Wintereinbruch in Nottuln
Die meisten Bürger bleiben zu Hause

Nottuln -

Der starke Schneefall hält die Gemeinde Nottuln weiter fest im Griff. Gleichwohl verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr aktuell eine ruhige Einsatzlage.

Sonntag, 07.02.2021, 11:51 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 13:32 Uhr
Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause.
Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause. Foto: Ludger Warnke

Der schwere Wintereinbruch hat auch die Gemeinde Nottuln mit Massen von Schnee eingehüllt. Bedingt durch die starken Windböen kam es vielerorts in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten zu erheblichen Schneeverwehungen mit Höhen bis zu einem Meter.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde wurde um kurz nach 6 Uhr am Sonntagmorgen in Bereitschaft versetzt. „Durch Kreisbrandmeister Christoph Nolte wurde der Ausnahmezustand für den Kreis Coesfeld ausgerufen“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker , Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Nottuln. Kreisweit waren die Feuerwehrgerätehäuser zu besetzen.

Dabei hatten auch die Feuerwehrleute mit dem Schnee zu kämpfen. „Etwa 80 Prozent der Kameraden kamen zu Fuß zu den Gerätehäusern, da sie mit ihren Privatautos nicht durch den Schnee kamen. Die Kameraden aus den Bauerschaften kamen mit ihren Treckern“, schilderte Plogmaker.

Die Feuerwehrleute hatten bereits am Freitag und am Samstag Maßnahmen für den schneereichen Sonntag getroffen. Unter anderem wurde ausreichend Benzin und Diesel für Fahrzeuge und Motorgerätschaften gebunkert, auf den Einsatzfahrzeugen wurden Schneeketten montiert.

Am Sonntagvormittag hielten sich die Wehrleute bereit, um Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen. Die Einsatzlage blieb aber verhältnismäßig ruhig. „Wir hatten nur vereinzelt kleinere Hilfeleistungen“, berichtete Plogmaker.

Wintereinbruch in Nottuln

1/32
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • WN-Leser Dieter Pferdekamp beobachtete am Sonntag in seinem Garten viele Vögel, die hungrig, aber vorsichtig zum Futterangebot kamen, um ihren Hunger zu stillen. Immer achtsam und scheu, genau darauf achtend, ob kein Fressfeind, beispielsweise ein Sperber, in der Nähe ist, der auch gerne solche Futterplätze aufsucht, um sich dort einen unachtsamen Singvogel zu schnappen. Beide Meisen hatten Glück, kein Sperber in der Nähe und sie konnten die Energie aufnehmen, die sie in diesen schneereichen und kalten Zeiten benötigen, um zu überleben. "Im Frühjahr und Sommer brauchen wir sie, wenn sie beginnen, die Raupen zu suchen, um sie an ihre Brut zu verfüttern", sagt Dieter Pferdekamp.

    Foto: Dieter Pferdekamp
  • Der scharfe Ostwind sorgte am Sonntag an vielen Stellen in der Gemeinde für hohe Schneeverwehungen. Auch dieser Autofahrer musste sein Fahrzeug zunächst einmal aus der Schneeumklammerung befreien.

    Foto: Johannes Oetz
  • Mit ihren Allradfahrzeugen kam die Nottulner Feuerwehr noch überall gut durch den Schnee.

    Foto: Johannes Oetz
  • Winterliches Nottuln!

    Foto: Johannes Oetz
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • WN-Leser Willi Maukisch erwischte mit der Kamera diesen kleinen Greifvogel, der sich im Garten auf der Kirschlorbeerhecke ausruhte.

    Foto: Willi Maukisch
  • Der Schnee und die Verwehungen machten auch den Menschen in den Baumbergen zu schaffen. Bergeweise Schnee schippen war angesagt und Autofahren fast unmöglich. Ein sportlicher Nottulner nutzte indes die seltene Gelegenheit und schnallte sich die Ski unter. So kam er prima durch die Straßen.

    Foto: Iris Bergmann
  • Für Patrouillenfahrten durch den Ort und insbesondere in den Wohngebieten griff die Nottulner Feuerwehr auch auch ein geländegängiges Quad zurück, hier mit Brandoberinspektor Gil Beckord am Lenker.

    Foto: Ludger Warnke
  • Die Leitstelle im Feuerwehrgerätehaus Nottuln war seit Sonntagmorgen 6 Uhr permanent mit einem Team besetzt. Von hier wurden Hilfsmaßnahmen koordiniert.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der ADAC-Abschleppdienst des Autohauses Rump hatte am Sonntag nur selten Pause. Mit Beginn des starken Schneetreibens in der Nacht zum Sonntag musste auch der Abschleppdienst häufig ausrücken, auch zur Autobahn 43. "Ich weiß nicht, warum bei so einem Wetter so viele noch mit dem Auto fahren müssen", kommentierte ein Fahrer kopfschüttelnd die vielen Einsätze.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause.

    Foto: Ludger Warnke
  • Winterschnappschuss am Sportheim der DJK Grün-Weiß Nottuln.

    Foto: Johannes Oetz

Für die Gesamtfeuerwehr wurde daher die Bereitschaftsanwesenheit im Gerätehaus im Laufe des Vormittags wieder aufgehoben. Aktuell sind aber alle vier Gerätehäuser in der Gemeinde mit einer neunköpfigen Bereitschaftsgruppe und einem Zwei-Mann-Team für die Koordinierung von Maßnahmen besetzt.

„Das große Chaos mit umgestürzten Bäumen wie vor einigen Jahren ist zum Glück ausgeblieben“, freute sich Tobias Plogmaker.

Zur verhältnismäßig ruhigen Einsatzlage trug aber auch das Verhalten eines Großteils der Bürger bei. Sie ließen das Auto stehen und blieben zu Hause. Dazu riefen Polizei und Feuerwehr insgesamt auf. Denn vor allem wegen der starken Schneeverwehungen sind einige Straßen in den Baumbergen derzeit nicht durchgängig passierbar. Das betrifft sowohl kleinere Wirtschaftswege und Kreisstraßen als auch Landes- und Bundesstraßen. Im Bahnverkehr ist mit Ausfällen zu rechnen. Der Busverkehr wurde aufgrund der Witterungsbedingungen vorübergehend eingestellt.

Schwere Verkehrsunfälle sind derzeit nicht bekannt. In Darup ist in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer gegen einen umgekippten Baum gefahren. Er wurde aber nicht verletzt.

Im Dauereinsatz befindet sich der Winterdienst des Gemeindebauhofes. Allerdings kommen die Bauhofmitarbeiter mit der Schneeräumung kaum hinterher. Sobald Straßen und Wege geräumt sind, sorgen anhaltender Schneefall und der starke Wind dafür, dass sie wieder zugeweht werden.

Polizei und Feuerwehr bitten weiter darum, möglichst Zuhause zu bleiben und das Auto stehen zu lassen. Berufspendler müssen sich am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit auf Behinderungen einstellen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7805176?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker