Update: Wintereinbruch in Nottuln
Lob an die Bevölkerung

Nottuln -

Nur zu kleineren Hilfeleistungen musste die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde am Sonntag ausrücken. Eine erste Bilanz.

Sonntag, 07.02.2021, 20:05 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 20:22 Uhr
Der Räumdienst war in Nottuln im Dauereinsatz.
Der Räumdienst war in Nottuln im Dauereinsatz. Foto: Johannes Oetz

Der schwere Wintereinbruch hat in der Gemeinde Nottuln bis Sonntagabend zu relativ wenigen Einsätzen der Feuerwehr geführt. „Glücklicherweise haben die meisten Bürger ihre Autos stehen gelassen, sind zu Hause geblieben oder waren allenfalls zu Fuß unterwegs“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker , Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr . Die Feuerwehr verzeichnete nur kleinere Hilfeleistungen wie Anfahrhilfe für liegengeblieben Autos oder die Überprüfung einer Heizungsanlage.

Auch die Polizei zog am Sonntag eine zufriedenstellende Bilanz. Die Bürgerinnen und Bürger verhielten sich vorbildlich. Es kam im Münsterland nur vereinzelt zu Unfällen. Einer ereignete sich in Darup. Dort fuhr in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer gegen einen umgekippten Baum. Der Fahrer blieb unverletzt.

Häufiger waren dagegen Einsätze wegen festgefahrener Fahrzeuge. Bedingt durch die starken Windböen kam es vielerorts in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten zu erheblichen Schneeverwehungen mit Höhen bis zu einem Meter und mehr. Das führte unter anderem dazu, dass in den Baumbergen nicht nur kleinere Wirtschaftswege unpassierbar waren. Auch die Landstraße 874 Nottuln-Havixbeck sowie die Ortsumgehung Nottuln (B 525) waren gesperrt.

Wegen der Schneemassen kam es auch zu Ausfällen im Bahnverkehr, außerdem wurde der Busverkehr vorübergehend eingestellt.

Wintereinbruch in Nottuln

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  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • Die extreme Schneewetterlage hat viele Gesichter. So mancher Bürger genießt es, andere waren am Sonntag bei der Arbeit und mussten den Schnee räumen.

    Foto: Johannes Oetz
  • WN-Leser Dieter Pferdekamp beobachtete am Sonntag in seinem Garten viele Vögel, die hungrig, aber vorsichtig zum Futterangebot kamen, um ihren Hunger zu stillen. Immer achtsam und scheu, genau darauf achtend, ob kein Fressfeind, beispielsweise ein Sperber, in der Nähe ist, der auch gerne solche Futterplätze aufsucht, um sich dort einen unachtsamen Singvogel zu schnappen. Beide Meisen hatten Glück, kein Sperber in der Nähe und sie konnten die Energie aufnehmen, die sie in diesen schneereichen und kalten Zeiten benötigen, um zu überleben. "Im Frühjahr und Sommer brauchen wir sie, wenn sie beginnen, die Raupen zu suchen, um sie an ihre Brut zu verfüttern", sagt Dieter Pferdekamp.

    Foto: Dieter Pferdekamp
  • Der scharfe Ostwind sorgte am Sonntag an vielen Stellen in der Gemeinde für hohe Schneeverwehungen. Auch dieser Autofahrer musste sein Fahrzeug zunächst einmal aus der Schneeumklammerung befreien.

    Foto: Johannes Oetz
  • Mit ihren Allradfahrzeugen kam die Nottulner Feuerwehr noch überall gut durch den Schnee.

    Foto: Johannes Oetz
  • Winterliches Nottuln!

    Foto: Johannes Oetz
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • Die winterliche Schneepracht hat auch ihre schönen Seiten. Für Gartenbesitzer in Nottuln gibt es viel zu entdecken.

    Foto: Iris Bergmann
  • WN-Leser Willi Maukisch erwischte mit der Kamera diesen kleinen Greifvogel, der sich im Garten auf der Kirschlorbeerhecke ausruhte.

    Foto: Willi Maukisch
  • Der Schnee und die Verwehungen machten auch den Menschen in den Baumbergen zu schaffen. Bergeweise Schnee schippen war angesagt und Autofahren fast unmöglich. Ein sportlicher Nottulner nutzte indes die seltene Gelegenheit und schnallte sich die Ski unter. So kam er prima durch die Straßen.

    Foto: Iris Bergmann
  • Für Patrouillenfahrten durch den Ort und insbesondere in den Wohngebieten griff die Nottulner Feuerwehr auch auch ein geländegängiges Quad zurück, hier mit Brandoberinspektor Gil Beckord am Lenker.

    Foto: Ludger Warnke
  • Die Leitstelle im Feuerwehrgerätehaus Nottuln war seit Sonntagmorgen 6 Uhr permanent mit einem Team besetzt. Von hier wurden Hilfsmaßnahmen koordiniert.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der ADAC-Abschleppdienst des Autohauses Rump hatte am Sonntag nur selten Pause. Mit Beginn des starken Schneetreibens in der Nacht zum Sonntag musste auch der Abschleppdienst häufig ausrücken, auch zur Autobahn 43. "Ich weiß nicht, warum bei so einem Wetter so viele noch mit dem Auto fahren müssen", kommentierte ein Fahrer kopfschüttelnd die vielen Einsätze.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause.

    Foto: Ludger Warnke
  • Der Winterdienst des Gemeindebauhofes Nottuln war am Sonntag im Dauereinsatz, kam aber mit dem Räumen der Straßen kaum hinterher. Der anhaltende Schneefall und der starke Wind sorgten dafür, dass geräumte Wege und Straßen schnell wieder mit Schnee bedeckt waren.

    Foto: Ludger Warnke
  • Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause.

    Foto: Ludger Warnke
  • Winterschnappschuss am Sportheim der DJK Grün-Weiß Nottuln.

    Foto: Johannes Oetz

Die Mitarbeiter vom Baubetriebshof der Gemeinde Nottuln hatten alle Hände voll zu tun und waren quasi im Dauereinsatz, um Wege und Straßen zu räumen. Allerdings sorgten der starke Wind und der anhaltende Schneefall dafür, dass frisch geräumte Flächen alsbald wieder zugeschneit waren. Auch viele Bürger, die vor ihren Häusern die Gehwege räumten, kamen kaum gegen die Schneemassen an.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde wurde am Sonntag um kurz nach 6 Uhr in Bereitschaft versetzt. „Durch Kreisbrandmeister Christoph Nolte wurde der Ausnahmezustand für den Kreis Coesfeld ausgerufen“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker. Kreisweit waren die Feuerwehrgerätehäuser zu besetzen.

Dabei hatten auch die Feuerwehrleute mit dem Schnee zu kämpfen. „Etwa 80 Prozent der Kameraden kamen zu Fuß zu den Gerätehäusern, da sie mit ihren Privatautos nicht durch den Schnee kamen. Die Kameraden aus den Bauerschaften kamen mit ihren Treckern“, schilderte Plogmaker.

Die Feuerwehrleute hatten bereits am Freitag und am Samstag Maßnahmen für den schneereichen Sonntag getroffen. Unter anderem wurde ausreichend Benzin und Diesel für Fahrzeuge und Motorgerätschaften gebunkert, auf den Einsatzfahrzeugen wurden Schneeketten montiert. Ferner wurden Feuerwehrleute, die besonders erfahren im Umgang mit Schneeketten sind, als Fahrer für die Einsatzfahrzeuge bestimmt.

Die Einsatzlage blieb am Sonntag aber ruhig. Vor allem stand die Feuerwehr bereit, um den Rettungsdienst bei seinen Einsätzen und bei Bedarf auch die mobilen Pflegedienste zu unterstützen.

Im Laufe des Vormittags wurde der Bereitschaftsgrad reduziert. Zur Mittagszeit waren aber alle vier Gerätehäuser in der Gemeinde noch mit einer neunköpfigen Bereitschaftsgruppe und einem Zwei-Mann-Team für die Koordinierung von Maßnahmen besetzt.

Am Nachmittag rief Wehrleiter Udo Henke alle Löschzugführer zu einer Videobesprechung zusammen und informierte über die Ergebnisse einer kreisweiten Lagebesprechung mit Kreisbrandmeister Christoph Nolte. Da die Einsatzlage ruhig blieb, wechselte die Feuerwehr in den regulären Bereitschaftsmodus.

„Das große Chaos mit umgestürzten Bäumen wie vor einigen Jahren ist zum Glück ausgeblieben“, freute sich Tobias Plogmaker. Von einer Entwarnung könne aber noch nicht die Rede sein. Da mit anhaltendem Schneefall zu rechnen sei, stehen alle Löschzüge der Gemeinde bereit, um Hilfe zu leisten.

Polizei und Feuerwehr bitten weiter darum, möglichst Zuhause zu bleiben und das Auto stehen zu lassen. Berufspendler müssen sich natürlich am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit auf Behinderungen einstellen.

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