und die „Zeitbörse“ zusammen mit den Initiatoren zu einer Videokonferenz eingeladen.

Dabei wurde klar, dass die Gemeinde Nottuln die Koordinierung der Hilfsangebote nicht übernehmen würde. Die Kolpingsfamilie Nottuln hat daraufhin in Kooperation mit den anderen beteiligten Gruppen, Vereinen und Privatpersonen die Federführung bei der Hilfestellung übernommen.

Kolpingvorsitzender Gerhard Schmitz: „Das Anliegen steht in der Tradition und entspricht dem Selbstverständnis des Kolpingwerkes. Es ist unser ureigenes Prinzip, uns den Anforderungen unserer Zeit nicht zu verschließen. Wir sind ausdrücklich von unserem Diözesanvorsitzenden aufgerufen und ermutigt worden, uns hier zu engagieren.“

Den an Seniorinnen und Senioren versandten Schreiben des Landrates und des Gesundheitsministers hatte die Gemeinde das Informationsschreiben der ehrenamtlichen Helfer beigefügt, das dieses Hilfsangebot konkretisiert. Ehrenamtliche werden bei der Anmeldung zum 1. und 2. Impftermin behilflich sein. Falls weder Verwandte, noch Freunde oder Nachbarn eine Fahrmöglichkeit nach Dülmen anbieten können, werden die Helfer auch diese Aufgabe übernehmen und die betreffende Person zum Impfzentrum in Dülmen fahren und begleiten. Dabei besteht für alle Maskenpflicht.

Die Koordinierung erfolgt durch das Kolpingmitglied Karl-Heinz Prigge. Er ist unter der Rufnummer 0 25 02/4 83 68 99 oder per Mail unter karl-heinz.prigge@online.de erreichbar. Es besteht Versicherungsschutz für alle Beteiligten, die Datenschutzrichtlinien werden beachtet. Weitere Helferinnen und Helfer sind willkommen.

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